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Flörsheim: Zwei Fraktionen sorgen sich um Dürre-Schäden

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Vereine hatten im Bad Weilbacher Wäldchen neue Bäume gepflanzt. Ein großer Teil davon ist bereits abgestorben. FOTO: kröner
Vereine hatten im Bad Weilbacher Wäldchen neue Bäume gepflanzt. Ein großer Teil davon ist bereits abgestorben. © Kröner

SPD und FDP wollen Auskunft darüber, wie städtische Bäume und Freiflächen bewässert werden.

Flörsheim -Zwar spielt die in diesem Jahr bisher extrem trockene Sommerzeit eine Rolle, doch noch mehr soll es ein Hinweis auf die ihre Meinung nach schlechte Organisation im städtischen Bauhof sein: Es gibt harsche Kritik an den stadteigenen Grünflächen. Diese haben die Sozial- und Freidemokraten in einer gemeinsamen Anfrage formuliert.

Die Fraktionen von SPD und FDP haben eine umfangreiche Anfrage zum städtischen Bewässerungs-Management eingebracht. Grund dafür sei, dass zahlreiche städtische Bäume Trockenschäden aufweisen würden, „neu gepflanzte Bäume vertrocknet sind und städtische Anlagen zu versteppen drohen“. Daraus würden sich Fragen nach dem Bewässerungs-Management der Stadt wie auch nach der künftigen Vorsorge vor weiteren Dürreschäden ergeben, erläutern SPD und FDP. Die Intention der Anfrage ist eindeutig: Zuständige Dezernentin für den städtischen Bauhof ist die Erste Stadträtin Renate Mohr (GALF). Von ihr erwarten die beiden Fraktionen zur nächsten Sitzung die entsprechenden Auskünfte. Unter anderem wird in der gemeinsamen Anfrage von SPD und FDP nach der Anzahl der abgestorbenen Bäume sowie nach der Organisation der Baumbewässerung gefragt. Dabei wird um Auskunft gebeten über die Ausstattung der für eine Bewässerung geeigneten Fahrzeuge des Bauhofs, über deren tatsächliche Einsätze, über die Beauftragung von Dritten - sprich Fremdfirmen - für diese Arbeiten sowie über die besonderen Regeln für die neu gepflanzten Bäume.

Neue Kurpark-Bäume bereits abgestorben

Thematisiert wird in der Anfrage von SPD und FDP ebenso „die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen von Baumpatenschaften und deren mögliche Entlastung bei den Wassergebühren sowie die Neuanpflanzung von Bäumen durch Vereine“. Die beiden Fraktionen sparen auch nicht mit geharnischter Kritik: Ein Viertel der von Vereinen im Weilbacher Kurpark angepflanzten Bäume sei bereits abgestorben, die restlichen würden schwere Dürreschäden aufweisen. Schließlich fragen beide Fraktionen nach den Konsequenzen, die von der Stadt aus dem Klimawandel für die zukünftige Anpflanzung von Bäumen und die Gestaltung der städtischen Grünflächen gezogen würden. „Natürlich kann die Stadt den Klimawandel nicht kurzfristig verhindern. Sie muss aber notwendige Konsequenzen für die Anpflanzung und Pflege von Bäumen und die städtischen Grünflächen ziehen. Dem Baumsterben und der Versteppung städtischer Grünflächen darf nicht tatenlos zugesehen werden“, erklärten die beiden Fraktionen in einer Mitteilung. meh

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