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Es ist noch nicht sicher wie lange die Pferde des Reitsportvereins noch auf der Koppel des Reiterhofs Falkenberg stehen.

Reiterhof Falkenberg

Reitsportverein hat Angst vor dem Verkauf

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Die Liebe zu Pferden und das therapeutische Reiten treibt den Flörsheimer Reitsportverein auf dem Reiterhof Falkenberg an. Es ist jedoch nicht klar, wie lange diese Arbeit noch fortgesetzt werden kann. Der Hof wird von der Main-Taunus-Recycling GmbH (MTR) verkauft.

Es steht in den Sternen, wie es mit dem Reiterhof Falkenberg weitergeht. Neben dem Reitsportverein Flörsheim sind auch der aus Hofheim und die Reitsportgruppe Flörsheim von der quälenden Ungewissheit betroffen. Von der Main-Taunus-Recycling GmbH (MTR) heißt es, dass sich das Unternehmen nun mehr auf das Kerngeschäft konzentrieren möchte und daher alles, was dies nicht betrifft, verkaufen würde, also auch den Reiterhof Falkenberg in Flörsheim.

Laut dem Reitsportverein fahren seit neustem „zunehmend Luxuskarossen von Kaufinteressenten vor“. Daraus schließt die Vereinsspitze, dass bereits ein Immobilienmakler für den Verkauf beauftragt wurde. Dies weist Geschäftsführer Mathias Bausback auf Anfrage dieser Zeitung jedoch zurück: „Nein, es liegt noch kein Maklerauftrag vor. Wir haben zwar schon Anfragen von Interessenten bekommen, aber wollen erst mit dem Pächter sprechen.“

Doch wann wird mit den Vereinen gesprochen? „Wir wissen gar nichts“, beklagt Natascha Müller, Erste Vorsitzende des Flörsheimer Vereins. „Wir bekommen auch keinen Termin mit der Stadt.“ Und das ist nicht gut für den Verein, der sich auf das therapeutische Reiten, das Voltigieren und die Arbeit mit Menschen mit Behinderung spezialisiert hat. „Wir würden eigentlich gerne ein neues Schulpferd kaufen, können das aber nicht, da wir nicht wissen, ob wir eventuell bald ohne Bleibe dastehen“, so Müller. Leider sei mit dem Geschäftsführerwechsel „die bisher sehr soziale und nachbarschaftliche Geschäftspolitik der MTR grundlegend geändert worden“.

Bausback äußert sich zu den künftigen Plänen mit dem Reiterhof wie folgt: „Wir werden bei einem Eigentümerwechsel vorher alles besprechen und darauf achten, dass er so verträglich wie möglich für alle Beteiligten vor sich geht.“ Wann das sein wird, ist noch unklar. „Wir befinden uns noch in der Preisfindungsphase.“

Müller ist sich sicher, dass sich einiges verändern wird, wenn ein neuer Besitzer kommt: „Ein privater Besitzer möchte den Stall nach seinen eigenen Vorstellungen nutzen und ich glaube nicht, dass wir als Reitverein die Möglichkeit bekommen beispielsweise die Reithalle drei Stunden am Tag zu belegen.“ Außerdem würden Boxen für die fünf Schulpferde benötigt. Und was wäre mit einem Umzug? „Hier in der Gegend haben wir leider keine Ausweichmöglichkeit.“ Auch wenn der 160 Mitglieder starke Verein in der Schwebe hängt, lässt er sich nicht ausbremsen: „Wir haben jetzt begonnen, für unser großes Turnier im September zu trainieren, auch wenn wir nicht wissen, ob es stattfinden wird.“

(joy)

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