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Hattersheim: Der mit dem Hai taucht

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Unter anderem diese Aufnahme stellt Wolfram Eikemeier im Haus Sankt Martin aus. FOTO: eikemeier
Unter anderem diese Aufnahme stellt Wolfram Eikemeier im Haus Sankt Martin aus. FOTO: eikemeier © Privat

Fotograf Wolfram Eikemeier zeigt im Haus Sankt Martin am Autoberg Bilder von Unterwasserwelten aus allen Erdteilen.

Hattersheim -Sensationelle Aufnahmen von Lebewesen, die wohl die meisten Menschen nicht neben sich spüren möchten, schon gar nicht beim Schwimmen oder Tauchen, hat Wolfram Eikemeier gemacht. Im Rahmen des Veranstaltungsprogramms "Kunst und Kultur am Autoberg" präsentiert Wolfram Eikemeier, der als Diplom-Ingenieur bei Opel arbeitet, eine Auswahl seiner Fotografien. Die Ausstellung wird am Freitag, 1. Juli, im Haus Sankt Martin am Autoberg mit einem Werkstattgespräch mit dem Fotokünstler eröffnet. Die Präsentation ist dort bis zum 19. August zu sehen. Klaus Störch, Einrichtungsleiter und Kulturschaffender sowie selbst ein bereits prämiierter Fotograf, wird die Gäste begrüßen und die Ausstellung eröffnen.

Zurück zu Fotograf Wolfram Eikemeier. Geboren wurde er 1959 in Gera (Thüringen). Nach der Schul- und Berufsausbildung in Thüringen studierte er Maschinenbau und Kraftfahrzeugtechnik an der Technischen Universität Dresden und schloss sein Studium als Diplom-Ingenieur ab. Seine Leidenschaft für Unterwasserwelt begann bereits in seiner Jugend. Dokumentationen von Jacques-Yves Cousteau begeisterten ihn schon damals.

Bis zum Einstieg in den Tauchsport vergingen aber noch einige Jahre. Erst 2006 begann er mit der Ausbildung zum Sporttaucher bei seinem jetzigen Tauchverein, dem Unterwasserclub Rüsselsheim. Er nahm als Tauchanfänger im gleichen Jahr an einer Vereinsreise nach Ägypten teil. Die Eindrücke unter Wasser, das warme Wasser, die sehr gute Sicht steigerten diese Begeisterung weiter. Über weitere Ausbildungsstufen ergänzte er seine Fähigkeiten, Kenntnisse für das Tauchens stetig weiter. Die anfänglichen Tauchgänge in "warmen" Wasser wurde im Laufe der Jahre durch Kaltwassertauchgänge ergänzt. Von seinem Tauchpartner und gutem Freund wurde er dazu mit Erfolg angesteckt. Mittlerweile ist er in warmen Regionen (unter anderem Indonesien, Ägypten, USA) der Erde genauso aktiv, wie in kalten Tauchgebieten. Er hatte die Möglichkeit in Grönland zu Tauchen. Doch auch in Sibirien , im Baikalsee sowie in zugefrorenen heimischen Gewässern konnte er seinen Tauchsport ausüben. Bei den verschiedenen Expeditionen hatte er zudem die Gelegenheit internationale Meeresbiologen, Forschungstaucher und Unterwasserfotografen kennenzulernen. Doch wie kam er zur Unterwasserfotografie? Antwort: Durch einen Freund auf einer ägyptischen Tauchbasis und einen Zufall. Die erste Anschaffung war eine Kompaktkamera mit einem Unterwassergehäuse. Diese nutzt er übrigens noch immer. Das Foto-Equipment wurde auch durch externe Blitzgeräte weiter ergänzt und modifiziert. Die damit gewonnenen Möglichkeit, das unter Wasser gesehene in Bild und Film festzuhalten, faszinierte Wolfram Eikemeier. Dank der Hilfe von seiner Lebensgefährtin Alexandra konnten die Bilder so aufbereitet werden, dass Kalender entstanden. Und auch die Bilder für die Ausstellung im Haus Sankt Martin stammen aus dieser Reihe.

Die Ausstellung ist vom 1. Juli bis einschließlich 19. August geöffnet. Das Werkstattgespräch mit dem Künstler beginnt am Freitag, 1. Juli, 14 Uhr. Die Öffnungszeiten sind montags, mittwochs, donnerstags und freitags jeweils von 9 bis 15 Uhr sowie dienstags von 9 bis 12.30 Uhr und nach Vereinbarung. meh

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