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Bevölkerungs-Statistik

MTK wächst langsamer als Frankfurt

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Im Juni waren 237 265 Bürger zwischen Main und Taunus gemeldet: Aus den Zahlen einer Statistik des Main-Taunus-Kreises geht hervor, dass die Region nicht so rasant wächst wie Frankfurt.

Die Bevölkerung des Main-Taunus-Kreises ist in der ersten Hälfte dieses Jahres um 296 Personen auf 237 265 gewachsen. Der Zuwachs verteilt sich aber ausgesprochen unterschiedlich auf die einzelnen Kommunen. In Flörsheim, Kelkheim und Hochheim gab es die deutlichsten Zuwächse, in einigen Kommunen ist die Bevölkerungszahl sogar rückläufig. Dies geht aus einer Statistik hervor, die der Main-Taunus-Kreis jetzt veröffentlicht hat.

Aber wie sind diese Zahlen einzuschätzen? Das Bevölkerungswachstum der Region ist in aller Munde. Die Wohnungen werden knapper und teurer, Straßen und Schienen sind immer weniger in der Lage, den Verkehr zu bewältigen. Und da bringt ein Vergleich mit Frankfurt ein Ergebnis, dessen Deutlichkeit schon überraschend ist. Denn im Main-Taunus-Kreis ist die Bevölkerung um 0,1 Prozent gewachsen, in Frankfurt aber um 0,9 Prozent im gleichen Zeitraum. Die Metropole wächst also neun mal so stark wie ihr Umland – und das, obwohl der Main-Taunus-Kreis zu den bevorzugten Wohnstandorten gehört.

Ungleiche Verteilung der Veränderungen

Die Veränderungen in der ersten Hälfte des Jahres 2018 sind ungleich verteilt, wie die Zahlen im Einzelnen zeigen: Bad Soden: 22 533 (Veränderung gegenüber Anfang 2018: -30), Eppstein 13 628 (-16), Eschborn 21 435 (+16), Flörsheim 21 373 (+113), Hattersheim 27 541 (+62), Hochheim 17 702 (+82), Hofheim 39 732 (+40), Kelkheim 28 976 (+147), Kriftel 11 248 (-24), Liederbach 8790 (-42), Schwalbach 15 340 (-82), Sulzbach 8967 (+30).

Wissen muss man zu diesen Zahlen noch, dass es sich fast um Momentaufnahmen handelt, nicht unbedingt um langfristige Trends. In Eppstein gab es einen fast sprunghaften Zuwachs, als das Baugebiet Hollergewann bezogen wurde, zuvor zeigte die Kurve eher nach unten. Wenig verändern dürften sich dagegen die unterschiedlichen Siedlungsstrukturen, die sich in der Bevölkerungsdichte niederschlagen. So kommen in Eppstein auf einen Quadratkilometer Stadtgebiet 563 Einwohner, das ist der niedrigste Wert. Am dichtesten besiedelt ist Schwalbach mit 2371 Einwohnern pro Quadratkilometer, gefolgt von Bad Soden (1795) und Eschborn (1767).

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