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Die Rußflecken am Hochhaus an der Sindlinger Straße sind unschwer zu erkennen.

Großaufgebot der Feuerwehr

Bewohner schuld am Feuer in Hattersheim?

Nur rund 90 Minuten nach dem Feuer in Weilbach mussten die Wehren mit einem Großaufgebot in Hattersheim ausrücken. Die Polizei hat einen 42 Jahre alten Bewohner festgenommen. Er soll den Brand fahrlässig verursacht haben.

Nur rund eineinhalb Stunden nach dem gegen 6 Uhr ausgebrochenen Großfeuer in der Lagerhalle in Weilbach folgte in den Städten am Main die nächste Brandmeldung. Im dritten Stock eines 17-stöckigen Wohnhauses an der Sindlinger Straße war ebenfalls ein Feuer ausgebrochen, „was sich aus der betroffenen Wohnung heraus schnell auf den Balkon ausbreitete“, teilte die Polizei gestern mit. Auch in diesem Fall habe der Brand eine starke Rauchentwicklung erzeugt, „die das Treppenhaus ohne erforderliche Schutzausrüstung unzugänglich machte“.

Noch während der Brandbekämpfung mussten viele Bewohner des Hauses, in dem 182 Menschen gemeldet sind, über eine Drehleiter von ihren Balkonen gerettet werden. Die Löscharbeiten erfolgten durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr mit entsprechender Schutzausrüstung sowohl von außen, als auch aus dem Inneren des Hauses heraus.

Schnell war klar, dass das Feuer in der Wohnung eines polizeibekannten 42 Jahre alten Mannes im dritten Stock des Hauses ausgebrochen war. Dieser flüchtete zunächst, konnte jedoch im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung von Polizeibeamten festgenommen werden. „Er befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam, konnte jedoch bisher noch nicht vernommen werden. Es besteht der dringende Tatverdacht, dass der Mann das Feuer in seiner Wohnung zumindest fahrlässig verursacht hat. Dazu wurden weitere kriminalpolizeiliche Ermittlungen eingeleitet“, informiert ein Sprecher der Polizei.

Nach bisherigem Stand erlitten mindestens drei Personen Rauchgasverletzungen. Die Feststellung zu Verletzten sei jedoch noch nicht abschließend, informierte die Polizei gestern. Dies gelte auch für die Einschätzung des entstandenen Sachschadens. Nach Mitteilung der Einsatzleitung der Feuerwehr waren die Stockwerke 2, 3 und 4 in dem Haus gestern gesperrt. Die dritte Etage ist auf unbestimmte Zeit nicht bewohnbar. Die Löscharbeiten waren gegen 11 Uhr abgeschlossen. Jedoch seien umfangreiche Nachlöscharbeiten und die Belüftung des Hauses erforderlich, betont die Polizei. Die aus dem Haus geretteten Bewohner wurden von Helfern betreut.

(hk)

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