Neue Leiterin

Elisabeth Pichal möchte Miteinander in der Seniorenresidenz verbessern

Elisabeth Pichal ist seit 1. Juni die neue Einrichtungsleiterin der Seniorenresidenz Hattersheim. Mit Erfahrung und Herzenswärme engagiert sie sich für Senioren und deren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Es hat sich einiges geändert, seitdem Elisabeth Pichal am 1. Juni die Leitung der Seniorenresidenz im Mühlenviertel 1 in Hattersheim übernommen hat. Sie möchte den Senioren mit ihren Ideen gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Ihr zur Seite steht Adil Zine, der die Pflegedienstleitung der Einrichtung innehat. „Doch wir haben hier nicht nur pflegebedürftige Menschen“, sagt Leiterin Pichal. Sie weiß um die Notwendigkeit einer kompetenten, individuellen Pflege, hat den Beruf selbst von der Pike auf gelernt. Nicht jeder in der Residenz wohnende Mensch sei per se pflegebedürftig. „Jeder Bewohner ist anders“, sagt sie. Ihr Ziel: „Alle Leute sollen sich hier wohlfühlen.“

Deshalb hat Elisabeth Pichal bereits viele Änderungen zum Wohle der Bewohner unternommen. Die Resonanz ist positiv. Mit einer fröhlichen, unkomplizierten Einstellung und dem Willen, etwas zu bewegen, hat sie in der Vergangenheit bereits die Eduard-Schwerzel-Einrichtung auf Vordermann gebracht.

Ihr Rezept: „Das gesellschaftliche Leben in die Einrichtungen bringen und Teilhabe und Miteinander zwischen Senioren und Bürgern fördern.“ Alte Menschen dürften nicht am Rand der Gesellschaft stehen. Im Gegenteil. „Warum sollte man sich im Alter nicht mehr wohlfühlen dürfen? Jeder wird mal alt“, so die Leiterin. 118 Plätze hat die Einrichtung. Jeder Bewohner hat seine eigene Wohnung, die er persönlich nach seinem Geschmack einrichten kann.

Kochen muss man nicht. Dafür gibt es einen Speisesaal. Den hat Elisabeth Pichal umgeräumt und verschönert. Der Speisebereich gleicht einem Restaurant. In warmen Farben gestrichen, stehen Tischgruppen im Raum verteilt. Darauf Blumenschmuck, Tischdecken und Namenskärtchen. Neben der Dekoration „haben wir auch unsere Küche verbessert und sind jetzt von der IHK (Industrie- und Handelskammer) als Ausbildungsstätte für Köche anerkannt“, sagt Pichal stolz. „Das Essen hat sich enorm verbessert“, erklärt Waltraud Gottlass. Sie wohnt wie auch Barbara Kleinschmitt in der Residenz. Beide fühlen sich wohl, sitzen am Mittagstisch zusammen. Barbara Kleinschmitt: „Frau Pichal hat schon vieles hier geändert. Ich finde es gut, dass Freunde kommen dürfen und die Kommunikation nach außen gefördert wird.“

Die Kommunikation nach draußen fördert die neue Leiterin auf verschiedene Weise. „Jeder darf selbstverständlich gerne zu uns kommen“, sagt sie. Das bezöge auch das Essen ein. „Man kann bei uns Mittagessen, auch wenn man nicht hier wohnt.“ Dieses Angebot nutzen bereits einige Bürger und förderten damit soziale Kontakte. „Auch die von mir neu eingeführte Caféteria im Empfangsbereich fördert diesen Aspekt“, so die Leiterin. Zuvor sei dort nur ein tristes Sofa gewesen. Jetzt strahlt der Bereich in den gleichen Rottönen des Restaurants. An Bistrotischen könnten Bewohner und Bürger das Tagesgeschehen beobachten „und sich zu einer Tasse Kaffee verabreden“, erklärt Elisabeth Pichal.

Soziale Angebote, wie das bald schon nahende Herbstfest oder ein Oktoberfest sowie Stammtisch- Bingo- oder Skatrunden stehen auf Elisabeth Pichals Programmplanung. Adil Zine unterstützt die neue Leiterin. „Qualitativ ist hier alles besser geworden. Die verschiedenen Bereiche arbeiten gut und motiviert zusammen. Die soziale Kontaktpflege strahlt auch auf die Mitarbeiter ab.“ Bewohner und Pflegepersonal fühlten sich durch die frischen Ideen, die Elisabeth Pichal mit Herz umsetze, sichtlich wohl.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare