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Rückblick: KAB-Fassenachter Daniel Schleidt (Mitte) bei einem Auftritt.

Kultur

KAB sagt alle drei Fastnachtssitzungen ab

Keine Planungssicherheit: Corona-Krise lässt die Narren pausieren.

Flörsheim -Die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) ist äußerst flexibel, wenn es um Veranstaltungen geht, die an andere Örtlichkeiten verlegt werden müssen. Bester Beweis dafür war die Verlegung der dazu noch abgespeckten Fastnachtssitzungen aus der angestammten Narrhalla, dem Gallus-Zentrum, in die Aula des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums. Bekanntlich konnte das Gemeindezentrum aus Sicherheitsgründen nicht mehr als Austragungsort für die KAB-Fastnacht genutzt werden. Die marode Immobilie wäre für die neue Kampagne erneut keine Option gewesen. Sie ist weiterhin gesperrt. Deshalb hatte die KAB erneut mit dem Leiter des Gymnasiums, Klaus Hartwich, Kontakt aufgenommen und die Aula für die neue Kampagne "gebucht".

Es kam aber alles anders. "Getoppt" wurden die Folgen des baufälligen Gemeindezentrums aus Narrensicht nämlich von der Corona-Krise. So hat das Organisationsteam der KAB-Fastnacht beschlossen, die Kampagne 2021 abzusagen. Nach reiflicher Überlegung seien die Organisatoren der drei Sitzungen, die in den vergangenen Jahren stets mit jeweils rund 400 Plätzen pro Sitzung ausverkauft waren, zu dem Schluss gekommen, dass die Planung und Durchführung von Fastnachtssitzungen im Januar oder Februar nicht realistisch ist, wie die KAB mitteilte. "Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht und haben bis zum Schluss überlegt, in welcher Form wir unserem Publikum etwas anbieten können", erklärte Sitzungspräsident Daniel Schleidt. Allerdings gebe es wegen der derzeitigen Infektionszahlen sowie der unsicheren künftigen Entwicklung der Pandemie "keine Planungssicherheit für den Verein, für die Aktiven und für das Publikum". Deshalb müsse die Kampagne 2021 leider ausfallen. "Wir sind sehr traurig darüber, aber eine Sitzung unter den derzeitigen und vermutlich im Februar 2021 zu erwartenden Bedingungen und Einschränkungen ist auch nicht das, was wir uns unter echter Fleschemer Fastnacht vorstellen", meinte Daniel Schleidt. Das wichtigste sei nun, gemeinsam die Pandemie zu bewältigen und alles dafür zu tun, dass sich die Ausbreitung des Virus verlangsame, appellierte der KAB-Sitzungspräsident nicht nur an die Fassenachter gerichtet.

Die KAB sei sich sicher, im Jahr 2022 wieder mit drei stimmungsvollen Sitzungen zurückzukehren. "Wir freuen uns bereits jetzt darauf, mit unserem fantastischen Publikum dann wieder gemeinsam zu singen, zu schunkeln, zu lachen", kündigte Daniel Schleidt an. Die Fleschemer Fastnacht werde die Corona-Krise ganz sicher überstehen, zeigte sich der stets rührige KAB-Sitzungspräsident überzeugt. meh

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