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Flörsheim: Was sich alles ändern soll

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Das ehemalige Marienkrankenhaus an der Hospitalstraße wird derzeit noch zum Gesundheitscampus umgebaut. Einige Stadtverordnete erhoffen sich davon auch einen Entwicklungsschub für die Innenstadt.
Das ehemalige Marienkrankenhaus an der Hospitalstraße wird derzeit noch zum Gesundheitscampus umgebaut. Einige Stadtverordnete erhoffen sich davon auch einen Entwicklungsschub für die Innenstadt. © Mehrfeld, Niklaus

Digitaler Bürgerservice, Mainufer, Bahnhof und Herrnberg stehen auf der Prioritätenliste und der Gesundheitscampus soll für eine Aufwertung sorgen.

Flörsheim -Die Diskussion über Schwerpunkte für die Umsetzung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) hat die Flörsheimer Kernstadt erreicht. Nach den Stadtteilen Wicker und Weilbach befassen sich die Mitglieder des Stadtverordnetenvorstandes nun mit der Stadtmitte sowie dem Ortsteil Keramag-Falkenberg. Da es sich um die größte zusammenhängende Fläche im Stadtgebiet handelt, lagen entsprechend viele Ideen vor. Obwohl die Fraktionen in der jüngsten Sitzung der ISEK-Arbeitsgruppe noch nicht alle Vorschläge ausgearbeitet hatten, tauchten einige erste Anregungen auf.

Die Themen reichten von der Gestaltung der Bahnhof-Nordseite bis zu Kulturveranstaltungen auf dem Abenteuerspielplatz. Als absoluten Schwerpunkt der CDU bezeichnete Fraktionschef Marcus Reif die Verbesserung der Lage rund um das ehemalige Hotel Herrnberg an der Kapellenstraße. Die derzeitige gewerbliche Nutzung mit Wettbüros und einer Shisha-Bar sowie deren Publikum sind vielen Flörsheimern ein Dorn im Auge. Das Problem, dass diese Ecke in den Abendstunden zu einem Treffpunkt werde, müsse man in den Griff bekommen, erklärte Reif. Der Koalitionspartner, die GALF, hatte noch keine eigenen Punkte parat, weil die Fraktion der Grünen noch berät.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende war derweil mit seinen Themen noch nicht am Ende. Reif nannte unter anderem die Aufwertung der Altstadt durch eine Anbindung ans Mainufer und die Einrichtung eines Gründerzentrums als eines der wichtigsten Ziele. Der Christdemokrat lobte die vorliegenden Pläne für die Erneuerung des Uferbereichs, die drei optisch getrennte Plätze mit Sitzgelegenheiten und Anbindung an den Fluss vorsehen. Das Konzept beschreibe eine "schöne Flaniermeile". Marcus Reif äußerte außerdem seine große Zuversicht, dass der im Bau befindliche Gesundheitscampus - das ehemalige Marienkrankenhaus - an der Ecke Hospital- und Kloberstraße sich als wichtig für die Stadtentwicklung erweist.

Als weiteren wichtigen Aspekt der Stadtentwicklung hob der CDU-Mann den Ausbau des digitalen Bürgerservices hervor. Nachdem die Verwaltungsstellen in Wicker und Weilbach vor einigen Jahren geschlossen wurden, komme dem digitalen Zugang zur Verwaltung eine große Bedeutung zu. Im Ortsteil Keramag-Falkenberg sieht die CDU Schwerpunkte in der Verkehrsberuhigung der Falkenbergstraße sowie in der künftigen Anbindung der vorhandenen Gewerbeflächen über das neue Gewerbegebiet West V .2. Marcus Reif brachte auch die Aufwertung des Abenteuerspielplatzes ins Gespräch. Die Fläche neben der Grillhütte solle so gestaltet werden, dass es möglich ist, dort Kulturveranstaltungen wie auch Konzerte abzuhalten. Die abschüssige Wiese mache es derzeit vor allem aber älteren Menschen schwer, vom Weg auf den Platz zu laufen.

Auch Frank Herzog von den Freien Bürgern (dfb) drückte seine Freude über die Gestaltungspläne für das Mainufer aus. Seine Fraktion hoffe, dass die Promenade ein Aushängeschild für Flörsheim wird. Als wichtigen Punkt, an dem sich künftig etwas ändern muss, nannte der dfb-Fraktionschef ebenfalls den Herrnberg-Komplex.

Verbesserungen wünschen sich die Freien Bürger darüber hinaus für die Nordseite des Flörsheimer Bahnhofs. Herzog erinnerte daran, dass die Wählergemeinschaft in der Vergangenheit bereits die Schaffung eines Treffpunkts für Jugendliche neben der Bahnstrecke angeregt habe.

Dass im Norden des Bahnhofs etwas passieren muss, sah auch Viola Gebek von der FDP so. Während die Liberale hoffte, dass sich die Fraktionen über ein Konzept für die künftige Nutzung einig werden, hatte die SPD einen Text zu einem Antrag für einen städtebaulichen Wettbewerb zur Bahnhof-Nordseite formuliert. Der Vorschlag der Sozialdemokraten kam schon während der Haushaltsberatungen aufs Tapet, wurde damals jedoch in die ISEK-Arbeitsgruppe verschoben. Als weitere Schwerpunkte nannte die SPD-Fraktionsvorsitzende Melanie Ernst die Neugestaltung des Gallus-Platzes sowie die Entwicklung des zweiten Abschnitts des Gewerbegebietes West V.

Bis zur nächsten Sitzung des Stadtverordnetenvorstandes wollen die Fraktionen dann alle ihre Prioritäten in schriftlicher Form vorlegen. sas

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