Glockwiesenweg

Feuer zerstört mehrere Gartenhütten

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Sachschaden im fünfstelligen Bereich entstand gestern früh bei einem Feuer in der Gartenkolonie im Glockwiesenweg. Zwei Gartenhütten wurden völlig zerstört, vier weitere erheblich beschädigt.

Am frühen Donnerstagmorgen wurde die Feuerwehr in den hinteren Teil der Kleingartenanlage am Glockenwiesenweg gerufen. Anwohner hatten gegen 4 Uhr einen Feuerschein im Bereich der Gartenhütten Richtung Sindlingen gesehen und daraufhin die Feuerwehr alarmiert. Die Einsatzkräfte mussten jedoch erst einmal erkunden, wo genau der Brandort ist, erklärte gestern Stadtbrandinspektor David Tisold.

Die Zufahrt zu dem Brandort in dem Gelände war sehr beengt und Zäune mussten aufgebrochen werden, um schließlich an die brennenden Gartenhäuschen zu gelangen. Genügend Zeit für die Flammen, sich in den Hütten auszubreiten, in denen teilweise auch noch Gasflaschen standen. Erschwerend kam hinzu, dass die Wasserversorgung nur unzulänglich war. Deshalb wurde mit einigen Tankfahrzeugen ein Pendelverkehr eingerichtet. Dabei wurden die Hattersheimer Feuerwehrleute von den Kollegen aus Hofheim mit ihrem Großtanklöschfahrzeug (GTLF) unterstützt.

Trotzdem konnten die 52 Feuerwehrleute nicht verhindern, dass zwei Gartenhütten völlig ausbrannten, vier weitere wurden auch noch erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Auch mehrere Trupps unter Atemschutz, darunter auch nachgeforderte Kräfte der Feuerwehr Hofheim, waren in den frühen Morgenstunden zur Bekämpfung des Brandes im Einsatz. Es waren auch vier Rettungswagen vor Ort, der immer dann alarmiert werden, wenn die Wehrleute mit Atemschutzgeräten das Feuer bekämpfen. Verletzt wurde niemand.

Die Wehrleute konnten etwa 50 Vögel retten, die in einer Gartenhütte untergebracht waren. Darunter waren Tauben, Wachteln und auch Sittiche. Für einige von ihnen kam allerdings jede Hilfe zu spät, sie verendeten in den verrauchten Räumen.

Insgesamt sind sechs Gartenlauben dem Feuer zum Opfer gefallen oder wurden stark beschädigt. Gegen 8.30 Uhr verließen die letzten Einsatzkräfte die Einsatzstelle.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei deutet alles darauf hin, dass das Feuer aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrochen war. Aufgrund der starken Brandschäden gestalteten sich die Ermittlungen zur Brandursache schwierig. „Wir ermitteln noch in alle Richtungen“, so Polizeisprecher Johannes Neumann gestern Nachmittag. Fahrlässigkeit oder auch ein technischer Defekt könnten derzeit noch nicht ausgeschlossen werden. Allerdings kommt auch Brandstiftung infrage. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der entstandene Schaden auf mindestens 25 000 Euro.

Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizei in Hofheim. Sachdienliche Hinweise von Zeugen, werden unter der Telefonnummer (0 61 92) 2079-0 entgegen genommen.

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