So soll es wieder sein: Der Chor der Sängervereinigung gibt ein Konzert. ArchivFOTO: Nietner
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So soll es wieder sein: Der Chor der Sängervereinigung gibt ein Konzert. ArchivFOTO: Nietner

Vereine

Hattersheim: Bei den Proben gilt die 2 G-Regelung

Die Sängervereinigung Okriftel ist nach der Corona-Krise auf dem Weg zurück in die Normalität.

Okriftel -Große Wiedersehensfreude bei der Sängervereinigung Okriftel: Zum ersten Mal seit langer Zeit trafen sich Männer- und Frauenchor in der vorigen Woche zum gemeinsamen Singen. Weihnachtliche Lieder ertönten im Raum 4 des Hauses der Vereine - als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt. Tatsächlich haben die Chöre des Gesangvereins aber seit der Ausbreitung der Corona-Viren vor rund anderthalb Jahren nicht mehr geprobt.

"Es hat allen viel Spaß gemacht, dass wir uns wiedersehen konnten", berichtet die Vorsitzende Helgard Ritter nach dem erfolgreichen Neuanfang. Sie sei überrascht gewesen, dass so viele Aktive mit voller Begeisterung dabei waren. Möglich wurde die Rückkehr der Übungsstunden durch die Entscheidung für eine 2 G-Regelung. Das heißt, dass derzeit nur Geimpfte oder Genesene mitsingen dürfen. Dirigent Wolfgang Gatscher habe diese Maßnahme vorgeschlagen, sagt die Sängerin. Anders hätte es aus ihrer Sicht auch keinen Sinn gemacht, "Wir haben viele, die Angst haben, obwohl sie geimpft sind", erklärt Helgard Ritter. Ihre volle Besetzung erreichte die Sängervereinigung am ersten Proben-Abend noch nicht. Von 30 Frauen seien 20 anwesend gewesen, erläutert die Vorsitzende. Von den 14 aktiven Männern kamen zehn zur Singstunde. Ritter glaubt, dass einige Mitglieder fehlten, weil sie krank sind oder sich im Urlaub befinden. "Das wird sich langsam wieder einpendeln", so die Vorsitzende. Dass Mitglieder aufgrund der 2 G-Regelung nicht teilnehmen können, komme nur sehr vereinzelt vor. "Der Großteil ist geimpft", weiß die Okriftelerin. Es seien infolge der Corona-bedingten Unterbrechung auch keine Mitglieder ausgetreten.

Alternative Angebote zum Gesang - etwa Proben im Freien - gab es bei der Sängervereinigung weder 2020 noch 2021. Draußen im Freien zu singen, hätte nicht funktioniert, meint Helgard Ritter. Wenn sich die Chöre mit Abstand unter freiem Himmel getroffen hätten, wäre der Klang verloren gegangen. "Bei jüngeren Sängern mit festeren Stimmen geht das vielleicht", sagt die Okriftelerin, für ihren Verein sei die Probe im Freien schwer. Dennoch: Obwohl der Chorgesang auf Eis lag, habe der Verein die Gemeinschaft in den vergangenen Monaten nicht aufgegeben. Einige Mitglieder hätten sich an der Okrifteler Uferbar getroffen, erzählt Ritter. Außerdem habe der Verein ein Team beim Stadtradeln gebildet. "Wir haben schon versucht, uns in Stimmung zu halten", erklärt die Sängerin.

Als die Corona-Pandemie ausbrach und der Probenalltag zusammenbrach, bereitete sich die Sängervereinigung gerade auf ein Kirchenkonzert vor. Dieser Auftritt solle in Zukunft nachgeholt werden, berichtet die Vorsitzende. Zunächst wolle sich der Verein aber der Weihnachtszeit widmen.

Laut Helgard Ritter arbeiten die Chöre darauf hin, am 28. November beim Adventsbasar vor dem evangelischen Gemeindehaus zu singen. In den kommenden Wochen sollen dafür festliche Lieder einstudiert werden. Danach würde es die Vorsitzende begrüßen, wenn sich der Terminkalender langsam wieder füllt. "Wir hoffen, dass es keine neuen Einschränkungen gibt", sagt Helgard Ritter. sas

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