Die Vorsitzende des Freundeskreises Pyskowice, Berthilde Enders, erläuterte den Vorstandsbeschluss, nicht am Weihnachtsmarkt teilzunehmen. Archiv-FOTO: nietner
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Die Vorsitzende des Freundeskreises Pyskowice, Berthilde Enders, erläuterte den Vorstandsbeschluss, nicht am Weihnachtsmarkt teilzunehmen. Archiv-FOTO: nietner

Kultur

Flörsheim: Unsicherheiten beimThema Weihnachtsmarkt

Stadt muss die jeweils aktuellen Vorgaben des Landes Hessen umsetzen.

Flörsheim -Geselligkeit, Glühwein und Geschenke - so stellen sich viele Menschen die Weihnachtszeit vor. Derzeit stehen jedoch drei andere "Gs" im Mittelpunkt der Diskussion: Geimpft, genesen oder getestet. Die 3G-Regel soll auch beim Flörsheimer Weihnachtsmarkt gelten. Die Frage, ob und wie der traditionelle Budenzauber auf dem Gallusplatz über die Bühne geht, beschäftigt derzeit viele Flörsheimer. Besucher und auch Standbetreiber sind angesichts steigender Corona-Infektionszahlen verunsichert. Auch Absagen gab es bereits. Bürgermeister Dr. Bernd Blisch (CDU) erläutert auf Nachfrage den Stand der Dinge.

Die Stadt plane weiterhin den Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende durchzuführen, berichtet der Rathauschef. Die festlich geschmückten Stände sollen am 27. und 28. November vor der Gallus-Kirche öffnen. Zutritt sollen Geimpfte, Genesene und negativ Getestete erhalten. Um den Einlass besser kontrollieren zu können, beschränke die Stadt die Marktfläche auf den Kirchplatz und verzichte diesmal auf die umliegenden Straßen. Der Gallusplatz werde dazu abgesperrt, erklärt Blisch. Bisher seien zwei Zugänge vorgesehen - aus Richtung Hauptstraße und aus Richtung Pfarrer-Münch-Straße.

Flörsheim plane den diesjährigen Weihnachtsmarkt schon von Beginn an als 3G-Veranstaltung, obwohl dies ursprünglich noch nicht erforderlich gewesen sei. Der Bürgermeister räumt jedoch ein, dass dies nicht das letzte Wort sein muss. "Das ist der Stand von heute, und wir müssen schauen, was noch passiert", so Bernd Blisch. Vor allem müsse man die geplante Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag abwarten. Ob dann bis zum Weihnachtsmarkt 2G gelte - also der Zutritt nur für Geimpfte und Genesene -, könne keiner sagen. Die Verwaltung müsse auf wechselnde Vorgaben reagieren.

Eine Absage gibt es bereits

20 Standbetreiber haben bisher zugesagt. Für viele von ihnen bedeutet die derzeitige Ungewissheit auch eine Planungsunsicherheit. Er habe schon Anrufe von Vereinen bekommen, die nach endgültigen Informationen fragen, weil sie für ihren Speisen- oder Getränkebedarf einkaufen müssen, erzählt Blisch. Versprechungen kann er den Standbetreibern jedoch nicht machen. Letztlich könne man niemandem das Risiko abnehmen. Er würde den teilnehmenden Vereinen aber dazu raten, so spät wie möglich einzukaufen, sagt der Verwaltungschef. Er gehe davon aus, dass die Entscheidung zu den kommenden Corona-Regeln noch in dieser Woche fällt. Am Ende müsse jeder selbst entscheiden, wie er mit der Situation umgeht. Er wisse auch von einem Stand, der seine Teilnahme mittlerweile abgesagt hat, berichtet Blisch.

Bei dem Verein, der sich vom Weihnachtsmarkt zurückgezogen hat, handelt es sich um den Freundeskreis der Flörsheimer Partnerstadt Pyskowice. "Wir hatten die Teilnahme schon fest geplant", erzählt die Freundeskreis-Vorsitzende Berthilde Enders. Mittlerweile sei dem Verein die Ungewissheit jedoch zu groß geworden. Den Essensverkauf vorzubereiten mache viel Aufwand, erklärt die Vereinschefin. Der Freundeskreis wisse nicht, wie viele Besucher in diesem Jahr kommen und welche Regeln bis zum Markt gelten. Dies mache die Teilnahme schwer planbar. "Wir hoffen auf das nächste Jahr", sagt Berthilde Enders. sas

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