Schulleiter Reik Helbig und Gerit Kaus vom Förderverein stehen am menschlichen Tischkicker.
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Schulleiter Reik Helbig und Gerit Kaus vom Förderverein stehen am menschlichen Tischkicker.

Schulfest

Sophie-Scholl-Schule weiht neuen Bolzplatz ein

  • VonSascha Kröner
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Was für eine Freude: Passend zur Fußball-WM hat die Sophie-Scholl-Schule ihren neuen Bolzplatz bei einem Schulfest eingeweiht. Natürlich wurde viel gekickt, doch die fußballbegeisterten Gäste schauten auch mit Sorge auf das heutige Spiel der deutschen Elf gegen Schweden.

Wer sich zwischen den Nachmittags- und Abendspielen der Weltmeisterschaft mal die Zeit nahm, über das Schulfest der Sophie-Scholl-Schule zu schlendern, der musste sich zu keinem Zeitpunkt aus seiner geistigen WM-Blase lösen. Auf dem Gelände der Gesamtschule drehte sich nämlich alles um das sportliche Großereignis. Zwischen gemalten Flaggen der Teilnehmerländer und einem Fußball-Slalom gab es Informationen zu den russischen Austragungsorten. Schüler boten sogar die Möglichkeit, ein eigenes WM-Trikot zu gestalten. Schnell war klar, dass die Schule ihr Motto „Das Runde muss in das Eckige“ genauestens umgesetzt hat.

Und dann war da ja noch die Einweihung des neuen Sportfeldes: Seit Jahren hatte sich die Schulleitung für den Bau einer Spielfläche mit Fußballtoren und Basketballkörben eingesetzt. Rechtzeitig zur WM ist die Anlage fertig und wurde mit einem aufblasbaren menschlichen Tischfußballfeld eingeweiht.

Hoffnung auf einen Sieg

Bei so viel gutem Timing gab es eigentlich nur eines, was die Fußballbegeisterung trübte. Richtig – das Ergebnis im ersten Vorrundenspiel der deutschen Elf ging für viele Schüler, Eltern und Lehrer natürlich gar nicht in Ordnung. Die meisten Besucher des Schulfestes hofften, dass Jogis Jungs das 0:1 gegen Mexiko heute Abend vergessen machen können.

Die Vorsitzende des Fördervereins, Gerit Kaus, tippte, dass Deutschland die Partie gegen Schweden mit 2:1 gewinnt. Die Vereinschefin, die ein schwarz-rot-goldenes Armbändchen trug, gab zu, das erste Spiel nicht gesehen zu haben. Ballsport sei eigentlich nicht ihre Welt, bei der WM drücke sie Deutschland aber die Daumen, erklärte die Flörsheimerin. Für Konrektorin Sabine Rudel ist das Verfolgen der Deutschlandspiele hingegen „Pflicht“. Sie sei von der bisherigen Leistung enttäuscht, erklärte sie. Begeisterung und Spielfreude, wie sie sie von ihren Schülern kenne, wünsche sie sich auch von der deutschen Mannschaft, betont Sabine Rudel.

Der stellvertretende Schulleiter Klaus Schupp zeigte sich ebenfalls enttäuscht vom Abschneiden der Deutschen Elf. „Man ist natürlich schon ein bisschen traurig“, sagte Schupp, der das Mexikospiel wegen des schönen Wetters nur halb gesehen hat. Den zweiten Anlauf will er heute jedoch komplett verfolgen. „Da muss noch ’ne Schippe drauf“, findet der Pädagoge. Schupp hat festgestellt, dass die WM-Euphorie an der Schule vor vier Jahren etwas größer war. Damals habe er mehr Trikots und eine größere Begeisterung unter den Schülern wahrgenommen.

Nutzung im Unterricht

Groß war die Begeisterung allerdings angesichts des neuen Ballspielfeldes. Die Anlage soll während des Sportunterrichts, in den Pausen und bei AG-Angeboten genutzt werden. Bisher habe die Schule den Sportplatz des benachbarten Graf-Stauffenberg-Gymnasiums mitgenutzt, erläuterte Schulleiter Reik Helbig.

Das nächste Projekt, das er gerne umgesetzt sehen würde, ist übrigens ein Schulgarten. Wer weiß, vielleicht kann dabei ja auch der Förderverein unter die Arme greifen. Für den Bau des Sportfeldes haben die Unterstützer nämlich 30 000 Euro beigesteuert. 500 Euro kamen aus der Kanzlei von Staatsminister Axel Wintermeyer (CDU). Den restlichen Betrag der Gesamtkosten von 120 000 Euro stemmte der Main-Taunus-Kreis.

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