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Hattersheim: FDP möchte „viel mit Jugendlichen diskutieren“

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Er war der Ehrengast beim FDP-Sommerfest der Liberalen: Wolfgang Gerhardt (re.), neben FDP-Fraktionschef Dietrich Muth. FOTO: Privat/FDP Hattersheim
Er war der Ehrengast beim FDP-Sommerfest der Liberalen: Wolfgang Gerhardt (re.), neben FDP-Fraktionschef Dietrich Muth. © FDP Hattersheim

Freidemokraten feiern mit einem prominenten Ehrengast ihr Sommerfest und sprechen über neue Ziele.

Hattersheim -Für die Freidemokraten in der einstigen Rosenstadt ist es wohl eine aufregende Zeit. Zum einen sind ihre Parteifreunde in Berlin bundespolitisch nach Jahren der Abstinenz wieder einmal mit Hilfe einer Koalitionsvereinbarung in der Regierungsverantwortung. Sorgt dies oft schon unter den Liberalen für Diskussionen, so läuft es bei Regierungsbeteiligung in Hattersheim eher ruhig. Zwar waren die Freidemokraten nach der jüngsten Kommunalwahl nicht überglücklich darüber, dass sie trotz sichtbar guter Arbeit, wie Fraktionschef Dietrich Muth meinte, keinen Stimmenzuwachs erzielen konnten. Dennoch hielten und halten sie der Koalition mit CDU und Freien Wählern die Treue, weil die Freidemokraten damit am besten ihre politischen Vorstellungen umgesetzt sieht.

Die FDP möchte sich bei den Hattersheimerinnen und Hattersheimern aber öffentlich besser positionieren als bisher. Waren es vor einigen Jahren noch die Wolfgang-Mischnick-Skat-Gedächtnisturniere, mit denen die Freidemokraten für sich warben, so stehen nun Sozialthemen an vorderster Stelle. Die Liberalen erinnerten daran, dass sie bereits in ihrem Kommunalwahlprogramm die Senioren in den Fokus gerückt hatten. Bei einer Tour der Sommer-Fraktion zur Altmünstermühle wurde ihr nämlich dort von Mitarbeitern mitgeteilt, dass der Beratungsbedarf von älteren Menschen stark zugenommen hat. Die FDP hatte einige Wochen vorher einen entsprechenden Antrag unterstützt, der ebenfalls als Sozialberatung für Ältere verstanden werden kann. Mit Anlaufstellen zur Beratung in allen Stadtteilen könne für Senioren zugleich ein wirksames städtisches Hilfsangebot unterbreitet werden, lautete der Tenor.

Nun kommt ein weiteres Arbeitsthema hinzu, dass im Rahmen des jüngsten Sommerfestes bekannt gegeben wurde. Das lange geplante Fest der Hattersheimer Liberalen Mitte September „fand leider zeitgleich mit dem lange sehnlichst erwarteten Regen statt“, wie FDP-Pressereferent Matthias Wallenfels erläuterte. Dennoch habe Norbert Reichert, Vorsitzender des Hattersheimer FDP-Ortsverbandes, „wichtige Anregungen“ aus den Gesprächen mit den Gästen mitgenommen, die wegen des Regens unter einem schützenden Dach in gemütlicher Runde stattgefunden hatten. Die Hattersheimer Liberalen hatten unter anderen mit Dr. Wolfgang Gerhardt, dem Ehrenvorsitzenden der Friedrich-Naumann-Stiftung sowie ehemaligen Minister des Landes und des Bundes, diese Gespräche beim Sommerfest geführt. Die Themen Bildung und Jugendarbeit hätten den Schwerpunkt der Gespräche ausgemacht. „Eine umfängliche Bildung ist die Basis für die Sicherung der Freiheit und für eine Meinungsbildung“, meinte Norbert Reichert. Der FDP-Vorsitzende ging dann auf die Hattersheimer Belange ein. „Darum ist es uns als FDP wichtig, viel mit Jugendlichen zu diskutieren, damit diese möglichst viele Standpunkte der Liberalen kennenlernen und sich eine eigene Meinung dazu bilden können. Das passt zu unserem Motto ,Freiheit beginnt vor Ort’“, erklärte Norbert Reichert.

Im FDP-Ortsverbandsvorstand sei nun festgelegt worden, dass die Liberalen verstärkt in Kontakt mit Jugendlichen kommen wollen. Das von der FDP entwickelte „Leitbild Jugend und Soziales“ sowie das Schüler- und Jugendparlament böten dabei „mögliche Ansatzpunkte“. Aber auch der liberale Stammtisch stehe jungen Mitbürgern für deren Anliegen offen. FDP-Chef Reichert will zudem mit Vertretern der Hattersheimer Jugendarbeit in Kontakt kommen „um besser zu verstehen, wie wir als FDP die Jugendlichen mit unserer parlamentarischen Arbeit unterstützen können“. meh

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