Politik

Hattersheim: Das zweitbeste Kreis-Ergebnis für die CDU

Wie die Kandidaten aus der einstigen Rosenstadt bei der Kreistagswahl abgeschnitten haben.

Hattersheim -Angesichts der absoluten Mehrheit, die von der Hattersheimer CDU bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung errungen wurde, verwundert es kaum, dass auch bei der Kreistagswahl viele Hattersheimer Stimmen an die Christdemokraten gingen. Das zweitbeste Ergebnis auf Kreisebene kam aus der ehemaligen Rosenstadt. 43,9 Prozent der Hattersheimer wählten die Christdemokraten. Nur in der Nachbargemeinde Kriftel war der CDU-Anteil mit 46,2 noch höher.

Grüne landen knapp hinter der SPD

SPD und Bündnis 90/Die Grünen liegen mit ihrer Ergebnissen nahe beieinander. 18,48 Prozent der Hattersheimer Wähler stimmten für Kreistagskandidaten der Sozialdemokraten, 17,65 Prozent gaben ihre Stimme für Bündnis 90/Die Grünen ab. Die Alternative für Deutschland (AfD) hat in Hattersheim bei den Wählern einen Rückhalt von 6,26 Prozent. Die FDP sicherte sich 4,95 Prozent der Kreistagsstimmen aus Hattersheim. Die Linke lag in Hattersheim mit 3,92 Prozent der abgegebenen Stimmen knapp vor der FWG, die 3,71 Prozent einheimste. Bemerkenswert: Die Satire-Gruppierung Die PARTEI holte in Hattersheim mit genau 1,12 Prozent der Stimmen ihr bestes Ergebnis im Kreis. Doch welche Personen aus der Rosenstadt wurden - theoretisch - nun in den Kreistag gewählt? Die meisten Stimmen aller Hattersheimer auf der CDU-Wahlliste, die für den Kreistag bestimmt war, erzielte Bürgermeister Klaus Schindling (CDU). Der Rathauschef konnte 40 961 Stimmen auf sich vereinen und stieg damit vom 13. Listenplatz auf die siebte Position auf. Bei der vorigen Wahl im Jahr 2016 war Schindling noch auf Platz 14 gelandet.

Das zweite Hattersheimer CDU-Mitglied, das nach derzeitigem Stand in den Kreistag einzieht, ist Ursula Worms. Sie kam auf den 22 Rang. Die Christdemokratin erhielt 36 054 Stimmen.

Neuhaus erringt einen der Spitzenplätze

Nur eine Hattersheimerin schaffte es auf der Liste von Bündnis 90/Die Grünen in den Bereich der Kreistagssitze. Nathalie Ferko wurde mit 40 006 Stimmen auf den 14. Platz der Grünen gewählt. Der bisherige Hattersheimer Fraktionsvorsitzende Winfried Pohl war auf Platz 40 angetreten und holte 20 279 Stimmen. Zwei Hattersheimer SPD-Leute schafften es auf Plätze, die für den Kreistag in Frage kommen. Der bisherige Fraktionschef Philipp Neuhaus sicherte sich mit 30 126 Stimmen den zweiten Platz. Ganz knapp ist hingegen Daniela Paul mit im Rennen. Der SPD stehen künftig 13 Sitze in dem Gremium zu, und die Hattersheimern schloss die Wahl mit 16 639 Stimmen auf Platz 13 ab. Bekannte Hattersheimer SPD-Namen wie die ehemalige Stadtverordnetenvorsteherin Silvia Maeder oder Ex-Bürgermeister Hans Franssen sind im oberen Drittel nicht vertreten. Einen großen Sprung machte der Hattersheimer FDP-Fraktionsvorsitzende Dietrich Muth, der mit 7355 Stimmen vom Listenplatz 60 auf die 38 kletterte. Die Freidemokraten aus Hattersheim schafften es jedoch nicht auf die sechs Plätze, die der FDP künftig im Kreistag zur Verfügung stehen. Die beste Platzierung erreichte Michael Genthner mit 14 479 Stimmen und Platz zehn. Für die Partei Die Linke zieht Beate Ullrich-Graf auf Platz 2 in den Kreistag. Die Okriftelerin erhielt 11 481 Stimmen.

Auf der AfD-Liste war Ursula Oppermann angetreten. Sie schaffte jedoch nicht auf einen der Kreistags-Plätze. Die Freie Wählergemeinschaft von Hattersheims Erstem Stadtrat Karl Heinz Spengler (FWG) holte fünf Sitze im Kreistag. Spengler schaffte es auf Platz fünf der gewählten FWG-Kandidaten. Mit 16 336 Stimmen kann Spengler in den Kreistag einziehen.

Die Satire-Gruppierung Die PARTEI hatte gleich fünf Hattersheimer auf ihrer Liste. Obwohl die Spaßpartei einen Kreistagssitz holte, wird kein Hattersheimer den Posten übernehmen. Die Zweitplatzierte, Corinna Abel, sitzt jedoch künftig in der Hattersheimer Stadtverordnetenversammlung. sas

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