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Flörsheim: Vorschläge zur Sicherheit erwünscht

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Das Foto zeigt eine Polizeistreife in einer Stadt: Künftig könne ja der Präventionsrat die Bereiche in Flörsheim nennen, in denen Kontrollgänge nötig seien, lautet ein Vorschlag der Verwaltung. FOTO: dpa
Das Foto zeigt eine Polizeistreife in einer Stadt: Künftig könne ja der Präventionsrat die Bereiche in Flörsheim nennen, in denen Kontrollgänge nötig seien, lautet ein Vorschlag der Verwaltung. © Andreas Arnold/dpa

Seit fast zwölf Jahren tagte der Präventionsrat nicht mehr - nun soll er wiederbelebt werden.

Flörsheim -Die Idee eines Präventionsrates ist nicht neu. Bereits im Jahr 1999 wurde in Flörsheim ein Regionalrat ins Leben gerufen, der das Ziel verfolgte, Verbrechen und Gefahren vorzubeugen. Grundlage war das Hessische Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Darin heißt es, dass Gefahrenabwehrbehörden und Polizei gemeinsam mit anderen Personen und Institutionen Arbeitsgruppen zur Kriminalprävention bilden sollen. Das entsprechende Gremium der Mainstadt tagte allerdings am 11. Oktober 2010 zum letzten Mal.

Mehr als zehn Jahre später befassen sich die Ausschüsse nun mit der Neubildung eines Präventionsrates. Im Haupt- und Finanzausschuss wurde die Vorlage mehrheitlich angenommen.

Als Begründung verweist der Magistrat unter anderem auf Flörsheims Teilnahme am Kompass-Sicherheitsprogramm. Die Stadt zeige, dass Prävention einen hohen Stellenwert einnimmt. Neben einem Vertreter jeder politischen Fraktion und dem Flörsheimer Kompass-Beauftragten Simon Rahner sollen unter anderem Schulen, Kirchengemeinden und der Handwerker- und Gewerbeverein in der Arbeitsgruppe vertreten sein. SPD-Stadtverordnete Katharina Adam wollte wissen, welche Aufgaben die Tätigkeit des Präventionsrats genau umfasst. Denkbar seien unter anderem Stellungnahmen zu baulichen Maßnahmen, erläuterte Simon Rahner. In dem Gremium könnten Standorte für neue Stoppschilder oder Zebrastreifen diskutiert werden. Genauso sei aber denkbar, dass die Mitglieder Punkte festgelegen, die verstärkt von Polizeistreifen aufgesucht werden sollen. Der Präventionsrat erarbeite jedoch immer nur Handlungsvorschläge, die dann zur Entscheidung an die politischen Gremien gingen.

FDP-Mann Thorsten Press stimmte als einziges Ausschussmitglied gegen die Neugründung. Er sehe keine Notwendigkeit für ein Gremium in dieser Größe. "Das wird ja noch mal eine kleinere Stadtverordnetenversammlung", betonte der Freidemokrat. Der vor einigen Jahren bestehende Rat sei eingeschlafen, weil er nicht genutzt wurde. Press äußerte den Wunsch, dass Flörsheimer lieber auf die Vertreter der Politik zukommen sollten und diese die Anregungen dann in ihre Diskussionen mitnehmen. Simon Rahner wies darauf hin, dass nicht immer alle 25 bis 30 Mitglieder des Präventionsrats an den Sitzungen teilnehmen. Es handele sich um eine Einladung der Verwaltung. Dass eine breite Masse beteiligt werde, sei jedoch erwünscht, so der Kompass-Beauftragte. Thomas Probst (dfb) erwiderte Press, dass sich die Zeiten wandelten. Die Sicherheit verändere sich. Und Frank Laurent (GALF) äußerte Verwunderung über die Position der FDP, da diese doch normalerweise für Freiheit eintrete. Ein Gremium, in dem die Bürger gehört werden, sei wichtig und ermögliche ein "Gespräch auf Augenhöhe". Auch Laurent verwies auf die veränderten Vorzeichen. Seit dem Ende des Präventionsrates 2010 sei Flörsheims Einwohnerzahl gewachsen. Außerdem gebe es mittlerweile einen Kompass-Beauftragten. Thomas Schmidt (CDU) argumentierte, dass sich der Präventionsrat seit 1998 auf Kreisebene bewähre. Dass es sich um wirkungsvolles Instrument zur Vorbeugung von Straftaten handele sei ersichtlich, da der Main-Taunus-Kreis zu den sichersten Kreisen in Hessen gehöre. sas

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