1. Startseite
  2. Region
  3. Main-Taunus
  4. Hattersheim

Hattersheim: 1000 neue Bäume für das Mikroklima

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Bäume dominieren im Stadtgebiet unter anderem entlang der Fuß- und Radwege am Mainufer, wie hier auf dem Bild in Okriftel. ArchivFOTO: nietner
Bäume dominieren im Stadtgebiet unter anderem entlang der Fuß- und Radwege am Mainufer, wie hier auf dem Bild in Okriftel. ArchivFOTO: nietner © Hans Nietner

Ab dem nächsten Jahr sollen die geplanten Pflanzungen schrittweise realisiert werden.

Hattersheim -Kaum zu glauben, aber angekündigt: Im Stadtgebiet sollen in den nächsten Jahren 1000 neue Bäume ihr Domizil finden. Sie sollen in allen Stadtteilen gepflanzt werden. Und zwar an den bislang noch nicht eruierten Stellen, die aus verschiedenen Gründen für eine Anpflanzung prädestiniert wären. Bäume sind für das Stadtklima gut, dies ist wissenschaftlich erwiesen. Neu ist diese Erkenntnis indessen nicht. Schon in früheren Jahrhunderten waren Stadtplaner bemüht, die Schatten und Sauerstoff spendenden Pflanzen auch in Großstädten ausreichend Plätze zu geben.

Zwar kann mit Neupflanzungen nicht alles gelöst werden, wenn es um die Ziel geht, die Klimaerwärmung in Grenzen zu halten. Doch die Pflanzung von vielen Bäumen ist für das Mikroklima in einer Mittelstadt wie Hattersheim allemal enorm wichtig - auch das ist schon lange bekannt und kein neues Hexenwerk. Dabei liegt die Verantwortung nun vor allem bei der Verwaltung. Denn diese muss für das von Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) bereits im Vorjahr angekündigte Vorhaben verschiedene Kriterien bei der Auswahl der künftigen Standorte für die Bäume berücksichtigen. So zum Beispiel das Thema Wasserknappheit oder Schädlingsbefall. Damit verbunden ist dann ebenso eine Auswahl der in Frage kommenden Baumsorten für dieses Projekt, das sich der Rathauschef übrigens schon Monate vor der Bürgermeister-Direktwahl Anfang Mai diesen Jahres auf die Fahnen geschrieben hatte.

Zu dem 1000-Bäume-Programm hatte die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen einige Fragen zu jüngsten Stadtverordnetenversammlung eingereicht, die vom Magistrat beantwortet wurden. Die Grünen seien von diesem Programm sehr angetan, wenn es denn so komme, heißt es eingangs der Anfrage. Durch vielerlei Bauvorhaben sei der Hattersheimer Baumbestand "mächtig reduziert" worden. Ein ähnliches Programm gebe es für Kommunen in Baden-Württemberg. "Schön, dass wir uns als Gemeinde solch einer guten Idee anschließen", meinten die Grünen. Konkret wurden die Grünen-Fraktion dann mit folgenden Fragen: "An welchen Flächen sind diese Baumpflanzungen geplant? Ist die Auswahl der Bäume - mit Sicht auf Artenvielfalt, Hitzeresistenz und Wassermangel - nachhaltig aufgestellt? Wie sieht die zeitliche Planung aus? Auf der Webseite des Gemeindetages Baden-Württemberg gibt es eine interaktive Karte zur Information der Bevölkerung. Bekommt die Hattersheimer Bevölkerung auch einen Zugriff auf eine adäquate Information oder eine interaktive Karte?". Der Magistrat antwortete wie folgt: Es sei geplant, waldartige Bestände im Stadtgebiet, die in den vergangenen Jahren viele abgängige Bäumen aufwiesen, wieder aufzuforsten. "Nach Möglichkeit soll auch der Wasserwerkswald mit einbezogen werden. Hierzu werden Gespräche mit Hessenwasser gesucht. Zur zweiten Frage nach den Kriterien bei der Wahl der Bäume erklärt der Magistrat: "Die Auswahl der Bäume soll sich auf klimaresiliente Bäume beschränken. Hierzu ist ein enger Austausch mit dem Forstamt notwendig. Ebenso fließen die Erfahrungen des Fachamtes aus dem innerstädtischen Bereich mit ein." Und zur zeitlichen Planung erläutert der Magistrat: "Es werden bei den anstehenden Haushaltsgesprächen entsprechend Gelder zur Umsetzung des Projektes eingestellt. Die Durchführung soll dann im Jahr 2023 stattfinden." Zur Frage über die Einrichtung einer interaktiven Karte hat der Magistrat ebenfalls eine Antwort: Dies sei "bis dato nicht angedacht. Die Stadtverwaltung informiert Interessierte entsprechend über Presse, Homepage und Social Media". meh

Auch interessant

Kommentare