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Marco (links) und Sebastian Urban leben seit drei Jahren in Griesheim in einem kleinen Reihenhaus an der Elsterstraße und öffnen morgen ihren Garten für Besucher. Dort blühen nur Blumen, Bäume und Sträucher in Weiß, Rot und Nuancen von Rosa.

Garten

Griesheims versteckte Gärten

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Egal ob Nutzgarten oder einfach zum Wohlfühlen, als Rückzugsort oder zum Spielen für die Kinder: Dass Gartenliebhaber mit Kreativität und Leidenschaft ihre grünen Oasen gestalten, wird beim morgigen „Tag der offenen Höfe & Gärten“ in Griesheim sichtbar.

Shiva blickt von der Terrasse aus auf den 145 Quadratmeter großen Garten hinter dem Haus in der Elsterstraße 39. Die Hündin von Sebastian und Marco Urban genießt sichtbar die Möglichkeiten, die ihr die das grüne Kleinod bietet. „Als wir hier mit dem Umbau starteten, sahen Garten und Haus noch ganz anders aus“, erzählt Sebastian Urban. Viel Arbeit und Leidenschaft haben die beiden seitdem in die Gestaltung gesteckt.

Die Farbe des Hauses ist in einem kräftigen Rot gehalten. Rot ist auch im Konzept des Gartens zu finden, das Sebastian Urban für die Fläche entwickelt hat. Dort nämlich wachsen nur Blumen, Sträucher und Bäume, die weiß oder in verschiedenen Rottönen und Nuancen von Rosa blühen oder rote Blätter haben.

Sebastian Urban ist sichtlich stolz auf sein Werk : Er hat den Garten zu einem Ort des Wohlfühlens gemacht, an dem sich jeder gerne aufhält. Jetzt beteiligen die beiden sich erstmals am „Tag der offenen Höfe & Gärten“ in Griesheim. An insgesamt 13 Standorten öffnen morgen, 20. Mai, von 13 Uhr bis 18 Uhr Gartenliebhaber aus dem Stadtteil ihre Kleinode für die Öffentlichkeit (siehe Box).

Die Veranstaltung wird von Erika Rech und Ursula Schmidt organisiert. Die beiden möchten Gartenliebhaber miteinander in Kontakt bringen, schöne, unbekannte Ecken von Griesheim sichtbar machen und den Austausch fördern. Entstanden ist die Idee hierzu bereits 2014, initiiert durch die Gruppe „Aktive Nachbarn“ und mit Unterstützung des Quartiersmanagements des Internationalen Bundes (IB), das dieses Projekt begleitet.

Zurück zum Garten in der Elsterstraße 39. Sebastian Urban kann hierzu einiges erzählen und freut sich schon auf den Austausch mit anderen Gartenliebhabern. „Als wir vor drei Jahren hierher kamen, war der Garten sehr dunkel. Das wollte ich ändern“, erklärt er. In Absprache und mit Unterstützung der Nachbarn sei die Fläche gestaltet worden. „Wir haben den Garten komplett umgegraben“, schildert er weiter. Auf zahlreichen Fotografien hat er den Gestaltungsprozess dokumentiert. „Den Ordner legen wir am Samstag für die Besucher aus“, kündigt er an.

Noch nicht lange leben die beiden im nördlichen Teil von Griesheim. Und fühlen sich dort richtig wohl, vor allem auch, wie sie sagen, „wegen der tollen Nachbarschaft“. Die Urbans finden den „Tag der offenen Höfe & Gärten“ eine richtig tolle Idee. „Im vergangenen Jahr haben wir die Tour mitgemacht, nachdem wir den Flyer beim Bäcker entdeckt haben“, sagt Sebastian Urban. „Es gab einen guten Austausch mit anderen und wir haben neue Ideen für die Gartengestaltung kennengelernt.“ Diese Erfahrungen haben sie dazu motiviert, in diesem Jahr ihren eigenen Garten zu öffnen.

Damit Sebastian Urban auch weiß, wie die Blumen, Sträucher und Bäume heißen, die er gepflanzt hat, hat er die Schilder ebenfalls in einen Ordner einsortiert, den er den Besuchern zur Verfügung stellt. „Ich habe viele winterharte Staudengewächse im Garten gepflanzt.“ Dazu zählen Hortensien, der Sonnenhut oder bestimmte Sorten von Azaleen oder Chrysanthemen. Sebastian Urban freut sich auf den morgigen Tag: „Ich möchte anderen Menschen gerne auch meine Ideen zeigen und mich austauschen“, betont er.

Ganz anders zeigt sich der Garten von Pia und Martin Beyl, der sich hinter dem Haus in der Link-straße 58 versteckt. Die Apotheker-Familie aus Griesheim hat die Pflanzen in ihrer grünen Wohlfühl-Oase unter dem Aspekt der

Heilpflanzen und Kräuter

betrachtet und beschriftet.

„Wir haben unseren Garten nicht speziell als Heilpflanzen- und Kräutergarten angelegt“, erklärt Pia Beyl. In jedem Garten gebe es Pflanzen, deren Wirkstoffe auch in der Medizin eingesetzt würden. Als Beispiele nennt sie etwa Johanniskraut oder den Efeu. „

Heilpflanzen und Kräuter

, die überall zu finden sind“, lautet auch das Thema eines Vortrages, den die Apotheker ab 14 Uhr und ab 16 Uhr in ihrem Garten halten werden.

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