1. Startseite
  2. Region
  3. Main-Taunus
  4. Hattersheim

Hattersheim: Gespräche an der Standsäule

Erstellt:

Kommentare

Gruppenfoto am MTK-Stand mit Erstem Stadtrat, Rathauschefs, Landrat und Wirtschaftsförderern (v. li.): Wolfgang Exner, Klaus Schindling, Alexander Schwarz, Thorsten Kolar, Landrat Michael Cyriax, Hendrik Bahr, Elmar Bociek und Christian Vogt. FOTO: stadt hattersheim
Gruppenfoto am MTK-Stand mit Erstem Stadtrat, Rathauschefs, Landrat und Wirtschaftsförderern (v. li.): Wolfgang Exner, Klaus Schindling, Alexander Schwarz, Thorsten Kolar, Landrat Michael Cyriax, Hendrik Bahr, Elmar Bociek und Christian Vogt. © Stadt Hattersheim

Warum eine Delegation aus dem Rathaus bei der Immobilien-Messe in München war.

Hattersheim -In früheren Zeiten sorgten Besuche von Rathauschefs bei der bekanntesten deutschen Immobilien-Messe, der Expo Real in München, regelmäßig für Anfragen der oppositionellen Fraktionen. Was denn genau die Delegation aus Hattersheim dort gemacht habe und welche Ergebnisse zu melden seien, lauteten dann so oder ähnlich die Anfragen in den Stadtverordnetenversammlungen. Allerdings gab es nach einiger Zeit aus dem Rathaus jeweils kurze Zusammenfassungen über die Besuche in der bayerischen Landeshauptstadt zu Expo-Messezeit. So richtig detailliert waren die Berichte aber nie richtig. Kein Wunder, ist doch die Anbahnung von Geschäftskontakten zugleich eine Diskretionsache. Denn nicht jeder Investor oder Unternehmensvorstand möchte schon am nächsten Tag in der Zeitung oder im Internet lesen, in welcher Stadt oder an welchem Standort er vielleicht bald einige Millionen Euro investieren möchte.

Derzeit mag sich mancher Hattersheimer fragen, warum die städtische Delegation bei der Expo war, schließlich wird in der einstigen Rosenstadt an vielen Stellen gebaut wie noch nie. Trotz Krisenzeit ist ein Ende noch nicht abzusehen. Dazu kommt, dass viele Bauprojekte sich um Monate verzögern. Dennoch: Einer prosperierenden Kommune wie Hattersheim kann es nicht schaden, wenn sie sich auf derartigen Messen als geeigneter Standort den verschiedenen Investoren präsentiert. Die Pflege von Kontakten ist genau so ein Aktivposten einer guten Wirtschaftsförderung wie die Begleitung von Investitionsvorhaben, sprich Bauprojekten, durch diese städtische Abteilung. Die Stadt Hattersheim war jedenfalls „mittendrin“ bei der diesjährigen Immobilienmesse Expo Real, die mit knapp 40 000 Besucherinnen und Besuchern sowie 1900 Ausstellern aus 33 Ländern aufwarten konnte. Aus der Mainstadt waren Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) in Begleitung von Alexander Schwarz und Hendrik Bahr von der städtischen Wirtschaftsförderung in die bayerische Landeshauptstadt angereist.

Die Stadt Hattersheim positionierte sich an dem Gemeinschaftsstand der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main als zentraler Anlaufpunkt. Dort hatte der Main-Taunus-Kreis für die im Kreisgebiet ansässigen Kommunen eine Standsäule gemietet. Die Hattersheimer Stadtverwaltung hatte bereits lange vor der Messe eine Vielzahl an Terminen vereinbart und für Gespräche die Standsäule dann auch rege genutzt.

„Im Hinblick auf die vielen Umbrüche und Unsicherheiten der aktuellen Zeit“, so heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung, seien unter anderem Gespräche mit Handelsunternehmen, mit Vertretern der Rechenzentrumsbranche, mit gewerblichen Projektentwicklern und Startups geführt worden. Darüber hinaus sei das vorhandene Netzwerk gepflegt und außerdem das Unternehmen GMS Global Media Services GmbH, das seinen Hauptsitz nach Hattersheim verlegen wird, an deren Messestand besucht worden.

„Bei allen Aktivitäten und allem Tun in unserer Stadt müssen wir immer auch die wirtschaftliche Gesamtentwicklung im Blick haben. Durch Teuerung, Inflation, Zinspolitik und Energiekrise werden sich auch die Rahmenbedingungen vor Ort verändern. Hattersheim ist ja keine Insel. Wir haben hierzu viele Gespräche auf der Expo Real geführt, um uns ein umfassendes Bild über aktuelle Chancen und Risiken machen zu können“, erklärte Bürgermeister Klaus Schindling.

Zusätzlich seien in Gesprächen sowie mit Werbe- und Informationsmaterialien für den Wirtschaftsstandort Hattersheim geworben worden. Der auf dem Informationsblatt abgedruckte QR-Code, der mit der Rubrik „Wirtschaft und Innovation“ auf der städtischen Internetseite verlinkt, sei während der Messe insgesamt 98 Mal aufgerufen worden.

Bürgermeister Klaus Schindling sowie Wirtschaftsförderer Alexander Schwarz waren sich bei dem positiven Fazit einig. Die vielen Kontakte auf der Expo Real seien gerade in der derzeit unsicheren wirtschaftlichen Gesamtsituation sehr hilfreich gewesen. Auch in Zukunft strebe die Stadt deswegen weitere Teilnahmen an der Expo Real an. meh/red

Auch interessant

Kommentare