1. Startseite
  2. Region
  3. Main-Taunus
  4. Hattersheim

Hattersheim: Ein Aktionstag für den Müll

Erstellt:

Kommentare

Nicht nur Papier, Pappe und Unrat, sondern auch Autoreifen und sogar Karosserieteile sammelten freiwillige Helferinnen und Helfer bei einer Sammelaktion im Stadtgebiet ein. archivFOTO: nietner
Nicht nur Papier, Pappe und Unrat, sondern auch Autoreifen und sogar Karosserieteile sammelten freiwillige Helferinnen und Helfer bei einer Sammelaktion im Stadtgebiet ein. archiv © Hans Nietner

„Sauberhaftes Hattersheim“ mit Rekord-Teilnehmerzahl - so füllten 500 Teilnehmer über 70 Abfallsäcke.

Hattersheim -Wer in den europäischen Gebirgsregionen in Urlaub war, erlebt in vielen Ländern, wie sehr die Einheimischen, aber auch die Touristen diese Landstriche schützen, indem sie ihren Müll wegräumen und nicht einfach in der Landschaft verteilen.

Die Einstellung zur Natur ist ja bekanntlich maßgebend: Wer diese nicht schätzt, geht oft achtlos mit ihr um und wirft entsprechend Müll - ob Zigarettenstummel oder Tüten - einfach in der Landschaft weg. Dies hat die Corona-Zeit gezeigt, in der mit den Schließungen von Fitness-Studios und anderen Freizeiteinrichtungen zahlreiche Menschen plötzlich wieder die Natur als Ort entdeckten, um frische Luft zu tanken und sich zu bewegen. Die Klagen über Müllhalden häuften sich. Andererseits brachte die Pandemiezeit etwa in Hattersheim viele Umweltschützer auf die Beine, die diesen Zustand ändern wollten. Sie sammelten kontinuierlich den Müll ein und säuberten so die öffentlichen Anlagen und Spazierwege.

Nun war es erneut so weit: 500 Freiwillige, insgesamt rund 70 Müllsäcke und jede Menge Motivation - so lautet die positive Bilanz des 6. Aktionstages „Sauberhaftes Hattersheim“. Der Aktionstag wird seit 2017 einmal im Jahr von den Stadtwerken organisiert.

Mit 500 Hattersheimer Teilnehmenden hatte sich dieses Jahr die bisher höchste Zahl an Personen im Rahmen des Aktionstages engagiert, erklärte eine Sprecherin der Stadtverwaltung. Dabei wurden in allen drei Stadtteilen rund 70 Säcke mit Müll, zehn Autoreifen, ein Fernsehgerät, eine Gartenliege und Karosserieteile eines Autos zusammengetragen. Die Sammler-Trupps setzten sich aus Mitgliedern verschiedener Hattersheimer Vereine, den Mini- und Jugendfeuerwehren, Religionsgemeinschaften, Kindern aus Kindertagesstätten, Schülerinnen und Schülern der Heinrich-Böll-Schule, der Belegschaft der Firma Oilgear Towler GmbH aus Eddersheim sowie der Belegschaft der Firma Coleman EMEA GmbH aus Hattersheim zusammen.

Mit Zangen, Handschuhen, Mülltüten und einer kleinen Wegzehrung wurden die Freiwilligen vor Beginn der Aktion von der Stadt Hattersheim ausgestattet. Bei den Aufführungen des „Müll-Mitmach-Theaters“ zeigten insgesamt 42 Schülerinnen und Schüler aus der zweiten und vierten Klasse der Regenbogenschule sowie 45 Schülerinnen und Schüler aus der zweiten und dritten Klasse der Robinsonschule viel Interesse am Thema Müll und Umweltschutz. Der Zauberer Zappalott erarbeitete während der Vorstellung gemeinsam mit den Kindern die besondere Bedeutung des Zusammenspiels zwischen Mensch und Natur - insbesondere im Hinblick auf Abfall, Mülltrennung und Müllvermeidung.

Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) bedankte sich nach der Aktion beim Dankeschön-Abend in der Halle des Kleingartenvereins bei den Helferinnen und Helfern: „Besonders freut mich die Beobachtung einiger Gruppen, dass sich ihre Sammelbezirke, in denen sie bereits seit mehreren Jahren im Rahmen des Aktionstags reinigen, positiv verändert haben. In diesem Jahr haben sie dort bedeutend weniger herumliegenden Abfall vorgefunden. Umweltschutz wird ein immer präsenteres Thema und die Menschen scheinen achtsamer mit ihrer Umwelt umzugehen.“ meh

Auch interessant

Kommentare