Der kleine Tierpark am Südring wird weiterhin ein Teil des Stadtbildes prägen. Archiv-Foto: Maik Reuß
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Der kleine Tierpark am Südring wird weiterhin ein Teil des Stadtbildes prägen. Archiv-Foto: Maik Reuß

Politik

Hattersheim: Das "Wahrzeichen"bleibt erhalten

Bei der Diskussion über den Tierpark ging es nicht nur ums Geld, sondern auch um die Richtlinien für Vereinszuschüsse.

Hattersheim -Eigentlich waren sich alle Fraktionen beim Thema Erhalt des Tierparks einig: Die Einrichtung soll weiterhin unterstützt werden. Bekanntlich muss nach einer Auflage des Veterinäramtes künftig der Tierpark von einem ausgebildeten Tierpfleger betreut werden. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss dies nach längerer Diskussion letztlich einstimmig.

Zuvor merkte man den Redebeiträgen an, dass es wohl dem Wahlkampf geschuldet war, dass fast alle Fraktionen zu dem CDU/FWG/FDP-Antrag noch das Eine oder Andere zu sagen hatten. CDU-Fraktionschef Michael Minnert meinte, dass es sich beim Tierpark um ein kleines Wahrzeichen der Stadt handele, das man dringend erhalten müsse. Einen Betrag zur finanziellen Unterstützung wollte der CDU-Mann aber nicht nennen. Dieser Punkt war der Hauptgrund für die folgende Diskussion. Winfried Pohl von den Grünen hatte in der vorangegangenen Ausschuss-Sitzung dem Antrag nicht zugestimmt, weil in dem Antrag die Summe gefehlt habe, mit der man den Tierpark unterstützen wolle. Der Antrag sei unvollständig, monierte Winfried Pohl und wies darauf hin, dass in den vergangenen Jahren die Stadt immer den Tierpark unterstützt habe. Er könne sich sogar vorstellen, dass dort mittelfristig daraus eine Art Kinderbauernhof entstehen könne. Die Personalkosten für die Arbeit eines Tierpflegers könne doch die Stadt übernehmen. Die Frage sei, ob zum Beispiel eine Halbtagstätigkeit eines Tierpflegers von der Stadt bezahlt werden würde.

Der Förderverein reicht nicht aus

SPD-Fraktionschef Dr. Marek Meyer lobte den Tierpark als wichtige Einrichtung in Hattersheim. Deshalb werde seine Partei dem Antrag der bürgerlichen Koalition zustimmen. In den vergangenen Jahren sei dies ja ebenfalls der Fall gewesen. Den dafür vorgesehenen Betrag könne man ja im städtischen Haushalt für das Jahr 2022 festlegen.

FDP-Fraktionsvorsitzender Dietrich Muth erinnerte daran, dass vor einigen Jahren wegen des finanziellen Schutzschirms ein Förderverein gegründet wurde, der den Tierpark hauptsächlich finanzieren sollte. Dies funktioniere aber nicht mit rund 300 Mitgliedern, die jeweils jährliche Beiträge von 23 Euro zahlen.

Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) wies darauf hin, dass er das Thema aus dem Wahlkampf heraushalten wolle. Der Tierpark sei ja von der Stadt schon immer finanziert worden. Gleichzeitig bekräftigte der Verwaltungschef, dass er während seiner Amtszeit den Tierpark immer unter die Arme greife. Egal, welche Anträge dazu gestellt würden, er unterstütze den Tierpark weiterhin. So hatte Schindling zu seinem 50. Geburtstag darum gebeten, statt Geschenken für den Tierpark zu spenden. Der Rathauschef machte auf das Problem der Vereinszuschussrichtlinien aufmerksam, was mit der Nennung eines konkreten Betrages zusammenhänge. Denn zum einen gebe es aus dem aktuellen Etat 2021 kein Geld für die Einrichtung am Südring. Zum anderen arbeite die Verwaltung derzeit daran, eine sichere und harmonische Lösung nach den Förderrichtlinien für den Etat 2022 zu erarbeiten. Es sei wichtig, dass dies sauber und sehr sorgsam geschehe. Es müsse verhindert werden, dass andere Vereine neidisch auf den Zuschuss für den Tierpark werden könnten. An der Lösung dieses Problems arbeite die Verwaltung derzeit sehr intensiv. Der Bürgermeister sicherte Winfried Pohl sowie den Fraktionen zu, dass im Etat 2022 ein fester Betrag für den Betrieb des Tierparks eingestellt werde.

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