Hier geht es entlang zum Impfzentrum auf dem Kastengrund-Areal an der Landstraße zwischen Hattersheim und Weilbach. Foto: Sascha Kröner
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Hier geht es entlang zum Impfzentrum auf dem Kastengrund-Areal an der Landstraße zwischen Hattersheim und Weilbach.

Impfen gegen Corona

Geduld ist weiter notwendig

  • Niklaus Mehrfeld
    vonNiklaus Mehrfeld
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Beim Anmelden für Impftermine hakt es oft, monieren Leser

Die Vergabe von Impfterminen ist nach wie vor mit Unwägbarkeiten versehen. Vor allem für Impfwillige, die nicht über das Internet ihre Anmeldungen bewerkstelligen, sondern dies per Telefon erledigen möchten. Probleme gibt es zum einen deshalb, weil zum Beispiel Anrufer, die sich unter der Telefonnummer 116 117 anmelden können, Geduld aufbringen müssen, bis ein entsprechender Anruf entgegengenommen wird. Zum anderen ist die Zusage von Impfterminen immer noch abhängig von den vorhandenen Impfstoffen.

Während es in einigen anderen Ländern unkompliziert ist, sich in einer Apotheke oder einem Impfzentrum ohne Anmeldung impfen zu lassen, wird hierzulande erst einmal der Impfstoff-Mangel verwaltet. In den vergangenen Tagen hatten sich, nachdem seit Dienstag die sogenannte zweite Priorisierungsgruppe an der Reihe war, einige Anrufer bei der Stadtverwaltung gemeldet und wegen Impfterminen nachgefragt, weil sie bei der dafür zuständigen Rufnummer nicht durchkamen. Auch bei dieser Zeitung beklagten sich Anrufer darüber, dass mit der bekannten 116 117-Nummer keine Verbindung zustande gekommen sei.

Nachmittags anrufen ist manchmal besser

Bei einem Testanruf stellte sich heraus, dass morgens tatsächlich die Telefonnummer überlastet war. Eine Ansage wies darauf hin, dass es besser sei, wegen des Andrangs nachmittags anzurufen. Unter die zweite Priorisierungsgruppe für einen Impftermin fallen hauptsächlich Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben, Personen, bei denen ein hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit Corona-Viren besteht, sowie Personen, die aufgrund ihres Berufes besonders geschützt werden sollen, wie beispielsweise Erzieher in Kindertagesstätten oder Mitarbeiter der Polizei. Eine genaue Beschreibung der Priorisierungsgruppen ist unter https://corona-impfung.hessen.de/faq/registrierung-f%C3%BCr-zweite-impfgruppe-ab-sofort-m%C3%B6glich ersichtlich. Eine Registrierung für einen Impftermin ist entweder über das Onlineportal https://impfterminservice.hessen.de/ oder über die telefonische Hotline unter den Rufnummern (06 11) 5 05 92 888 und 116 117 möglich.

Wie die Stadtverwaltung weiterhin mitteilte, wird - anders als bisher üblich - der Impftermin nun aber nicht mehr direkt am Telefon vergeben. Stattdessen findet zunächst eine Registrierung aller Impfwilligen statt. Anschließend werden die Termine für Erst- und Zweitimpfung automatisch per Post oder per E-Mail zugesendet.

Sollte der Terminvorschlag nicht passen oder ein Termin für Paare vereinbart werden, könnten danach Umbuchungen jederzeit online oder telefonisch erfolgen.

Vergabe nach dem Zufallsprinzip

Grundsätzlich laufe die Terminvergabe "innerhalb der Priorisierungsgruppe durch die Vergabesoftware nach Alter fallend und nach dem Zufallsprinzip und richtet sich stets nach den verfügbaren Impfdosen", erklärte die Verwaltung weiter. Da Termine stets in Abhängigkeit vom verfügbaren Impfstoff vergeben werden, könnten bis zur Zuweisung eines Termins manchmal mehrere Wochen vergehen. Weder die Mitarbeiter des Landes Hessen noch der Stadt Hattersheim könnten die Reihenfolge der Impfungen beeinflussen oder Impftermine vergeben, betonte eine Sprecherin der Stadtverwaltung.

Es sei weiterhin für die Zugehörigen der ersten Priorisierungsgruppe möglich, Impftermine zu vereinbaren. Auch für diese Gruppe erfolge die Terminvergabe wie oben beschrieben nach dem neuen Prinzip.

"Es bleibt ein steiniger Weg, den wir gemeinsam gehen müssen, bis wir eine signifikante Impfquote erreichen können, die uns alle aufatmen lassen kann. Es stimmt mich jedoch zuversichtlich, dass sich die Impfbereitschaft auf einem sehr hohen Niveau bewegt", zeigte sich Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) optimistisch. "Wir alle wissen um die technischen Probleme, die im Zusammenhang mit der Impfterminvergabe auftreten können", erläuterte der Rathauschef. "Ich bitte Sie daher in dieser Hinsicht um Geduld und Durchhaltevermögen", appellierte der Bürgermeister an die Impfwiligen.

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