Geht es nach der FDP und ihren Koalitionspartnern, so sollen künftig zusätzliche direkte Busverbindungen zu Zielen außerhalb von Hattersheim geschaffen werden. Archiv-FOTO: Knapp
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Geht es nach der FDP und ihren Koalitionspartnern, so sollen künftig zusätzliche direkte Busverbindungen zu Zielen außerhalb von Hattersheim geschaffen werden. Archiv-FOTO: Knapp

Nahverkehr

Hattersheim: Buslinie zum MTZ und zur Sodener MTK-Klinik erwünscht

Die CDU/FDP/FWG-Koalition möchte eine Verkehrswende unterstützen und setzt deshalb unter anderem auf mehr ÖPNV-Verbindungen.

Hattersheim -Nicht alles, was den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) betrifft, ist alleine deshalb gut, weil es ihn gibt und er viele Menschen an verschiedene Orte transportiert. Vieles ist Stückwerk, was die Verbindungen angeht, die nicht in allen Fällen in idealer Form angeboten werden. Dazu kommen interne Probleme mit fehlendem Personal, Schwierigkeiten mit den technischen Einrichtungen sowie Unwägbarkeiten wie Streiks, Unwetter oder Pandemie-bedingte Einschränkungen. Alles das macht den ÖPNV nicht gerade attraktiv. Und dennoch gibt es für viele Menschen keine Alternative. So auch in Hattersheim nicht. In der Kommune wurde oft über die schlechten Verbindungen der Stadtbuslinien geklagt, besonders an den Wochenenden. Dazu kommt, dass die Städte und Gemeinden für die Bereitstellung der Bus- oder Zugverbindungen tief in die Tasche greifen müssen. Zwar werden die meisten Wünsche der Kommunen bei der Fahrplangestaltung berücksichtigt, doch das hat eben einen hohen Preis. So ist es spannend, wie ein künftiges Verkehrskonzept für die Kommune aussehen kann, das einen verstärkten ÖPNV wegen des Bevölkerungszuwachses sowie der künftig ebenfalls größeren Anzahl an Pendlern berücksichtigen muss.

"Landkreis hat ein Pfund zum Wuchern"

Nun gibt es einen von der FDP innerhalb der CDU/FDP/FWG-Koalition initiierter Antrag zur nächsten Stadtverordnetenversammlung. Die Liberalen schlagen darin vor, dass die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat beauftragen soll, Möglichkeiten zur Einrichtung einer neuen Buslinie von Hattersheim und den Stadtteilen Okriftel sowie Eddersheim zum Main-Taunus-Zentrum (MTZ) in Sulzbach, aber auch zu den Kliniken des MTK in Bad Soden zu prüfen.

Die Liberalen begründen den gemeinsamen Koalitions-Antrag unter anderem mit der anstehenden Verkehrswende. "Der öffentliche Nahverkehr innerhalb des Kreisgebietes zu markanten und wichtigen Einrichtungen muss ausgebaut werden, soll die Verkehrswende ernsthaft umgesetzt werden. Ohne attraktive, bedarfsorientierte und vor allem auch kundenfreundliche ÖPNV-Angebote wird dies auf keinen Fall gelingen", verdeutlicht FDP-Fraktionschef Dietrich Muth die Haltung der Freidemokraten.

Mit dem Main-Taunus-Zentrum sowie den Kreiskliniken in Hofheim und Bad Soden habe der Main-Taunus-Kreis "ein Pfund zum Wuchern". Das Manko sei aber offensichtlich: Viele Bürger empfänden die Erreichbarkeit der Klinik in Bad Soden sowie des Einkaufszentrums in Sulzbach als schwierig, wenn sie bei den Fahrten dorthin nicht auf das eigene Auto oder das Taxi setzen wollten. In die Machbarkeitsprüfung des Magistrats sollen, so schlagen die Liberalen vor, außerdem die Nachbarkommunen von Hattersheim, nämlich Flörsheim, Hochheim und Kriftel, eingebunden werden. "Die Stadtverordnetenversammlung stimmt voraussichtlich am 23. September über den Antrag ab", erläuterten die Freidemokraten in ihrer Erklärung abschließend. meh

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