Dr. Stefan Söhngen (Bildmitte) moderierte eine Podiumsdiskussion des Vereins TIC mit (v. re.) Trendforscherin Oona Horx-Strathern, Bürgermeister Klaus Schindling, Professor Dr. Sven Henkel und Toan Nguyen.
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Dr. Stefan Söhngen (Bildmitte) moderierte eine Podiumsdiskussion des Vereins TIC mit (v. re.) Trendforscherin Oona Horx-Strathern, Bürgermeister Klaus Schindling, Professor Dr. Sven Henkel und Toan Nguyen.

Wirtschaft

Hattersheim: Das "digitalste Gebäude" ist eines der Ziele

Der neue Verein "Taunus Innovation Campus" packt spannende Zukunftsthemen an.

Hattersheim -Wie sehr ein großes IT-Unternehmen bereits das Empfinden der Einwohner von Hattersheim verändert hat, zeigte die Bemerkung eines Grünen-Stadtverordneten in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung.

Der Fraktionschef von Bündnis 90/Die Grünen, Winfried Pohl, hatte bei seinem Werben für einen Antrag mit dem Hinweis, Hattersheim wolle ja durch die gewünschte Ansiedlung von IT-Unternehmen irgendwie ein "Global Player" sein, auf die sich abzeichnende "digitale Welt" angespielt. Dass Hattersheim als Kommune ein "Global Player" sein könnte, ist - das weiß auch Winfried Pohl - nicht möglich. Aber von den weltweit agierenden Unternehmen wie E-Shelter oder Digital Realty kann Hattersheim profitieren. Die Weichen richtig stellen für die Ansiedlung von Firmengründern und Unternehmen, die das digitale Zeitalter vorantreiben, möchten die CDU/FWG/FDP-Koalition und Bürgermeister Klaus Schindling (CDU). Ein logischer Schritt war die Gründung einer Institution, die sich mit Zukunftsthemen befasst. "Taunus Innovation Campus e. V." (TIC) heißt der Verein, der dazu gegründet wurde und dessen Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Schindling ist.

In den neuen Räumen des Vereins "Taunus Innovation Campus" an der Schulstraße wurde eine sogenannte Kick-Off-Veranstaltung zur Einführung des Vereins organisiert. Unter dem Leitgedanken "Digitale Metropolregion" wurden der Ende August gegründete Verein sowie dessen Konzepte und Ziele vorgestellt.

Der Einladung, die mit einem strengen Hygienekonzept versehen war, waren rund 80 geladene Gäste gefolgt, darunter unter anderem viele hochrangige Vertreter aus der Politik, der Wirtschaft und dem Bildungssektor. Zusätzlich wurde die "Hybrid-Veranstaltung" auch als digitales Ereignis zeitgleich auf Youtube übertragen und erreichte bereits kurz nach der Übertragung über 200 Zugriffe.

Vortrag über Megatrends

Bürgermeister Klaus Schindling begrüßte zunächst die anwesenden Gäste, gefolgt von einer Vorstellung des Vereins durch Aufsichtsratsmitglied Felix Schiessl. Der Verein verfolgt unter anderem das Ziel, zukunftsweisende Produkte, Technologien und Dienstleistungen mit verschiedenen Unternehmen zu erarbeiten. Bearbeitet werden sollen unter anderem die Themen Zukunft des Arbeitens, Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit. Felix Schiessl zeigte unter anderem die zukünftigen Einrichtungspläne vom TIC-Gebäude. Anschließend referierte Oona Horx-Strathern (Trendforscherin, Autorin und Vorsitzende des Zukunftsinstituts Horx) in einem Vortrag über "Megatrends der Zukunft" in den Bereichen Wohnen und Leben und zeigte dabei unter anderem auf, wie das Büro der Zukunft aussehen kann.

Zum Abschluss fand eine Podiumsdiskussion zu verschiedenen Fragestellungen rund um die digitale Zukunft, moderiert vom Vorsitzenden der Montagsgesellschaft, Dr. Stefan Söhngen, statt. Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren, neben Bürgermeister Klaus Schindling und Trendforscherin Oona Horx-Strathern, außerdem Professor Dr. Sven Henkel (Senior Professor für Marketing von der EBS Business School) und Toan Nguyen ("Director Business Development & Cloud Platform" des Unternehmens NTT Global Data Centers EMEA).

Klaus Schindling erläuterte nach der Diskussion: "Wir sind mit unserer Stadt auf einem guten Weg in die digitale Zukunft. Für eine Stadt wie Hattersheim sind die Vernetzung in der Region und die Verknüpfung des Alten mit dem Neuen der Schlüssel für die Zukunft." Die Stadt könne mit dem Verein einen Standort schaffen, "der eine Strahlkraft besitzt, die dazu beitragen kann, dass neue Entwicklungen hier einen Platz zur Entfaltung finden". Der Rathauschef meinte abschließend: "Vielleicht erschaffen wir hier irgendwann das digitalste Gebäude Deutschlands." meh/red

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