Ein Paketbote der Deutschen Post DHL liefert ein Paket ab. Besonders während der Corona-Pandemie kommt es zu mehr Paketlieferungen.
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Ein Paketbote der Deutschen Post DHL liefert ein Paket ab. Besonders während der Corona-Pandemie kommt es zu mehr Paketlieferungen.

Hattersheim bei Frankfurt

Deutsche Post: Briefzustellung verärgert Anwohner – Die Ursache bleibt ein Rätsel

In Hattersheim gibt es Ärger für die Deutsche Post. Es gibt Probleme bei der Briefzustellung. Kreditkarten müssen gesperrt werden.

Eddersheim – Nicht immer ist der Gang zum Briefkasten erfreulich. Es gibt Nachrichten oder Rechnungen, die die Empfänger lieber nicht geöffnet hätten - dennoch ist es wichtig, dass auch diese Post den Weg zu den Adressaten findet. Denn wenn Briefe fälschlicherweise nicht zugestellt werden, droht letztlich noch mehr Ärger. Diese Erfahrung musste der Eddersheimer Volker Borchers bereits mehrfach machen. Dem Kreisblatt hat er von seinen Problemen mit der Deutschen Post berichtet - in der Hoffnung, dass ähnliche Pannen künftig ausbleiben.

Volker Borchers jüngstes Erlebnis beginnt in einem Baumarkt. Es müsse rund zwei Wochen her sein, dass er mit seiner Kreditkarte an der Kasse stand und eine böse Überraschung erlebte, erzählt der Eddersheimer. Als er bezahlen wollte, habe sich nämlich herausgestellt, dass seine Karte gesperrt wurde. Eine ärgerliche Erfahrung. Doch was hat die Geschichte mit der Postzustellung zu tun? Dies erfuhr Volker Borchers auch erst, als er bei seinem Kartenservice anrief. Dort habe man ihm mitgeteilt, dass zwei Kontoauszüge, die an ihn adressiert waren, als „unzustellbar“ zurückgesendet wurden. Die Kreditkarte habe daraufhin als herrenlos gegolten und sei gesperrt worden. „Zum Glück hatte ich im Baumarkt genug Bargeld dabei“, sagt der Eddersheimer.

Deutsche Post: Zustellungsprobleme haben Konsequenzen für Anwohner

Die Kreditkartenrechnung war nicht der erste Fall, in dem Borchers folgenschwere Probleme mit der Post hatte. In den vergangenen Jahren sei es auch schon vorgekommen, dass eine Vereinsmitgliedschaft eingestellt wurde, weil der Eddersheimer die Beitragsrechnung nicht erhielt. Auch ein Zeitschriften-Abo sei ausgesetzt worden, nachdem die entsprechende Zahlungsaufforderung nicht in seinem Briefkasten gelandet war, erzählt der verärgerte Kreisblatt-Leser, dessen Misstrauen geweckt ist. Die beobachteten Fälle seien nur die Momente, in denen die Zustellungspannen auffielen, weil sie direkte Folgen nach sich gezogen haben. Der Eddersheimer befürchtet, dass es noch weitere Pannen gegeben hat. Was fehlt, könne man schließlich nur schwer feststellen. „Man ahnt ja nicht, dass da Sachen zurückgegangen sind“, so Volker Borchers.

Unübersehbar ist das Straßenschild "Giselherstraße" - trotzdem funktioniert die Postzustellung für einen Anwohner öfters nicht.

Warum Briefe manchmal nicht bei ihm ankommen, ist Volker Borchers ein Rätsel. Der Eddersheimer wohnt in der Giselherstraße zwischen Nibelungenstraße und Gunterring. Die einzige Besonderheit seiner Wohnsituation besteht darin, dass sein Haus das einzige mit Adresse in der Giselherstraße ist. Das sollte jedoch kein Problem sein: „Das Straßenschild ist da“, betont Borchers. An seinem Haus gebe es außerdem ein Namensschild und eine große schmiedeeiserne Hausnummer. Auch im Internet lässt sich das Haus problemlos finden. Wieso die Post manchmal Schwierigkeiten hat, bleibt unklar. Volker Borchers vermutet, dass sein Haus immer dann übersehen wird, wenn Aushilfskräfte die Postverteilung übernehmen.

Deutsche Post: Empfänger haben keine Chance Verbleib von Briefen zu ermitteln

Ein Anruf bei der Post stellte den Eddersheimer nicht zufrieden. Dort habe man ihn belehrt, dass man als normaler Empfänger keine Möglichkeit habe, dem Verbleib eines Briefes nachzuspüren. Das bestätigte gestern auch ein Postsprecher auf Nachfrage dieser Zeitung. „Mit demjenigen, der die Briefmarke aufklebt, haben wir den Vertrag“, hieß es aus der Pressestelle, wo sich der Mitarbeiter über den Fall des Eddersheimer wunderte. Die Post werde dem Problem nachgehen.

Volker Borchers hofft derweil, dass nicht noch weitere wichtige Briefe an seinem Briefkasten vorbeigetragen werden. „Man stelle sich nur mal vor, der Kfz-Steuerbescheid kommt nicht an“, gibt Borchers zu bedenken. „Die Polizei findet meine Adresse dann bestimmt.“ (sas)

Erst kürzlich warf eine falsche Zustellung der Deutschen Post Fragen auf. Eine wichtige Lieferung landete in einem falschen Land.

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