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Hattersheim: Die Wehr bietet Perspektiven

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Nicht nur Einsatzfahrzeuge müssen bei der Feuerwehr gewartet und gepflegt werden. Auf dem Foto sind Stadtbrandinspektor David Tisold (li.) und Gerätewart Pierre Cantarero im Gespräch. ARCHIV-FOTO: Nietner
Nicht nur Einsatzfahrzeuge müssen bei der Feuerwehr gewartet und gepflegt werden. Auf dem Foto sind Stadtbrandinspektor David Tisold (li.) und Gerätewart Pierre Cantarero im Gespräch. ARCHIV-FOTO: Nietner © Hans Nietner

Brandschützer suchen engagierte FSJler - Start ist im September.

Hattersheim -Ein Jahr bei der Feuerwehr wirkt sich nachhaltig auf die eigene Zukunft aus. Dies konnten bereits zwei Teilnehmer eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) in Hattersheim erfahren. Die Freiwillige Feuerwehr der Mainstadt bietet die Stelle für das Orientierungsjahr seit 2020 an und sucht neue Bewerber für den nächsten Anlauf im September.

Der zwölfmonatige Zeitraum diene "der persönlichen Entwicklung", erklärt Stadtbrandinspektor David Tisold. Bei den vielfältigen Herausforderungen im Umfeld der Brandschützer könne jeder ergründen, wo seine persönlichen Stärken liegen. Vielleicht ist es der besondere Fuhrpark der Rettungskräfte, der bei einem FSJler für Begeisterung sorgt. So habe der erste Teilnehmer 2020 beispielsweise festgestellt, dass ihn die Technik der schweren Einsatzfahrzeuge interessierte, erzählt David Tisold. Mittlerweile mache der junge Mann eine Ausbildung zum Lkw-Mechatroniker. Genauso gut sei es möglich, dass der oder die Interessierte einen pädagogischen Schwerpunkt für sich entdeckt. Die Absolventen des Sozialen Jahres sollen nämlich auch die Kinderbetreuung im Rahmen von Mini- und Jugendfeuerwehr kennenlernen.

"Es ist alles offen", verspricht der Stadtbrandinspektor. Es gehe nicht immer eins zu eins um Feuerwehrarbeit. Allerdings erwarte die Feuerwehr von den Bewerbern auch Offenheit für Neues und Einsatzbereitschaft. "Wir fordern ein bisschen was ein", sagt David Tisold. Die Einsteiger sollten Eigeninitiative zeigen und bereit sein, selbstständig an Projekten zu arbeiten. Neben Einblicken in Verwaltung und Feuerwehrtechnik unterstützen FSJ-Teilnehmer die Aktiven bei deren Einsätzen. Die bisherigen beiden Absolventen kamen aus den Reihen der Feuerwehr.

Vorkenntnisse sind nicht nötig

Vorkenntnisse in der Feuerwehrarbeit seien allerdings keine Voraussetzung für die Bewerbung, erläutert der Stadtbrandinspektor. Im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres könne ein Grundlehrgang abgeschlossen werden. Viel wichtiger sei es, dass die Bewerber den Führerschein der B-Klasse haben. Dies erleichtere die Mobilität zwischen den drei Stadtteilen. Die Aufgaben der FSJ-Stelle sollen sich nämlich über alle drei Stadtteilwehren erstrecken. Als zentrale Ansprechpartner für die Feuerwehrleute auf Zeit dienen die drei hauptamtlichen Gerätewarte Kai Mertsch, Markus Stammer und Pierre Cantarero. Grundsätzlich sollen die Anforderungen und Aufgabenbereiche auch bei der dritten Auflage des FSJ gleich bleiben. Manche Tätigkeit wechsele jedoch aufgrund gegenwärtiger Ereignisse, sagt David Tisold. So habe der momentane FSJ-Bewerber bei Umbauarbeiten für neue Umkleiden im Hattersheimer Gerätehaus mitgeholfen. Ein weiterer besonderer Umstand der vergangenen Monate sei natürlich die Corona-Pandemie. Der Helfer habe in diesem Zusammenhang unter anderem Schnelltests an Kindertagesstätten verteilt. Dies steht einem kommenden Absolventen des Orientierungsjahres vielleicht nicht mehr bevor. Eine Lockerung von Hygienemaßnahmen könnte künftig die Teilnahme an Feuerwehrübungen erleichtern.

Das nächste Freiwillige Soziale Jahr soll zum 1. September starten. Das Angebot richtet sich an Interessierte im Alter von 18 bis 27 Jahren. Für die Dauer des Jahres erhält die teilnehmende Person ein RMV-Jobticket sowie ein monatliches Taschen- und Verpflegungsgeld in Höhe von 448 Euro. Bewerbungen können per Post an den Magistrat der Stadt Hattersheim - Referat Zentrale Steuerung und Service im Nassauer Hof 1-3 gesendet werden oder per E-Mail an feuerwehr@hattersheim.de. Außerdem: Wer weitere Fragen hat, kann sich unter der Telefonnummer (0 61 90) 97 01 53 direkt an Stadtbrandinspektor David Tisold wenden. sas

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