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Der Weg am Mainufer in Okriftel wird gerne von Radlern genutzt.

Verkehr

Grüne fordern Radwegenetz

Anregungen sind willkommen: Kommunalpolitiker möchten sich Ideen von Bürgern anschauen.

Hattersheim -Derzeit treibt die Corona-Krise mehr denn je die Menschen ins Freie. Bewegung an der frischen Luft ist bekanntlich gesund. Dazu kommt noch, dass nun öfter Erkundungstouren unternommen werden. Vor allem per Fahrrad. Kein Wunder also, dass das Thema Radfahren seit einigen Monaten einen größeren Stellenwert als jemals zuvor bekommen hat. Die Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen, Stefan Ehrecke und Uwe Broschk aus Okriftel, Alessio Dale aus Eddersheim sowie Dirk Staudt aus der Kernstadt, wollen die Radwege in allen drei Ortsteilen unter die Lupe nehmen. "Wir werden uns sowohl kritische Stellen als auch gelungene Lösungen anschauen", erläutert Stefan Ehrecke, der sich als "Alltagsradler" schon lange mit diesem Thema befasst. Nun können Interessenten, die Ideen oder Anregungen haben, diese an die Hattersheimer Grünen schicken. "Wir freuen uns auch über Hinweise, welche Stellen besonders zu beachten sind", teilen die Grünen mit. Alle Meldungen, die per E-Mail bis Ende Oktober an kontakt@gruene-hattersheim.de gesendet werden, wollen sich die Grünen dann an Ort und Stelle anschauen.

Die Hattersheimer Grünen werben für das Radfahren: "Fahrradfahren ist schnell, gesund, umweltfreundlich, klimaschonend, günstig, angesagt und förderungswürdig. Bis zu 30 Prozent der Autofahrten können durch das Fahrrad ersetzt werden" - diese Aussage sei auf der Internetseite des Umweltbundesamts zu lesen. Viele Umsteigerinnen und Umsteiger hätten die Vorteile des Radfahrens bereits erkannt. Besonders bei Strecken unter fünf Kilometern sei das Fahrrad sogar das schnellste Verkehrsmittel, meinen die Grünen.

Die Hattersheimer Grünen weisen in diesem Zusammenhang auf den Sicherheitsaspekt für Radler hin und auf die statistische Angaben dazu. Diese beziehen sich allerdings nicht auf die Hattersheimer Gemarkung speziell. "Damit das Radfahren noch attraktiver wird, brauchen wir gerade im innerstädtischen Bereich ein gutes, durchgängiges und sicheres Radwegenetz. Besonders die Sicherheit muss stärker berücksichtigt werden, denn nach Mitteilung des statistischen Bundesamtes war im Jahr 2019 jeder siebte Mensch, der im Straßenverkehr ums Leben kam, mit dem Fahrrad unterwegs." Insgesamt habe es zwar weniger Verkehrstote gegeben, die Zahl der getöteten Radfahrer sei allerdings gestiegen.

Seit Beginn der 2000er Jahre seien in Hattersheim bereits viele neuralgische Punkte entschärft, Hindernisse beseitigt und Radwege neu gebaut worden. Die Grünen weisen auf die Folgen der prosperierenden Kommune hin: "In unserer wachsenden Stadt wächst aber auch der Verkehr, und wir Grünen setzen neben attraktiveren Busanbindungen vor allem auf klimaschonenden Radverkehr." Schnelle Wege zur Arbeit, zum Sport oder Einkaufen, sichere Schulwege sowie attraktive Freizeitwege förderten das Umsteigen auf das Fahrrad und entlasteten somit zugleich die Anwohner von den Nachteilen des zunehmenden Autoverkehrs. meh

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