Bei „Tisch und Teller“ kaufen Kunden aus allen sozialen Schichten

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Mehr als 50 000 Menschen haben das Sozialkaufhaus „Tisch und Teller“ in den vergangenen fünf Jahren besucht. „Die Menschen hier in Flörsheim und der Umgebung haben uns von Beginn an gut angenommen“,

Mehr als 50 000 Menschen haben das Sozialkaufhaus „Tisch und Teller“ in den vergangenen fünf Jahren besucht. „Die Menschen hier in Flörsheim und der Umgebung haben uns von Beginn an gut angenommen“, berichtet Solveig Burczik, Leiterin des Diakonischen Werk Main-Taunus. Die Diakonie ist Träger der Einrichtung. Der Einzugsbereich von „Tisch und Teller“ geht über den Kreis hinaus und reicht mittlerweile sogar bis nach Mainz und Frankfurt.

Personen mit niedrigem Einkommen sowie Arbeitslosengeld- oder Wohngeldempfänger können in dem Sozialkaufhaus besonders günstig einkaufen. Wer seine Bedürftigkeit nachweist, erhält eine Kundenkarte, die zu Rabatten von 25 Prozent berechtigt. Der Zuspruch beschränkt sich aber nicht auf Menschen, deren finanzielle Situation nur dem Kauf von gebrauchten Gegenständen zulässt: „Unsere Kundschaft kommt von Anfang an aus allen sozialen Schichten. Darüber sind wir sehr glücklich“, erklärt Betriebsleiter Ulrich Levin.

Zu den gefragtesten Waren gehören Elektrogeräte wie Waschmaschinen und Kühlschränke, die kaum länger als ein paar Tage in den Verkaufsräumen bleiben. Neben günstigen Einkaufsmöglichkeiten bietet die Einrichtung zudem Langzeitarbeitslosen die Möglichkeit, sich beruflich zu qualifizieren. „Für viele Mitarbeiter ist das Kaufhaus außerdem ein Anker, der ihrem Leben nach jahrelanger Erwerbslosigkeit wieder Struktur gibt“, so Levin.

Im Jahr 2010 wurde „Tisch und Teller“ mit dem Sozialpreis der Stadt Flörsheim ausgezeichnet. Das Sozialkaufhaus hat neben dem laufenden Verkauf auch auf ungewöhnliche Angebote gesetzt: Lesungen und Ausstellungen fanden seit seiner Eröffnung in den Räumen des Gebrauchtwarenmarktes statt. Außerdem sammelte die Einrichtung Fahrräder, die für einen günstig Obolus an Flüchtlinge abgegeben wurden. Während einer mehr als einjährigen Spendenaktion wurden über 200 Drahtesel im Kaufhaus abgegeben. 188 Fahrräder konnten an Asylbewerber weiterverkauft werden. Die Abnehmer kamen unter anderem aus Flörsheim, Kriftel, Mörfelden, Rüsselsheim und Groß-Gerau.

Am Samstag, 4. Juli, feiert das Sozialkaufhaus in der Liebigstraße 6 sein fünfjähriges Bestehen mit einem Sommerfest. Der offizielle Teil mit Ansprachen und Grußworten beginnt um 13 Uhr. Außerdem stehen eine Theateraufführung und Live-Musik auf dem Programm. An diesem Tag werden alle Waren zwischen 10 und 18 Uhr zum halben Preis verkauft. Das Sozialkaufhaus hat montags bis freitags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Außerdem öffnet „Tisch und Teller“ an jedem ersten Samstag im Monat jeweils von 10 bis 14 Uhr.

(sas)

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