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Hattersheim. Auflagen für den Karnevalsumzug

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Solche Hinterlassenschaften nach einem Fastnachtsumzug sollten vermieden werden. FOTO: dpa
Solche Hinterlassenschaften nach einem Fastnachtsumzug sollten vermieden werden. © dpa

Fastnachter müssen mehrere Sicherheitsvorschriften einhalten und auf Abfallvermeidung achten.

Hattersheim -Viele Fassenachter erleben sie als Höhepunkt der Kampagne: Bunte Fastnachtsumzüge, die sich im Bonbon-Hagel durch die Innenstädte der Region schlängeln. Einige Zuschauer und Teilnehmer kennen während der ausgelassenen Narrenparaden kein Halten mehr. Gerade nach der mehrjährigen Corona-Pause dürfte in diesem Jahr besonders ausgiebig gefeiert werden. Doch auch die Straßenfastnacht hat ihre Regeln. Damit der unbeschwerten Gaudi in Hattersheim nichts im Weg steht, weisen Zugkomitee und Stadtverwaltung auf wichtige Verpflichtungen hin.

Warnweste statt Armbinde

Zugteilnehmer müssen mehrere Auflagen erfüllen. Sich vorher mit genügend süßem Wurfmaterial einzudecken, reicht nicht aus. So sichern etwa alle Gruppen durch eine Teilnehmerverpflichtung zu, dass sie keine anderen Personen mit ihrem Verhalten gefährden. Dazu gehören auch Vorschriften zum Umgang mit dem Wurfmaterial. Dieses soll so beschaffen sein, dass keine Verletzungsgefahr besteht. Außerdem werden die Wagen-Besatzungen aufgefordert, die Süßigkeiten nicht direkt nach unten fallen zu lassen, sondern vom Fahrzeug weg zu werfen. Die Umzugswagen sollen so konstruiert sein, dass keine Zuschauer unter die Räder kommen können. Für große Gefährte, bei denen dies nicht garantiert werden kann, müssen die Gruppen eine Begleitperson pro Rad abstellen, die während des gesamten Umzugs nebenher läuft. Bezüglich der Wagenbegleiter gibt es in diesem Jahr eine Neuerung: Während in der Vergangenheit eine auffällige Armbinde ausreichte, um das Sicherheitspersonal zu kennzeichnen, müssen ab sofort alle Begleitpersonen eine Warnweste tragen. Bisher wurde die Weste nur empfohlen - jetzt sei sie „ein Muss“, erklärt der stellvertretende Zugmarschall Markus Heuser. Die Farbe sei egal, solange es sich um eine offizielle handelsübliche Warnweste handelt. Die teilnehmende Gruppe sei für die Erfüllung dieser Auflage verantwortlich, so Heuser. Ebenfalls nicht vergessen dürfen die Teilnehmer die noch gültige TÜV-Abnahme ihrer Wagen samt dekorativer Aufbauten. Der aktuelle TÜV-Prüfbericht muss mitgeführt und auf Verlangen vorgezeigt werden. Pro Umzugswagen wird zudem ein funktionsfähiger Feuerlöscher gefordert. Hinzu kommen in diesem Jahr die Vorgaben der neuen Hattersheimer Abfallvermeidungssatzung. Dass die Straßenfastnacht jede Menge Müll produziert, weiß jeder, der sich die Strecke des Zugweges einmal nach dem Ende des närrischen Lindwurms betrachtet hat. Auf Spaß und Musik folgen die Reinigungskolonnen des Bauhofes. Was entlang der Straßen verteilt und abgefeuert wird, unterliegt diesmal besonders genauer Beobachtung. Die Satzung solle umgesetzt werden ohne ganz auf typische Fastnachtselemente wie Konfetti zu verzichten, sagt Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) auf Nachfrage. Plastik soll dabei nicht in die Gegend geschleudert werden. „Wir werden darauf achten, dass die Kanonen mit biologisch abbaubarem Papier geladen sind“, so der Rathauschef. Falls Verkaufsstände für Essen und Getränke entlang des Zugweges angemeldet werden, weise die Stadt auf die Vermeidung von Einwegverpackungen hin. Auch für Teilnehmer auf den Wagen gelte, dass sie keine Plastikbecher an Zuschauer verteilen sollen. Zugmarschall Heuser appelliert an alle Gruppen, ihren gesunden Menschenverstand zu benutzen und Abfall bis zum Ende der Veranstaltung auf den Wagen zu sammeln.

Neue Teilnehmer aus Nachbarorten

Mit dem Verlauf der Anmeldungen ist Markus Heuser mittlerweile sehr zufrieden. Am Samstag, 18. Februar, werden mehr Gruppen auf die Straße gehen als beim letzten Hattersheimer Umzug im Jahr 2020. Die Zahl der Zugnummern sei von 80 auf nun derzeit 90 gestiegen, berichtet der Organisator. Darunter sind auch neue Teilnehmer aus umliegenden Ortschaften. Dies sei der großen Leistung des Komitees zu verdanken, betont Heuser.

Eine Übersicht über alle Zugnummern findet sich im Zugheft, dass in den nächsten Tagen veröffentlicht wird. Sobald der Druck fertig ist, soll das Programm dann in Hattersheimer Geschäften sowie in den Verwaltungsstellen ausliegen. sas

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