Stadtverordnetenvorsteher Günter Tannenberger infizierte sich zwar mit SARS-CoV-2 angesteckt, hatte aber keinerlei Symptome.
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Stadtverordnetenvorsteher Günter Tannenberger infizierte sich zwar mit Sars-CoV-2, hatte aber keinerlei Symptome.

Pandemie

Mit Corona infiziert und großes Glück gehabt

  • Niklaus Mehrfeld
    vonNiklaus Mehrfeld
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Kommunalpolitiker Günter Tannenberger aus Hattersheim hat sich mit Corona infiziert. Wo er sich angesteckt hat, bleibt ein großes Rätsel. Nun hofft er auf eine baldige Impfung.

Hattersheim – Die Corona-Pandemie betrifft alle Menschen. Bei denen, die das Virus erwischt hat, sind die Auswirkungen völlig unterschiedlich, Krankheitsverläufe haben nicht immer das gleiche Muster. Einer derjenigen Menschen, die sich angesteckt haben, ist Günter Tannenberger. Der ehrenamtlich als Stadtverordnetenvorsteher engagierte Mann hatte dabei viel Glück. So musste der 80-Jährige nicht in ein Krankenhaus gebracht werden und gilt inzwischen als genesen. Auch seine Ehefrau Anita (76) hat alles gut überstanden. Wie die beiden ihre Zeit in häuslicher Quarantäne erlebt haben, erzählt der Okrifteler.

Corona: Positives Testergebnis war kleiner Schock

Angefangen hat es mit einem Schnupfen und mit Husten bei seiner Gattin. So wie bei einer leichten Grippe oder Erkältung eben, erklärt Günter Tannenberger. Nachdem sich seine Frau auf Anraten ihres Hausarztes einem Corona-Test unterzog, kam das für sie überraschende Ergebnis: positiv. Im ersten Moment sei dies schon ein kleiner Schock gewesen. Aufgeregt oder panisch seien sie deshalb aber nicht gewesen, sagt Tannenberger.

Seine Kinder hätten aber darauf gedrängt, dass er am nächsten Tag ebenfalls zum Arzt gehen und einen Test machen lassen sollte - prompt war das Ergebnis ebenfalls positiv. „Ich hatte großes Glück. Ich habe weder Fieber noch Schnupfen noch sonst etwas gehabt“, erzählt der 80-Jährige.

Corona-Infektion: Zweiwöchige Quarantäne beginnt

Nachdem sich das Gesundheitsamt gemeldet und nach Kontaktpersonen des Ehepaars gefragt hatte, war dann die Zeit einer zweiwöchigen Quarantäne angebrochen. „Wir haben gegrübelt, wo wir uns angesteckt haben könnten. Doch wir sind zu keinem schlüssigen Ergebnis gekommen“, erzählt der ehemalige Versicherungskaufmann. Zwar lebte das Paar während dieser Zeit sehr zurückgezogen. Doch soziale Kontakte per Telefon und E-Mail gab es schon noch fortwährend. „Direkten Kontakt hatten wir während dieser Zeit mit niemandem. Eine liebe Nachbarin und unsere Kinder haben für uns eingekauft und Sachen dann vor die Tür gestellt oder ans Fenster gebracht“, sagt der begeisterte Fassenachter.

Hat das ständige Nachdenken in einer isolierten Situation über eine mögliche Infektionsquelle etwas gebracht? „Nein“, gibt der stets verbindlich auftretende Mann zu. Es sei ihm heute noch völlig rätselhaft, wo und wann er und seine Ehefrau sich angesteckt haben könnten.

Corona und Kommunalpolitik: Viele Dinge per Telefon geklärt

Auch die Tatsache, dass er sich in seiner Eigenschaft als Kommunalpolitiker hin und wieder mit anderen Personen getroffen habe, konnte nicht zur Erhellung des Infektionsgeschehens beitragen. Denn fast alles wurde - außer wenigen Sitzungen mit bewusst dezimierter Teilnehmerzahl - telefonisch abgewickelt, erläutert Günter Tannenberger. Auch mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung halte er ausschließlich telefonisch den Kontakt. Das funktioniere alles sehr gut, wie auch die ebenfalls per Telefon durchgeführten Präsidiumssitzungen.

Dass seine Ehefrau und er ein Riesenglück hatten, die Ansteckung mit Coronaviren ohne schweren Krankheitsverlauf und Klinikaufenthalt überstanden zu haben, erfüllt den Christdemokraten mit „großer Dankbarkeit“. Für ihn ist es ganz klar, dass er sich impfen lassen wird. „Ich habe schon den Brief von der Krankenkasse bekommen“, erzählt er.

Dies wird aber wohl erst Anfang Februar der Fall sein. Bisher wurde der 19. Januar als Start für das Impfen auf dem Gelände am Kastengrund genannt. Der Impf-Beginn musste aber mangels Impfstoff verschoben werden. (Niklaus Mehrfeld)

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