Das Bild zeigt Rathauschef Klaus Schindling nach der Kranzniederlegung am Ehrenmal in Mosonmagyaróvá. foto: privat/stadt hattersheim
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Das Bild zeigt Rathauschef Klaus Schindling nach der Kranzniederlegung am Ehrenmal in Mosonmagyaróvá. foto: privat/stadt hattersheim

Städtepartnerschaft

Hattersheim: Freundschaftsbekundung am Ehrenmal

Eine kleine städtische Delegation besuchte die ungarische Partnerstadt Mosonmagyaróvár.

Hattersheim -Eine richtige Freundschaft oder Städtepartnerschaft lässt sich von der Corona-Krise nicht in die Knie zwingen. Schließlich haben ja alle Länder die gleichen Probleme mit der Pandemie. Nämlich die Zahl der Infizierten möglichst gering zu halten und darauf zu warten, bis ein Impfstoff oder eine rasch helfende Heilmethode gefunden wird, die zig Millionen Menschen einen sicheren Schutz vor den Viren bietet. So ist es während der Corona-Krise zugleich immer eine Frage der Abwägung, was noch als vertretbares Risiko bei einem Treffen im Ausland gelten kann. Werden alle Sicherheitsregeln eingehalten, wie das Tragen von Gesichtsmasken sowie die Abstands- und Hygieneregeln, dann kann damit das Risiko einer Infizierung zumindest theoretisch nach dem derzeitigen Wissensstand weitgehend ausgeschlossen werden. Kurzum: Ein Risiko besteht derzeit immer und überall, eben auch in Deutschland. Dass das Risiko einer Ansteckung in einigen Ländern größer ist als in Deutschland, gilt als sicher. Was jedoch viel kleiner ausfällt als zu "normalen" Zeiten, ist jedoch die Zahl der Delegationsteilnehmer. Scheuen sich doch zu Recht viele Menschen, in diesen Zeiten ins Ausland zu reisen. So wurden Reisen in Partnerstädte allesamt abgesagt. So zum Beispiel in der Nachbarstadt Flörsheim, die mit Pyskowice in Polen, Pérols in Südfrankreich sowie Güzelbahçe in der Türkei gleich drei Partnerstädte hat.

abgesagt werden

Zurück nach Hattersheim: Eine vier Personen umfassende Delegation war einige Tage zu Gast in der ungarischen Partnerstadt Mosonmagyaróvár. In der Regel findet jedes Jahr am 20. August dort ein großes Festival zu Ehren des Heiligen Stephan I., dem ersten König des von ihm begründeten Königreiches Ungarn, statt. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde dies in diesem Jahr abgesagt. Alternativ fand unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen ein kurzes Programm am Nationalfeiertag statt. Eröffnet wurde der Tag mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal in Mosonmagyaróvár. Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) und Ehrenstadtrat Bernd Caspari legten am Ehrenmal symbolisch einen Kranz für die Stadt Hattersheim nieder, um damit der ungarischen Partnerstadt die Verbundenheit zu zeigen.

"Im Anschluss an ein gemeinsames Mittagessen und einer kurzen Pause fand - unter strenger Beachtung der Abstandsregelung - eine feierliche Gemeinderatssitzung mit offiziellem Empfang der Gäste aus den Partnerstädten statt", teilte eine Sprecherin der Verwaltung weiter mit. Der Bürgermeister von Mosonmagyaróvár, Dr. Árvay István, lud die Hattersheimer Delegation danach einzeln zu persönlichen Gesprächen in sein Büro ein.

Den gesamten Aufenthalt habe unter anderem ein Besuch der Kreisstadt Gyor, mit der Besichtigung der ältesten Kirche von Ungarn, eine Bootsfahrt auf der Donau sowie eine Führung durch die Krypta der Kirche in Mosonmagyaróvár abgerundet, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung weiter.

"Es ist uns immer wieder eine Freude, so gastfreundlich und freundschaftlich in unserer ungarischen Partnerstadt empfangen zu werden. Keine Kosten und Mühen werden gescheut, um uns unseren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten", lobte der Hattersheimer Rathauschef.

Man könne sagen, dass aus einstmals unbekannten Gastgebern mittlerweile gute und zuverlässige Freunde geworden sind. Die Pflege dieser Freundschaften sowie Bekanntschaften sei ihm ein besonders wichtiges Anliegen, denn eine Städtepartnerschaft verbinde nicht nur zwei europäische Länder, sondern schaffe auch neue persönliche Verbindungen, erklärte Bürgermeister Klaus Schindling. meh

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