Seit einigen Tagen überragt der gelbe Kran die Baustelle. Dort errichtet die Hawobau einen dreistöckigen Neubau mit Wohnungen und Büros. Er soll im Frühsommer 2022 fertiggestellt sein. Foto: kröner
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Seit einigen Tagen überragt der gelbe Kran die Baustelle. Dort errichtet die Hawobau einen dreistöckigen Neubau mit Wohnungen und Büros. Er soll im Frühsommer 2022 fertiggestellt sein. Foto: kröner

Wohnungsmarkt

Hattersheim: Ein kniffliges Bauprojekt

Der Kran steht, die Arbeiten an der Untertorstraße nehmen Fahrt auf.

Hattersheim -Ein Kran hebt tonnenschwere Lasten an. Die Bestandteile fügen sich im Laufe mehrerer Stunden zu einem anderen Kran zusammen. Dieses Schauspiel gab es dieser Tage in der Untertorstraße zu sehen, die aufgrund der Arbeiten kurzzeitig gesperrt wurde. Vor dem Bahnhof kam ein Spezialfahrzeug zum Einsatz, um die Bestandteile eines großen Baukrans von einem Transporter abzuladen. Einen Tag später stand der gelbe "Turm" samt Ausleger mitten auf der Baustelle. Der Kran überragt nun unübersehbar das unbebaute Grundstück zwischen Untertorstraße und Hessendamm. Er wird benötigt, um das geplante Wohn- und Bürogebäude der Hattersheimer Wohnungsbaugesellschaft (Hawobau) zu errichten.

24 Wohnungen und 6 Büros

Der Fortgang an der Baustelle liege im Zeitplan, erklärt Bürgermeister Klaus Schindling (CDU), der Anfang Dezember den symbolischen Spatenstich gesetzt hatte. Nachdem der Kran ordnungsgemäß gestellt wurde, entscheide das Wetter über die Geschwindigkeit des Fortschritts. "Abhängig von der Witterungslage wird in Kürze mit der Gründung und der Bodenplatte begonnen", berichtet der Verwaltungschef. Schindling erwartet die Fertigstellung des Rohbaus im August.

Das Gebäude soll den künftigen Bewohnern einen Lärmschutz gegenüber der angrenzenden Bahnlinie bieten. Durch die Ausrichtung der beiden parallel angeordneten Baukörper entstehe im Außenbereich ein attraktiver Innenhof, erklärt Hawobau-Geschäftsführer Holger Kazzer. Dieser abgegrenzte Hof ermögliche einen angenehmen Aufenthalt im Freien und schaffe die erforderlichen Ruhebereiche in den Wohnungen. Nach der Fertigstellung soll der dreistöckige Neubau 24 Wohneinheiten und 6 Büros beherbergen. Insgesamt erstrecken sich die geplanten Wohn- und Gewerbeinheiten über eine Fläche von rund 2500 Quadratmetern. Bewohner erreichen die Zwei-, Drei- und Vierzimmer-Wohnungen barrierefrei mit einem Aufzug. Außerdem soll jede Wohnung über einen großen Balkon verfügen. Auch an Parkmöglichkeiten wurde gedacht. Die Bewohner finden ihre Stellplätze in einer Tiefgarage auf dem Grundstück. Der Gebäudeteil, der am nächsten zur Bahntrasse errichtet wird, soll künftig die Büroflächen beherbergen. Dort wird das städtische Referat für Kinder, Jugend, Senioren und Soziales die Rückkehr in die Untertorstraße feiern. Das Amt befand sich zuvor im Vorgängergebäude am selben Standort.

Neun Millionen Euro werden investiert

Das Projekt hat sich als knifflig erwiesen und im Laufe der Planungen leicht gewandelt. Ursprünglich wollte die Hawobau einen viergeschossigen Bau in die Untertorstraße setzen. Dass letztlich doch nur drei Stockwerke in die Höhe gebaut werden, ergab sich aus dem Standort. Die besondere Lage zwischen Bahnstrecke und Hessendamm habe hohe Anforderungen an die Planung gestellt, erläuterte Geschäftsführer Kazzer. Der Aufsichtsrat der Wohnungsbaugesellschaft habe lange um die Geschosshöhe für das Mehrfamilienhaus gerungen. Mit den 24 Wohnungen möchte die Hawobau bezahlbaren Wohnraum in Hattersheim schaffen. Geförderte Sozialwohnungen wird man in der Untertorstraße allerdings nicht finden, obwohl dies ursprünglich einmal angedacht war. Es habe Einschränkungen durch die umliegende Infrastruktur gegeben, die eine Förderung nicht möglich machten, erläutert Kazzer.

Die Wohnungsbaugesellschaft möchte im Frühsommer dieses Jahres mit der Vermietung der Wohnungen beginnen. Die Fertigstellung des Projektes ist für den Frühsommer 2022 angepeilt. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme schlagen mit rund neun Millionen Euro zu Buche. sas

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