Die Massenflucht von DDR-Bürgern aus Ungarn und der CSSR im Jahr 1989 veranlasste viele Menschen in der DDR, gegen die Politik des SED-Regimes zu protestieren. Das Foto zeigt Teilnehmer einer Montagsdemonstration in Leipzig.
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Die Massenflucht von DDR-Bürgern aus Ungarn und der CSSR im Jahr 1989 veranlasste viele Menschen in der DDR, gegen die Politik des SED-Regimes zu protestieren. Das Foto zeigt Teilnehmer einer Montagsdemonstration in Leipzig.

Historie

Die friedliche Revolution

Hattersheim: Freiluft-Ausstellung zur Wiedervereinigung vor 30 Jahren

Hattersheim -In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 fiel die Berliner Mauer - 28 Jahre lang war sie das Sinnbild für die deutsche Teilung. Der Mauerfall läutete das Ende des Kalten Krieges und den Zerfall der Sowjetunion ein. Nach Unterzeichnung des Einigungsvertrages am 31. August 1990 und des Zwei-plus-Vier-Vertrages am 12. September 1990 zwischen den beiden deutschen Staaten und den vier Siegermächten des Zweiten Weltkriegs wurde die äußere und innere Souveränität des vereinten Deutschlands endgültig bestätigt.

Vor knapp 30 Jahren, am 3. Oktober 1990, trat der Einigungsvertrag schließlich in Kraft. Drei Jahrzehnte ist es nun her, dass die Deutschen die Wiedervereinigung feierten; ein langer und schwieriger Prozess, der bis heute andauert: Ost und West sind weiter als Kategorien fester Bestandteil des aktuellen Diskurses zur Thematik. Das Jahr 1990 hingegen war noch weithin von Euphorie geprägt. Wer vergisst schon die Bilder von Menschen aus Ost und West, die sich in den Armen lagen.

Im Jubiläumsjahr der Wiedervereinigung zeigt die Stadt Hattersheim die Ausstellung "Von der friedlichen Revolution zur deutschen Einheit", herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer. Am Bauzaun an der Untertorstraße am Bahnhof kann die 20 DIN-A 1-Tafeln umfassende Freiluft-Ausstellung vom 28. September bis zum 11. Oktober besucht werden.

In Form von Schlaglichtern wird über die Entwicklungen der Jahre 1989/90 informiert - von der Fälschung der DDR-Kommunalwahlen, über die Fluchtbewegungen, die Massenproteste bis hin zur deutschen Einheit. Zu sehen sind mehr als 100 zeithistorische Dokumente und Fotos. QR-Codes verlinken zu 18 Videointerviews mit Akteuren aus jenen Jahren. "Ein wesentliches Thema der deutschen Zeitgeschichte wird hier in Wort und Bild erfahrbar", erklärt sich Erster Stadtrat und Kulturdezernent Karl Heinz Spengler (FWG). "Wie kam es zum Mauerfall? Welche Etappen mussten auf dem Weg hin zur deutschen Einheit bewältigt werden? All diese Fragen werden in der Ausstellung beantwortet", meint Karl Heinz Spengler dazu.

Es gelten die Abstands- und Hygieneregeln gemäß den Verordnungen zur Bekämpfung der Coronaviren des Landes Hessen. Beim Besuch der Ausstellung ist ein Mindestabstand von 1,5 Meter einzuhalten. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird dringend empfohlen. hk

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