Sie freuten sich bei der Spendenübergabe im Tierpark (v. li.): Klaus-Dieter Simon (Förderverein), Rathauschef Klaus Schindling sowie Christopher Reuter vom FC Eddersheim. foto: kröner
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Sie freuten sich bei der Spendenübergabe im Tierpark (v. li.): Klaus-Dieter Simon (Förderverein), Rathauschef Klaus Schindling sowie Christopher Reuter vom FC Eddersheim. foto: kröner

Vereine

Hattersheim: Erst die Spende, dann das erste Heimspiel

Der FC Eddersheim bewältigt mit "vielen positiv Verrückten" die Corona-Krise und hilft sogar dem Tierpark-Förderverein.

Hattersheim/Eddersheim -Heute steigt die Spannung auf dem Sportplatz am Eddersheimer Mainufer. Wenn die Erste Mannschaft des FC Eddersheim (FCE) zum Freundschaftsspiel gegen den TSV Schott Mainz aufläuft, werden einige Verantwortliche ganz genau hinschauen. Das erste Heimspiel seit der Corona-Unterbrechung ist nämlich gleich in doppelter Hinsicht ein Probelauf. Auf sportlicher Ebene schießen sich die Spieler auf den Hessenliga-Saisonstart am 6. September ein. Gleichzeitig wird der Eddersheimer Fußballabend aber auch zeigen, wie reibungslos die Hygienemaßnahmen rund um das Spielfeld funktionieren. "Wir testen unser Konzept", erklärt der Zweite Vorsitzende Christopher Reuter auf Kreisblatt-Nachfrage.

Um halbwegs normale Verhältnisse auf den Spielflächen am Mainufer zu schaffen, waren ausgiebige Vorbereitungen notwendig. Ein 20 Personen starkes Team aus Mitgliedern des Vorstands und des Bauausschusses habe eine Woche lang an den Maßnahmen gefeilt, berichtet Reuter. Der FCE hat ein umfassendes Konzept für die Umsetzung des Spielbetriebes erstellt, das mittlerweile über die Stadt an das Gesundheitsamt des Main-Taunus-Kreises weitergeleitet wurde. Das Ergebnis der Prüfung steht noch aus.

Die allgemeinen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sehen vor, dass der Fußballverein abzüglich der Spieler bis zu 250 Personen auf sein Gelände lassen darf. Der Einlass weiterer Zuschauer ist möglich, wenn ein speziell zugeschnittenes Hygienekonzept vorliegt. Der Zweite Vorsitzende schätzt den gewöhnlichem Zuspruch bei Heimspielen auf 300 bis 400 Personen. Bei Spitzenspielen liege die Zuschauerzahl sogar zwischen 700 und 800 Personen. Aus diesem Grund hat der FCE sein erweitertes Konzept für bis zu 700 Besucher ausgearbeitet. Der Plan umfasst verschiedene Maßnahmen, die vom Einlass an der Kasse bis zum Spielfeldrand reichen.

Unnötige Menschenansammlungen möchte die Planer des FCE vermeiden, indem sie den Sportplatz in drei Zonen einteilen. Zone 1 darf nur von den Aktiven beider Mannschaften betreten werden, Zone 2 steht zusätzlich auch den Trainern sowie den Betreuern offen, und Zone 3 ist der Bereich, in dem sich die Zuschauer bewegen. Fans, die am Spielfeldrand stehen, müssen keine Masken tragen. Auf dem Weg zur Toilette sei die Mund-Nase-Abdeckung allerdings erforderlich, berichtet Christopher Reuter. Außerdem hat der FCE jeden zweiten Sitzplatz auf der Tribüne abgesperrt, um den Mindestabstand zu gewährleisten. Auf der Auswechselbank sei der Abstand von 1,50 Meter hingen schwer einzuhalten, erläutert das FCE-Mitglied. Deshalb müssen die Auswechselspieler alle eine Gesichtsabdeckung tragen.

Überall dort, wo Menschen dicht beieinander stehen, soll ein Spuckschutz für hygienische Begegnungen sorgen. Der Bauausschuss habe Plexiglas-Scheiben an der Grillhütte, am Getränkestand und an der Kasse installiert, erklärt Reuter. Für die Durchführung des Spieltages unter Corona-Bedingungen habe der Verein kein zusätzliches Personal einstellen müssen. Der FCE könne sich auf ehrenamtliche Helfer stützen, die am vergangenen Donnerstag in die besonderen Vorgaben eingewiesen wurden. "Wir haben viele positiv Verrückte", so Christopher Reuter. Die Mannschaften konnten Anfang des Monats wieder mit dem normalen Training beginnen. Bis 1. August seien nur Trainingsgruppen mit bis zu zehn Personen erlaubt gewesen. "Da die Kabinen geschlossen sind, kommen die Spieler schon in Sportkleidung auf den Platz", sagt Reuter. Obwohl die Vorbereitungszeit vor dem Liga-Start kürzer ausfällt, ist der er guter Dinge. Die meisten Spieler seien relativ fit aus der Pause wieder gekommen, erklärt Reuter. Viele hätten die Zeit genutzt, um individuell zu trainieren. sas

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