Das ist die Kurve, die vielen Radlern Probleme bereitet. Deshalb soll der Kurvenradius vergrößert werden.
+
Das ist die Kurve, die vielen Radlern Probleme bereitet. Deshalb soll der Kurvenradius vergrößert werden.

Infrastruktur

Flörsheim: Tückische Kurve am Dammsoll entschärft werden

Der stark frequentierte Radweg am Mainufer bekommt im Oktober einen neuen Belag.

Flörsheim -Der Main-Damm zwischen Eddersheim und Flörsheim erfreut sich bei Radfahrern großer Beliebtheit. Kurz hinter dem Artelgraben endet die Strecke auf dem Deich allerdings. Nur Fußgänger dürfen entlang des Walls weitergehen, während Radfahrer angewiesen werden, nach links auf den Mainuferweg abzubiegen. Die Stelle ist aus mehreren Gründen tückisch und hat bereits zu Unfällen geführt.

Wer Menschen bei der Abfahrt vom Deich beobachtet, der erlebt wie Radfahrer abbremsen und so langsam wie möglich auf den neuen Weg einbiegen. Manche stützten sich mit einem Fuß am Boden ab - andere steigen komplett vom Sattel und schieben ihr Rad einige Meter. Der Grund: Der Weg zweigt in einer scharfen 180-Grad-Kurve bei gleichzeitigen Gefälle vom Damm ab. Darüber hinaus geht die Oberfläche im Bereich der Abzweigung vom Schotterbelag auf dem Deich in einen glatten Asphaltbelag über. Am Übergang besteht eine Kante. Die Abzweigung ist so unbeliebt, dass sich wenige Meter zuvor bereits ein abgefahrener Streifen entlang der Böschung gebildet hat, an der Radfahrer die Stelle umfahren. Flörsheims Erste Stadträtin Renate Mohr (GALF) bestätigt auf Nachfrage des Kreisblatts, dass es in der Kurve schon zu Stürzen und "unschönen Szenen" gekommen sei. Die Stadt wolle die Situation deshalb in den kommenden Wochen entschärfen.

Nach den ursprünglichen Plänen sollte die Lösung bereits in Arbeit sein. Abhilfe hätte ein neuer gemeinsam von Flörsheim und Hattersheim in Auftrag gegebener Radweg geschaffen. Die geänderte Strecke sollte unterhalb des Deichs verlaufen und hätte eine Abzweigung unnötig gemacht. Der Weg auf dem Maindamm wäre dann den Fußgängern vorbehalten geblieben. Fördergelder seien bereits genehmigt worden, erläutert Renate Mohr. Dann seien jedoch die Pläne zu Sanierung des Maindamms dazwischen gekommen.

Der Deich soll voraussichtlich in den beiden Jahren 2024 und 2025 rundum erneuert werden, um künftig vor allem besonders starken Hochwasserereignissen standzuhalten. Vor dieser Maßnahme mache der Neubau des Weges keinen Sinn, erklärte die Erste Stadträtin. Der neue Weg wäre nämlich im Zuge der Deichsanierung wieder zerstört worden - die Fördergelder hätten zurückgezahlt werden müssen.

Da die Situation schon jetzt entschärft werden soll, musste eine Zwischenlösung her. Die Stadt hat deshalb bauliche Veränderungen geplant, um das Abbiegen auf den Mainuferweg zu erleichtern: Zum einen sollen die Schottersteine am oberen Ende der Abzweigung weichen und durch einen glatten Belag ersetzt werden, erklärt Renate Mohr. Die Stadt wolle ein Stück des Bodens abtragen lassen, damit der Übergang in die Kurve eben verläuft. Zum anderen sei geplant, den Radius der Kurve leicht zu erweitern.

Laut Renate Mohr hat die Verwaltung eine Firma mit den Arbeiten beauftragt. Da der Umbau eine zweiwöchige Sperrung erfordere und der Radweg sehr beliebt sei, habe man jedoch zunächst die Sommerferien abwarten wollen. Aufgrund des bislang anhaltenden schönen Wetters wollen die Verantwortlichen im Rathaus nun auch noch die Herbstferien abwarten. Renate Mohr rechnet damit, dass die Entschärfung der gefährlichen Kurve dann Ende Oktober umgesetzt wird. sas

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare