Sitzplätze im Freien werden in den Sommermonaten unter anderem von den Gaststätten in der Fußgängerzone Am Markt angeboten.
+
Sitzplätze im Freien werden in den Sommermonaten unter anderem von den Gaststätten in der Fußgängerzone Am Markt angeboten.

Politik

Hattersheim: Für Außengastronomie sind keine Gebühren fällig

Stadtverordnete beschließen einstimmig den Erlass der Sondernutzungsgebühren für vier Jahre.

Hattersheim -Noch vor einigen Wochen war dieses Szenario ein Wunschtraum: Bei Sonnenschein und über 25 Grad Celsius planschen Kinder vergnügt im Freibad. In der Fußgängerzone am Markt sowie an der Hauptstraße und in den Stadtteilen ist die Außengastronomie geöffnet. Die Eissalons sind wieder geöffnet und alle Gäste sitzen ohne Masken an den Tischen. Nur das Service-Personal muss noch Schutzmasken tragen. Doch das ist dann schon fast das einzige, was den Wunschtraum etwas beeinträchtigt.

In der Zwischenzeit ist der Wunschtraum vieler Menschen zur Realität geworden. Das fängt an mit der kultigen Freiluftveranstaltungsreihe "Die Post geht ab" im Innenhof des Alten Posthofs, die am Sonntagmorgen erstmals in diesem Jahr stattfand, und hört bei den Gastronomiebetrieben auf, die endlich wieder geöffnet haben. Kein Regen sondern Sonne, und viele Bewohner - nicht nur im Main-Taunus-Kreis - haben in der Zwischenzeit zwei Impftermine absolviert und es gibt wieder Sitzplätze im Außenbereich von Gaststätten - ohne Einschränkungen wie Masken tragen oder dem Vorweisen von Corona-Tests. In der Zwischenzeit geht es also zu Beginn der Sommerwochen wieder aufwärts mit dem öffentlichen Leben. Und weil dies so ist, soll das noch etwas wacklige Pflänzchen Normalität weiter gepflegt werden. Zum Beispiel mit der Unterstützung der Gastwirte.

Die Corona-Krise hat bekanntlich besonders die Gastronomie hart getroffen. Durch die im Rahmen der zur Eindämmung der Pandemie notwendig erachtenden Einschränkungen und den damit verbundenen Schließungen von Lokalen während einiger Monate sind viele Geschäfte um ihre Umsätze gebracht worden. Um diese etwas abzumildern, gibt es nicht nur die staatlich angebotenen Überbrückungshilfe für gastronomische Betriebe, sondern außerdem in einigen Kommunen zusätzliche Unterstützung. So auch in Hattersheim. Während bei den Überbrückungshilfen nicht alles so lief wie vom Bundeswirtschaftsministerium vorgesehen, wurde in Hattersheim schnell entschieden und gehandelt. Dabei spielte es eine Rolle, dass alle Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung dem Vorschlag von Rathauschef Klaus Schindling (CDU) ohne zu Zögern gefolgt waren.

Wie Bürgermeister Klaus Schindling in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung erklärte, möchte der Magistrat durch die Nichterhebung der Sondernutzungsgebühren für die Außengastronomie den Betrieben helfen, schnell wieder in altes Fahrwasser zurückzukehren. Es sei wichtig, dass sich die Menschen im Stadtgebiet an den lauschigen Plätzen treffen könnten, die von den gastronomischen Betrieben angeboten werden. Deshalb beteilige sich die Stadt mit einem Erlass der Gebühren für die Außenbewirtschaftung an der erhofften Normalisierung des Geschäftsbetriebes.

Der Rathauschef hatte aufgrund der besonderen Belastungen für die Gastronomiebetriebe durch die Pandemie bereits im Vorjahr angewiesen, die Sondernutzungsgebühren für die Außenbewirtschaftung für das Jahr 2020 nicht zu erheben. Bereits im Februar hatte die Stadtverordnetenversammlung dem damaligen Antrag von CDU, FWG und FDP einmütig zugestimmt. Nun stand das Thema erneut auf der Tagesordnung, um den Erlass sowie den Antrag rechtlich abzusichern, wie es in der Antragsvorlage formuliert wurde. Dabei waren sich alle Fraktionen einig, dass der Erlass der Sondernutzungsgebühren eine gute Sache ist, um nach der langen Durststrecke den Gaststätten und Cafes zu helfen.

Für den Antrag, die Sondernutzungsgebühren für die Jahre 2020 bis einschließlich 2023 nicht zu erheben, stimmten alle Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung. Die jährliche Summe dieser Sondernutzungsgebühr beträgt laut Verwaltung bisher auf 12 500 Euro. Auf die insgesamt vier Jahre gerechnet, beläuft sich die gesamte Summe für den beschlossenen Gebührenerlass auf rund 50 000 Euro meh

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare