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Hattersheim: Tigermücken-Alarm im Stadtteil

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So sieht die Stechmücke aus, die sich nun anscheinend auch in Eddersheim heimisch fühlt. FOTO: dpa
So sieht die Stechmücke aus, die sich nun anscheinend auch in Eddersheim heimisch fühlt. © picture alliance / dpa

Zwei eingesandte Exemplare der asiatischen Stechmücke wurden vom Hessischen Landesprüfungsamt bereits identifiziert.

Hattersheim – Sie ist winzig klein, fliegt und kann Auslöser von schweren Krankheiten sein, auch wenn das Risiko, dass sie tropische Krankheitserreger an ihre „Stech-Opfer“ weitergibt, von Experten als gering eingestuft wird: die asiatische Tigermücke. Dem Hessischen Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen (HLPUG) wurden zwei Exemplare der asiatischen Tigermücke zugesandt und eindeutig identifiziert. Die beiden Stechmücken wurden im Stadtteil Eddersheim entdeckt.

Die asiatische Tigermücke ist eine Stechmückenart, die ursprünglich aus Südostasien stammt und eigentlich nicht in Hessen vorkommt. Sie wurde jedoch in den vergangenen Jahren durch den globalen Handels- sowie Reiseverkehr weltweit verbreitet. Unter den derzeit sich stark wandelnden Klimabedingungen kann sich die Stechmücke auch in Hessen vermehren und überwintern, sind sich Fachleute sicher.

Mit einer Körpergröße von einem halben bis einem Zentimeter ist die tagaktive und stechfreudige asiatische Tigermücke kleiner als die meisten ansässigen Stechmücken. Ein auffälliges schwarz-weiß gestreiftes Muster am ganzen Körper sowie eine deutliche weiße Linie an Kopf und Rücken helfen bei der Identifizierung. Die asiatische Stechmückenart gilt als sehr „vektorkompetent“, das heißt, sie ist in der Lage, einige tropische Krankheitserreger von Mensch zu Mensch zu übertragen. Da sowohl die asiatische Tigermücke wie auch die Krankheitserreger nur vereinzelt vorkommen, ist das Risiko einer Krankheitsübertragung in Deutschland sehr gering.

In Hessen wurde die Asiatische Tigermücke bereits mehrfach nachgewiesen. Sie gilt als möglicher Überträger von gefährlichen Krankheiten. Experten warnen. Bill Gates bezeichnete sie einst als „tödlichstes Tier der Welt“.

Tigermücke in Hattersheim entdeckt: Bürgermeister ruft Bürger zur Mithilfe auf

So ruft Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) die Eddersheimer Bürgerinnen und Bürger nun zur Mithilfe auf: „Um die Gesundheitsrisiken gering zu halten, sind Maßnahmen zur Vorbeugung, Überwachung und Bekämpfung der asiatischen Tigermücke dringend erforderlich. Es ist notwendig die Verbreitung der Stechmücke in Hattersheim zu kontrollieren und allenfalls zu verhindern.“

Als potenzielle Brutstätten gelten kleine, künstliche Wasseransammlungen wie zum Beispiel Regentonnen, Blumenvasen, Blumentopfuntersetzer oder verstopfte Regenrinnen - diese gilt es möglichst zu beseitigen. Der Fund einer asiatischen Stechmücke sollte sofort an das Gesundheitsamt oder dem HLPUG gemeldet und bei Notwendigkeit auch eingeschickt werden. Weitere Informationen können im Internet unter der folgenden Adresse https://www.hattersheim.de/files/Mediathek/PDF/Infomaterial/Infoblatt_Tigermuecke.pdf des HLPUG zur asiatischen Tigermücke entnommen werden.

Zur Hilfestellung für Grundstückseigentümer, sowie für Bewohner zur Prävention und Bekämpfung der asiatischen Tigermücke auf Siedlungsflächen steht außerdem eine entsprechende Liste mit Tipps zur Verfügung. red/meh

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