hka_newfreibad_140720_4c_4c_1
+
Einsam zieht dieser Mann seine Bahnen im Hattersheimer Freibad. Das Schwimmbad ist seit mehr als einer Woche geschlossen. Das Fazit über die diesjährige Saison fällt positiv aus.

Bilanz

Hattersheim: Eine schwierige Saison

Trotz Corona-Krise und der damit verbundenen Einschränkungen besuchten über 40 000 Besucher das Freibad am Schwarzbach.

Hattersheim -Ende gut, alles gut: So könnte das Fazit für die diesjährige Freibad-Badesaison lauten. Für die Schwimmbad-Chefin Silke Schwenn und ihr Team ist eine anstrengende Saison zu Ende gegangen. Täglich mussten wegen der Corona-Pandemie umfangreiche Hygiene-Maßnahmen erfüllt werden, die aufwendige Reinigungsarbeiten erforderten. Dazu kamen noch eine neue Regelung bei den Öffnungszeiten sowie eine ständige Überwachung der Regelungen wegen der Corona-Krise. Einfach war das für das Schwimmbad-Team alles nicht. Unrühmlicher Höhepunkt der Saison war dann der Betrugsversuch von einigen jungen Männern, um beim Erwerb von Tickets über den Webshop der Stadt Hattersheim den Preis nicht zu entrichten. Die Sache wurde aufgedeckt und das kriminelle Treiben beendet.

Zur Bilanz: Rund 40 000 Gäste besuchten in dieser Saison das Freibad am Ladislaus-Winterstein-Ring. "Auch wenn sich dort in den vergangenen Jahren rund doppelt so viele Besucher tummelten, fällt das Resümee in diesem Jahr positiv aus, konnte man doch wegen der Pandemie nur eingeschränkt öffnen", heißt es in einer Mitteilung des Magistrates dazu.

Im März hatten die ersten Vorbereitungsarbeiten der städtischen Mitarbeiter für die Freibadsaison begonnen. Kurz darauf mussten die Pläne jedoch aufgrund des Ausbruchs der Corona-Pandemie und aller ausgerufenen Maßnahmen unterbrochen werden. Nachdem am 15. Juni die Öffnung der Freibäder durch die Hessische Landesregierung wieder erlaubt worden war, galt es, schnellstmöglich ein Hygienekonzept zu erstellen und den gesamten Besucherverkehr zu organisieren.

Am 22. Juni war es dann so weit und das Schwimmbad war bereit für die vielen wartenden Badegäste. Um möglichst vielen Menschen den Zutritt ins Freibad zu ermöglichen, wurden drei Zeitfenster für die maximale Aufenthaltsdauer eingeführt. So konnten am Vormittag und Mittag jeweils 300 Gäste das Freibad besuchen, am Nachmittag dann bis zu 800 Besucherinnen und Besucher. Für die Abstandswahrung im Becken gab es einen Kreisverkehr mit Einbahnstraßenregelung für die Schwimmer.

Über den neuen Webshop konnten die Schwimmer die Tickets erwerben. Der Online-Shop wurde von den Freibadgästen sehr gut angenommen, trotz manch kleiner Anfangsschwierigkeiten auf der Plattform, die aber schnell behoben werden konnten. Für Badegäste ohne Internetzugang bot die Stadtverwaltung am Empfang des Rathauses zusätzlich die Möglichkeit an, Freibadtickets zu kaufen.

Damit die Badegäste die Schwimmbadsaison so lange wie möglich genießen konnten, entschied Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) dann spontan, das Schwimmbad aufgrund des schönen Spätsommers noch bis zum 20. September geöffnet zu lassen.

Übrigens: Die Schwimmmeister und Mitarbeiter der Stadtwerke freuten sich sehr über das viele Lob der Badegäste, auch aus den Nachbargemeinden, die sehr froh waren, dass das Freibad trotz der besonderen Umstände geöffnet werden konnte.

Rathauschef Klaus Schindling dankte vor allem den städtischen Mitarbeitern, die dies möglich gemacht hatten: "Wir haben es in kürzester Zeit geschafft, die Vorgaben für eine Öffnung umzusetzen. Dank des ausgearbeiteten Hygienekonzeptes hatten unsere Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, zumindest eingeschränkt, das kühle Nass unseres schönen Freibades in Hattersheim zu genießen. Für künftige Sommer fühlen wir uns nun auch unter erschwerten Bedingungen gut gerüstet." meh/hk

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare