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Kommentar

Ein Geschmäckle bleibt

Natürlich ist es das gute Recht der Main-Taunus-CDU, ihren Parteitag für die Nominierung des Bundestagskandidaten auf den 9. November vorzuziehen – auch wenn der Kreisvorsitzende Axel Wintermeyer

Natürlich ist es das gute Recht der Main-Taunus-CDU, ihren Parteitag für die Nominierung des Bundestagskandidaten auf den 9. November vorzuziehen – auch wenn der Kreisvorsitzende Axel Wintermeyer zuvor einen Termin im Januar angekündigt hatte. Somit ist es schlicht und einfach Pech für Martin Heipertz, dass ihm kaum noch Zeit bleibt, sich im Wahlkreis bekannt zu machen.

Ein Geschmäckle bleibt am Vorgehen der CDU im Wahlkreis jedoch. Jedenfalls gibt es Insider, die sagen, dass mit der Verlegung des Nominierungstermins bewusst die Chance genutzt wurde, Martin Heipertz als Konkurrenten zum Vorstandsvorschlag Norbert Altenkamp elegant auszubremsen. Und wirklich überzeugend klingt die Argumentation der CDU-Granden für die Vorverlegung nicht. Zwar ist es gut möglich, dass der Landesverband darum gebeten hat, die Nominierungsparteitage in den hessischen Wahlkreisen bereits im Oktober oder November durchzuziehen. Eine Verpflichtung war diese Bitte indes nicht. Ohnehin haben sich die Main-Taunus-Christdemokraten auch bei anderen Gelegenheiten nicht unbedingt an anderen Kreisverbänden orientiert. Die Bitte kam ihnen auf jeden Fall sehr gelegen – zum Leidwesen von Martin Heipertz. Der Bewerber muss sich allerdings vorwerfen lassen, mit seinen Bundestagsplänen viel zu spät an die führenden Christdemokraten im Main-Taunus-Kreis herangetreten zu sein.

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