1. Startseite
  2. Region
  3. Main-Taunus
  4. Flörsheim

Flörsheim: Zum Probetraining in den Zweier

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Gelungenes Zusammenspiel: Beim Rudern sind Harmonie und Teamfähigkeit gefragt. Hier gleitet ein Zweier des Rudervereins Flörsheim auf dem Main.
Gelungenes Zusammenspiel: Beim Rudern sind Harmonie und Teamfähigkeit gefragt. Hier gleitet ein Zweier des Rudervereins Flörsheim auf dem Main. © Privat

Beim Vereinsfest der Ruderer stand das Gaudi-Turnier im Mittelpunkt - Drachenboote kehren zurück.

Flörsheim -Mehr als zwei Jahre lang war es ungewiss, wann die Drachenboote auf den Main zurückkehren. Der Flörsheimer Ruderverein musste seinen jährlichen Drachenboot-Cup wegen Corona mehrmals verschieben. Für das Organisationsteam sei es eine lange Durststrecke, berichtet der Vorsitzende Ludger Schader. Auch in diesem Jahr fiel das Rennen flach - diesmal allerdings nicht wegen Corona-Auflagen, sondern wegen geringer Anmeldezahlen. Trotzdem duellierten sich am Wochenende erstmals wieder Drachenboote auf dem Main.

Sechs Mannschaften hatten sich angemeldet - zu wenig für ein Rennen in gewohnter Form, aber genug für ein paar unterhaltsame Spiele auf dem Wasser. Der Ruderverein hatte deshalb zum Sommerfest mit Drachenboot-Gaudi eingeladen. Die Teams „PhysioVit“, „Girlie Dragons“, „Mini Dragons“, „Donnergurgler“, „Weihwasserpiraten“ und „Wilde Kerle“ traten in drei ungewöhnlichen Disziplinen gegeneinander an. Dabei waren neue Fähigkeiten gefragt. So mussten die Paddler eine Strecke mit einem Wassereimer an Bord zurücklegen und dabei möglichst wenig vom Nass verschütten. Alle Teilnehmer und Zuschauer hätten Spaß gehabt, erzählt Vereinschef Schader. Auch bei den Organisatoren habe das Gaudi-Turnier die Stimmung wieder aufgehellt.

Ludger Schader äußert Verständnis dafür, dass nach der Corona-Pause nur sechs Drachenboot-Teams angetreten sind. „Es ist schwer, 20 Leute zusammenzukriegen“, weiß der Vereinschef, der dem neuen Format einiges Positives abgewinnen konnte. Zum einen freute sich der Ruderer für die „Weihwasserpiraten“, die am Samstag die meisten Punkte holten. Die Mannschaft der Flörsheimer KAB mache seit 2008 beim Drachenboot-Cup mit und habe nun erstmals etwas gewonnen.

Schader lobte auch die entspannte Atmosphäre und das faire Verhalten während der Drachenboot-Gaudi. Beim Rennen gehe es oft deutlich verbissener zu. Wenn sich Boote beim Start zu nahe kamen, habe es in der Vergangenheit schon Diskussionen und Schiedsrichter-Entscheidungen gegeben, erläutert der Vorsitzende. Wie es im kommenden Jahr weitergeht, ist noch unklar. Ludger Schader erklärt, dass er sich nach der diesjährigen Veranstaltung einen Aufschwung erhoffe. Eine Wiederholung des Gaudi-Turniers 2023 könne er sich zwar vorstellen. „So ein Drachenboot-Cup ist aber schon eine Nummer schöner“, findet der Flörsheimer.

Der Ruderverein zählt derzeit rund 190 Mitglieder, davon etwa 90 Aktive. „Wir haben nach Corona wieder viele Erwachsene ausgebildet“, erklärt Ludger Schader. Die Pandemie habe nicht zu einem Einbruch geführt. Während des Festes am Samstag bot der Verein Interessierten die Möglichkeit für ein Probetraining. Schader weiß von zwei Mädchen, die diese Option nutzen wollten. Weil die Anlegestelle während des Gaudi-Turniers belegt war, solle das Probetraining nun in den kommenden Tagen nachgeholt werden. Gleichzeitig kündigt sich Nachwuchs für die Rennruderer an. Fünf junge Sportler zwischen 11 und 17 Jahren trainieren zweimal wöchentlich in der Kindergruppe des Vereins. Am Samstag, 10. September, fahren sie ihre erste Regatta in Schierstein. Die Leistungsruderer seien den ganzen Winter über auf dem Wasser, erläutert Ludger Schader. Für die Freizeitruderer ende die Saison hingegen mit dem Abrudern im kommenden Monat. sas

Auch interessant

Kommentare