Sie organisieren für die Lions die Impfaktion Alexander von Renz (re.) sowie Veit Kappen, Facharzt für Innere Medizin und für Arbeitsmedizin. FOTO:
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Sie organisieren für die Lions die Impfaktion Alexander von Renz (re.) sowie Veit Kappen, Facharzt für Innere Medizin und für Arbeitsmedizin. FOTO:

Hilfsaktion

Flörsheim: "Unbürokratische Impfmöglichkeit"

Zwei Ärzte vom Lions Club impfen in der Nachbarstadt auf dem Wochenmarkt.

Flörsheim/Hochheim -Erst wurde die Verfügbarkeit von Impfstoffen angekündigt, als es noch keine in großen Mengen gab. Dann, als endlich die ersten Impfstoffe von verschiedenen Herstellern produziert wurden, gab es Lieferengpässe aus verschiedenen Gründen. Manche dieser Gründe sind bis heute unklar - unter anderem wegen der unrühmlichen Rolle der EU-Administration, die alles versuchte, ihr Versagen bei ihrer undurchsichtigen Order zu kaschieren. Als endlich genügend Impfstoffe für den Beginn der Massenimpfungen zur Verfügung standen, gab es zuhauf Probleme sowie die ersten wenigen Fällen, bei denen eine der benutzten Impfstoff-Sorten für Todesopfer sorgte. Prompt sorgten Berichte in den Medien dafür, dass viele Impfwillige ihre Termine platzen ließen, weil sie nicht mit diesem Stoff geimpft werden wollten. In der Zwischenzeit beteiligten sich außer den Impfzentren auch die Hausärzte sowie die Betriebsärzte an der Impfaktion.

Nun gibt es eine weitere Entwicklung des Impfgeschehens, die zumindest in Flörsheim und Hochheim ungewöhnlich ist: Für Samstag, 24. Juli, organisiert der Lions Club Hochheim-Flörsheim eine Corona-Schutzimpfung auf dem Wochenmarkt in der Nachbarstadt Hochheim. Und zwar auf dem Platz "Alte Malzfabrik" an der Frankfurter Straße im Ortskern der Wein- und Sektstadt. Ab 9 Uhr können sich dort Impfwillige bei den Zeltpavillons des Lions-Clubs melden und sich impfen lassen.

Zwei Impfstoffe stehen zur Auswahl

"Wir bieten eine schnelle und unbürokratische Möglichkeit für alle Impfwilligen an, die noch keine Gelegenheit erhalten haben, sich gegen das Coronavirus zu schützen", erläutert Lions-Präsident und Initiator Alexander von Renz die Maßnahme. Der Lions-Chef erläuterte weiter: "Wir wollen unseren Beitrag leisten zum Erfolg einer breiten, schnellen und erfolgreichen Impfkampagne, gerade weil auch mittlerweile genug Impfstoff verfügbar ist, um ein solch niedrigschwelliges Angebot für alle interessierten Bürger anzubieten." Für die Impfungen sind dann medizinische Fachleute zuständig: Lions-Mitglied Veit Kappen, Facharzt für Innere Medizin sowie für Arbeitsmedizin, nimmt die Impfungen vor, unterstützt wird er von Professor Dr. Sven Rainer Kantelhardt. Die umfassende Aufklärung für die Impfwilligen, die Möglichkeit zur individuellen Rückfrage sowie die Ausstellung der Bescheinigungen seien durch beide Mediziner gewährleistet, versichert Alexander von Renz. Die Impfwilligen können am Samstag für ihre Impfung zwischen dem am meisten nachgefragten mRNA-Impfstoff von Biontech sowie demjenigen von Johnson und Johnson wählen. Bei letzterem Impfstoff ist für die volle Schutzwirkung nur eine Impfung notwendig. "Impfwillige müssen sich ausweisen können und fieberfrei sein", erläutert Veit Kappen die Voraussetzungen für die Impfung, für die keine Anmeldung nötig ist. Das Mitbringen des Impfpasses wäre hilfreich, so Kappen, zur Not könnten aber Ersatzdokumente ausgestellt werden.

Weil der Biontech-Impfstoff auch für Jüngere zugelassen ist, können sich zudem Jugendliche ab 12 Jahren impfen lassen. Zweitimpfungen können bereits drei Wochen nach der Erstimpfung mit Biontech durchgeführt werden, "was angesichts der immer bedeutsamer werdenden Delta-Variante auch von führenden Virologen empfohlen wird", wie Alexander von Renz erläuterte. Die Erkrankung von genesenen ehemals Corona-Erkrankten sollte sechs Monate zurückliegen.

Doch bei aller Ernsthaftigkeit des Impfangebotes sind die Lions-Club-Mitglieder dennoch pragmatisch aufgestellt, was die Außenwirkung ihres Clubs betrifft. Denn unabhängig von der Impfaktion gibt es am Lions-Club-Stand den aktuellen Lionswein zu kaufen, pandemiebedingt zwar nicht im Ausschank, sondern zum Genießen daheim. Deshalb wird er nur flaschenweise verkauft.

Der Erlös des Weinverkaufs kommt übrigens zu 100 Prozent den sozialen und karitativen Projekten des Lions-Clubs Hochheim-Flörsheim zugute. red/meh

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