Nur an dieser Leiter geht es ins Wasser. Die Rutschbahn im Hintergrund kann derweil wieder genutzt werden. archivfoto: kröner
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Nur an dieser Leiter geht es ins Wasser. Die Rutschbahn im Hintergrund kann derweil wieder genutzt werden. archivfoto: kröner

Schwimmbad

Hattersheim: An der Grenze des Erlaubten

Wegen der Corona-Krise ist die Zahl der Eintrittskarten für das Freibad begrenzt. Doch das Bad ist bei den derzeitigen hochsommerlichen Temperaturen häufig ausgebucht.

Hattersheim -Das Wetter der vergangenen Tage lud nicht gerade zum Aufenthalt in geschlossenen Räumen ein. Über 35 Grad, trocken. Anders ausgedrückt: ideales Schwimmbadwetter. Das spürten auch die Betreiber des städtischen Freibades, das mehrfach an seine Corona-bedingten Kapazitätsgrenzen stieß. Seit Freitag ist die maximale Anzahl der angebotenen Tickets vier Mal erreicht worden, sagt Schwimmmeisterin Silke Schwenn.

Angesichts der hochsommerlichen Temperaturen ist es kaum verwunderlich, dass der Platz im Hattersheimer Freibad begehrt war. In vergangenen Jahren seien bei Temperaturen um die 35 Grad schon bis zu 3500 Gäste gezählt worden, die das Bad über einen Tag verteilt besuchten, erzählt Silke Schwenn. Derzeit ist noch nicht einmal die Hälfte dieser Personenzahl auf dem Gelände erlaubt.

Insgesamt 1400 Badegäste dürfen die Freizeiteinrichtung täglich betreten - 300 am Morgen, weitere 300 um die Mittagszeit und 800 am Nachmittag. Jedes der drei Zeitfenster hat seine eigene Besucherbeschränkung. Ausverkauft seien vor allem die beiden späteren Zeitabschnitte zwischen 10.30 und 13.30 Uhr sowie von 14.30 Uhr bis zur Schließung, berichtet die Schwimmmeisterin. Für die erste Öffnung zwischen 6.30 und 9.30 Uhr gebe es meistens ausreichend Karten.

Alles in geordneten Verhältnissen

Um die Hygieneregeln während der Corona-Zeit einzuhalten, gelten im Freibad besondere Vorgaben für die Schwimmrichtung. Es wurde ein Kreisverkehr im Becken eingerichtet, der verhindern soll, dass sich Schwimmer entgegenkommen. Außerdem wurden die Leitern am Beckenrand so gekennzeichnet, dass einige nur als Einstieg und andere als Ausstieg genutzt werden.

Trotz des Ansturms der vergangenen Tage verlaufe der Badebetrieb in geordneten Verhältnissen, berichtet Silke Schwenn auf Nachfrage dieser Zeitung. "Es ist schon schwierig, aber die Leute halten Abstand", hat die langjährige Schwimmbad-Chefin beobachtet.

Vor einigen Wochen öffnete das Freibad-Team auch die Rutsche und die Sprungbretter, die anfangs noch geschlossen blieben. Die Stadt behielt sich vor, diese Angebote wieder einzuschränken, falls sich Besucher nicht an die Abstandsregeln halten - bisher war dies jedoch nicht nötig. "Manchmal muss man etwas sagen", so Silke Schwenn. Im Großen und Ganzen seien die Leute jedoch froh, dass es die Attraktionen wieder gibt und würden sich an die Abstandsregeln halten.

Wenn voll ist, ist voll - ohne Ausnahme

Der größte Mehraufwand entstehe derzeit durch die andauernde Nachfrage von Besuchern, die auf Einlass hoffen. "Bei uns rufen Hunderte von Leuten an, die fragen, ob wir noch Platz haben", berichtet die Schwimmmeisterin. Sie hat in den vergangenen Tagen schon viele Überzeugungsversuche gehört: Eine Frau, die vier Karten online gekauft hatte, habe am Telefon nachgefragt, ob sie noch ihren Freund mitbringen dürfe. Wenn die Kapazitätsgrenze erreicht ist, muss Silke Schwenn in solchen Fällen aber hart bleiben. "Wir müssen uns dann leider an die Vorgaben halten", betont die Angestellte der Stadt. Die Besucher seien dann meist verständnisvoll.

Wer auf der sicheren Seite sein möchte, sollte die Freibadkarten für das Zeitfenster, das er besuchen möchte, online kaufen. Für den Besuch am Nachmittag können Tickets ohnehin nur online erworben werden. Während der beiden früheren Zeitfenster ist zusätzlich der Kassenautomat vor dem Schwimmbad in Betrieb. sas

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