Außen und innen neu gestaltet präsentiert sich das Gebäude der Taunussparkasse an der Hauptstraße.
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Außen und innen neu gestaltet präsentiert sich das Gebäude der Taunussparkasse an der Hauptstraße.

Wirtschaft

Hattersheim: "Ein Bekenntnis zum Standort"

Die modernisierte Filiale der Taunussparkasse an der Hauptstraße wurde nun offiziell eröffnet.

Hattersheim -Nichts dokumentiert den Wandel in der Finanz-Branche so deutlich wie die noch vorhandenen Filialen von Banken und Sparkassen. Waren es früher gediegene Geschäftsräume mit Marmor, Edelholz und Spiegelglanz, so sind die Filialen nun eher sachlicher und heller geworden. Jedenfalls soll der Eindruck entstehen, dass die Bankfiliale von heute ein Raum mit Kaffee-Ecke sowie offenen Beratungsplätzen ist, bei dem Kunden ihre Geschäfte leicht und locker tätigen können. In der Realität ist das sicherlich nicht so. Ob die Bankenkrise und der danach zunehmende politische Druck sowie die Vorgaben der Europäischen Zentralbank (EZB) auf Sparkassen und Banken dafür verantwortlich sind, dass die Geschäftsräume schlichter geworden sind, ist nicht eindeutig zu analysieren. Sicher ist nur: In regelmäßigen Abständen werden die Filialen modernisiert. Was gestern als schick galt, ist morgen schon wieder veraltet. So ähnlich verhält es sich mit den Kunden. Das Online-Banking und die Sparkassen-App haben ihren Teil dazu beigetragen, dass die Kunden nicht mehr so zahlreich die Bankfilialen aufsuchen müssen. So auch bei den Hauptfilialen der Taunussparkasse in Flörsheim und Hattersheim. Die beiden mehrgeschossigen Gebäude in den beiden Innenstädten wurden für die neuen Geschäftsräume umfassend saniert und renoviert. Während die Filiale an der Flörsheimer Bahnhofstraße/Ecke Erzbergerstraße wegen der Corona-Krise schon vor einigen Wochen ohne großes Tam-Tam eröffnet wurde, gab es gestern in der Hattersheimer Filiale an der Hauptstraße eine Eröffnungsfeier mit geladenen Gästen. Dazu waren Gäste aus Flörsheim, wie beispielsweise Flörsheims Bürgermeister Dr. Bernd Blisch (CDU), eingeladen, um gemeinsam die Wiedereröffnungen in kleinem Rahmen zu feiern. In den beiden umgebauten Filialen sind übrigens jeweils die Abbildungen der Stadtwappen in den Wänden integriert.

Taunussparkassen-Vorstandsmitglied Markus Franz erläuterte in seiner Ansprache, dass die Taunussparkasse in der Nachbarstadt Flörsheim 35 Prozent Marktanteile auf dem Bankensektor habe, in Hattersheim stattliche 28 Prozent. Der ehemalige Taunussparkassen-Filialeleiter Theo Heuser, der ebenfalls bei der Eröffnungsfeier dabei war, habe die Grundlagen für diese Marktposition geschaffen, sagte Markus Franz. Er betonte, dass die Sparkasse weiterhin in der Stadt bleibe und an den Standorten der Mainschiene - damit sind Hattersheim, Flörsheim und Hochheim gemeint - einige Millionen Euro investiert habe. Im Gegensatz zu einem Mitbewerber in Hattersheim, der Commerzbank, die sich aus Hattersheim zurückziehen wolle.

In Hattersheim, so erklärte Franz weiter, haben die Arbeiten länger als ursprünglich geplant gedauert. Und der Platz vor der Filiale an der Hauptstraße, der so etwas wie das Eingangstor zur Altstadt ist, wird ebenfalls komplett neu gestaltet. Diese Fläche werde im nächsten Jahr fertiggestellt. Während in Flörsheim knapp 4,2 Millionen Euro investiert wurden, betrugen die Bau- und Sanierungskosten in Hattersheim rund 7,5 Millionen Euro, erläuterte das Vorstandsmitglied.

Was ist nun in der 300 Quadratmeter großen Filiale, die von Leiterin Susanne Schulmeyer und ihrem Team geführt wird, neu? Zum einen kann künftig eine Video-Beratung durchgeführt werden. Außerdem wird eine Schließfach-Anlage installiert, die - wie in Flörsheim ebenfalls - für die Kunden 24 Stunden erreichbar ist. Die Geldautomaten in der Filiale sind von 5 Uhr morgens bis 24 Uhr nachts zugänglich.

Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) freute sich darüber, dass im "digitalen Zeitalter die Taunussparkasse am Standort an der Hauptstraße investiert". Dies sei ein Bekenntnis zu Hattersheim. Der Platz vor der Sparkassen-Filiale werde dann im nächsten Jahr mit den Namen der ungarischen Partnerstadt Mosonmagyaróvár erhalten, kündigte der Rathauschef an. Niklaus Mehrfeld

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