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Koch Salvatore Gerbino (links), Restaurantleiterin Barbara Jedzini und Betriebsleiter Udo Mittne freuen sich über die Eröffnung.

Die Henne lacht wieder

Inklusives Restaurant am Rathausplatz eröffnet nach zwölfmonatiger Pause

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„Die Henne lacht“ hat ab sofort wieder geöffnet. Träger des Restaurants ist die IFB-Stiftung, die Inklusion durch Förderung und Betreuung betreibt.

Wahrscheinlich sei es die kleinste Küche, in der er bisher gearbeitet hat, erklärt Salvatore Gerbino – neuer Küchenchef des Restaurants „Die Henne lacht“. Von den beengten Verhältnissen will sich der Koch aber nicht einschränken lassen: „Man muss sich nur gut organisieren“, betont er und rührt in einer Schale mit Kräuterschmand. Die cremige Speise soll künftig mit Ofenkartoffeln serviert werden. Gerbinos eigentliche Spezialität sind aber mediterrane Speisen. Auf der Karte finden sich Campari Tocco Rosso, Carpaccio vom Rinderfilet und Gnocchi à la Caprese. Trotz kleiner Küche möchte die „Henne“ ihr Angebot vergrößern. Die Öffnungszeiten werden erweitert.

Küchenchef Gerbino ist Teil eines Trios, das ab sofort im Restaurant am Rathausplatz das Sagen hat. Die Organisation liegt in den Händen von Betriebsleiter Udo Mittne und Restaurantleiterin Barbara Jedzini. „Ich sehe uns als das Gastgeber-Team“, erklärt Mittne. „Wir wollen der Treffpunkt in Flörsheim werden.“ Das Team bewirtet auch die Veranstaltungen in der Kulturscheune.

Für viele Flörsheimer ist die „Henne“ eine etablierte Anlaufstelle. Die IFB-Stiftung aus Wiesbaden pachtete die städtischen Räume im Jahr 2014. Ein Markenzeichen der gemeinnützigen Stiftung ist die Integration von Menschen mit Behinderung, was auch in Flörsheim durch die Beschäftigung von Mitarbeitern mit Einschränkung gelang. Die Stadt unterstützt das Projekt durch eine geringere Miete.

Trotz zentraler Lage und guter Voraussetzungen geriet das Lokal zuletzt etwas in Vergessenheit. Das liegt vor allem daran, dass die „Henne“ über ein Jahr lang geschlossen blieb. Im Juli 2017 verabschiedeten sich die Betreiber in eine Sommerpause, die zwölf Monate andauerte. Neben Personalwechseln bei IFB spielten die Bauarbeiten auf dem Rathausplatz eine Rolle. Der Besucherstrom wurde durch die Dauerbaustelle gestört. „Es gab Hochs und Tiefs, doch irgendwann war ein Tief so tief, dass wir während der Bauzeit zugemacht haben“, so Wolfgang Groh, geschäftsführender Vorsitzender der IFB. Ihm sei ein Schock in die Glieder gefahren, als er hörte, dass es nicht mehr weitergeht, erzählt Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD).

Zur Länge der Schließung trugen auch Renovierungsarbeiten im Gebäude bei. Die Stadt nutzte die Unterbrechung, um Anschlüsse in der Küche zu erneuern. Dabei kam es zu Verzögerungen. Die IFB-Stiftung erklärte zwischenzeitlich ihre Bereitschaft, das Restaurant am selben Standort wieder zu eröffnen. „Ich bin froh, dass die Henne wieder lacht“, betont Wolfgang Groh. Rathauschef Antenbrink gibt sich optimistisch, dass das große Ziel einer Belebung des Rathausplatzes erreicht wird.

„Die Henne lacht“ öffnet ab sofort montags bis freitags von 11 bis 22 Uhr. Warme Küche gibt es von 11 bis 14 sowie von 17 bis 21 Uhr. Samstags ist das Lokal von 16 bis 23 Uhr geöffnet. Am Sonntag ist Ruhetag.

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