Der Spielplatz am Stadtpark hat unter anderem wieder eine Schaukel bekommen. Foto: Kröner
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Der Spielplatz am Stadtpark hat unter anderem wieder eine Schaukel bekommen.

Infrastruktur

Hattersheim: Ein Wohlfühlort für Jung und Alt

Das Spielgelände am Stadtpark-Weiher wurde neu gestaltet und bekommt viel Lob.

Hattersheim -Pünktlich zur Rückkehr von Sonnenschein und warmen Temperaturen strahlt der Spielplatz im Stadtpark in neuem Glanz. Hattersheimer, die es nach der Lockerung der Corona-Maßnahmen ins Freie zieht, finden auf dem Gelände neben dem Familientreff Grünes Haus gleich mehrere Neuerungen.

Am Rande des Fußwegs erhebt sich ein zeltförmiges Klettergerüst über einer Sandgrube. Dort können Mädchen und Jungen ab sofort auf roten und gelben Seilen ihre Geschicklichkeit beweisen. Gestern Mittag blieb der Kletterturm allerdings leer - wahrscheinlich, weil er mitten in der Sonne steht. Glücklicherweise gibt es für solche Tageszeiten auch Neuerungen im Schutz der Bäume. Eine kleine Holzeisenbahn, die schon früher im Schatten stand, wurde gegen ein modernes Modell ausgetauscht. Zum neu installierten Angebot gehören auch eine Schaukel sowie ein Karussell, das Kinder von Hand antreiben können. Anstelle der bisherigen roten Fallschutzplatten erstrecken sich nun überall Sandflächen. Außerdem ließ die Stadt die Sitzbänke ersetzen. Der gesamte Umbau des Geländes kostete rund 40 000 Euro. Bei Nutzern, die den früheren Zustand kennen, scheint die Neugestaltung gut anzukommen.

Dazu gehören die Spielgruppen aus dem Grünen Haus, die sich über die Ergänzungen und Erneuerungen vor ihrer Tür freuen. "Der Spielplatz ist einfach nur toll geworden", schwärmt Rita Becker. Die Hattersheimerin leitet das "Treffpünktchen", das Ende Mai in seine Räume im Park zurückkehrte. Bis Mitte Dezember habe sie im Grünen Haus einen "Logenplatz" für die Umgestaltung des Spielplatzes gehabt, erzählt Becker. Dann kam der Lockdown der zweiten Corona-Welle, und die betreuten Spielgruppen stellten ihre Arbeit ein. Erst am vergangenen Mittwoch habe sie die Gelegenheit gehabt, das Endergebnis zu bestaunen, so Rita Becker. Was sie vorfand, sei "ein Wohlfühlort".

In der Vergangenheit hatte Rita Becker nicht nur Freude mit dem Spielplatz rund um das Grüne Haus. Der Treffpunkt zog auch Vandalen an, die Tische oder Bänke beschädigten und beschmierten. Momentan ist die Vorsitzende des Vereins Spielgruppen Hattersheim jedoch voll und ganz zufrieden. Das Gelände sei für altersmäßig unterschiedliche Kinder mit interessanten und abwechslungsreichen Spielgeräten bestückt. "Und nebenbei werden Gleichgewichtssinn sowie Grob- und Feinmotorik spielerisch geschult", lobt die Leiterin des Treffpünktchens. Mit Bänken zum Ausruhen für Senioren sei außerdem an alle Altersgruppen gedacht worden.

Die Spielgruppen aus dem Grünen Haus wurden im Vorfeld der Neugestaltung in die Planung einbezogen. "Wir wollten den Nutzern etwas bieten und den Spielplatz attraktiver machen", erklärt Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) die Maßnahme. Der Umbau sei aber auch notwendig geworden, weil einige Spielgeräte in die Jahre gekommen waren. Trotz der derzeit sehr positiven Rückmeldungen muss die Verwaltung die Gefahr des Vandalismus immer berücksichtigen: Bei den Bänken sei deshalb auf die Verwendung widerstandsfähiger Materialien geachtet worden, erläutert der Rathauschef. "Wir müssen anscheinend in der heutigen Zeit immer robust bauen."

Nun bleibt zu hoffen, dass der neue Zustand möglichst lange erhalten bleibt. Wie wenig Respekt manche Parkbesucher vor attraktiven öffentlichen Angeboten haben, zeigte sich erst Ende 2018. Damals dauerte es keine sieben Tage, bis sich Randalierer über einen neu aufgestellten Bücherschrank vor dem Grünen Haus hermachten. Bücher wurden angezündet, zerfetzt und in den Weiher geworfen. Auch der Schrank selbst trug Brandspuren davon. Klaus Schindling hatte betont, dass die Stadt nicht vor Zerstörungswut kapituliere und den Bücherschrank an seinen Standort zurückbringe. Dies sei immer noch geplant, erläuterte er gestern auf Nachfrage des Kreisblatts. Dieses mal sei vorgesehen, einen stabileren Aufbewahrungsort aus Stahl oder Stein im Stadtpark zu errichten. Die Umsetzung habe sich durch die Corona-Pandemie verzögert. sas

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