Die Jungs von DJK Flörsheim würden ja gerne auf den Platz, der ist jedoch gesperrt - und wird das wohl noch einige Zeit bleiben. foto: sas
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Die Jungs von DJK Flörsheim würden ja gerne auf den Platz, der ist jedoch gesperrt - und wird das wohl noch einige Zeit bleiben.

Streetball

Flörsheim: Wann können wir wieder drauf?

Die geplante Platzsanierung wird eine teure Angelegenheit.

Flörsheim -Wie geht es weiter mit der Streetballanlage in der Werner-von-Siemens-Straße? Diese Frage stellen sich wahrscheinlich auch die vier jungen Spieler der DJK Flörsheim, die am Freitag mit ihrem Ball vor verschlossenen Türen standen. Die Jungs kickten das Leder rund um die benachbarte Tischtennis-Platte - eine andere Wahl blieb ihnen nicht, weil das eingezäunte Spielfeld derzeit komplett gesperrt ist.

Die Vollsperrung kam gewissermaßen mit Ankündigung: Bereits im September beschädigten Unbekannte Teile der Streetballanlage so stark, dass das Feld zur Hälfte gesperrt werden musste. Die Randalierer lösten den Bodenbelag vor einem der Basketballkörbe und beschädigten den Korb, so dass dieser verbogen nach unten hing.

Seither konnte zumindest noch auf einer Seite der Anlage trainiert werden. Nun haben die Vandalen jedoch erneut zugeschlagen. Nachdem auch der Belag und der Korb auf der anderen Seite beschädigt wurden, blieb der Stadt nichts übrig, als die Sportanlage komplett zu schließen.

Wenn es um die Schließung des Ballspielfeldes in der Werner-von-Siemens-Straße geht, könnten bei manchem Beobachter Erinnerungen hochkommen. Vor rund fünf Jahren wurde politisch über die Anlage gestritten. Die SPD hatte 2016 eine Verlegung des Spielfeldes an einen anderen Ort beantragt, nachdem sich Anwohner über Lärm beschwerten. Das damalige Viererbündnis aus CDU, Galf, dfb und FDP lehnte den Standortwechsel jedoch ab.

Klare Absage an Verlegung

Die Anlage habe schon einige Jahre auf dem Buckel, räumt Bürgermeister Dr. Bernd Blisch (CDU) nun auf Nachfrage ein. Die Verwaltung plane jedoch eine Erneuerung des Spielfelds am derzeitigen Standort. Einer Verlegung an eine andere Stelle erteilt der Christdemokrat weiterhin eine Absage.

Es seien nur zwei oder drei Personen gewesen, die sich 2016 über die Streetballanlage beschwerten. Der Großteil der Anwohner habe sich mit der Spielfläche arrangiert. Er sehe keinen Grund, das Feld an einen anderen Ort zu verlegen, so Blisch. Die Anlage an diesem Standort zu erhalten, sei die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung gewesen.

Der Verwaltungschef kann sich allerdings vorstellen, den Anwohnern im Zuge der Reparaturen entgegenzukommen. Da die verursachten Schäden eine umfassende Erneuerung erforderlich machen, solle die Anlage zu einer modernen, lärmmindernden Variante umgestaltet werden. Als Beispiel nennt Rathauschef Blisch geflochtene Netze, die weniger rasseln. Es gebe auch Möglichkeiten, den Bodenbelag und die Bretter der Basketballkörbe so zu gestalten, dass sie weniger Lärm verursachen.

Zunächst wird die Anlage nun jedoch über einen längeren Zeitraum gesperrt bleiben. Die umfangreichen Schäden seien nichts, was die Stadt einfach so aus der Portokasse bezahlen könne, erläutert Bernd Blisch. Welche Optionen zur Verfügung stehen und was diese Maßnahmen kosten würden, müsse bis zum Herbst geklärt und dann im Rahmen der Haushaltsberatungen diskutiert werden, so der Bürgermeister. Im Sommer müssen sich Ballsportfreunde also Alternativen suchen. sas

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