1. Startseite
  2. Region
  3. Main-Taunus
  4. Hattersheim

Hattersheim: Großer Andrang stößt auf Kapazitätsgrenzen

Erstellt:

Kommentare

Vereinsringchef Pieter Oosterling (Mitte) zapft die ersten Gläser beim Fassbieranstich. FOTO: kröner
Vereinsringchef Pieter Oosterling (Mitte) zapft die ersten Gläser beim Fassbieranstich. FOTO: kröner © Kröner, Sascha

Vereinsring-Chef zieht positive Bilanz für das Wäldchesfest und kann sich Veränderungen gut vorstellen.

Okriftel -Das 70. Okrifteler Wäldchesfest ist Geschichte - und nach Ansicht des kommissarischen Vereinsringvorsitzenden Pieter Oosterling war die Veranstaltung eines runden Geburtstags würdig. "Vier Tage volles Haus", fasst der Cheforganisator das Pfingstwochenende zusammen. Das diesjährige Fest sei besser besucht gewesen, als die vergangenen Auflagen vor Corona.

Oosterling schätzt, dass auf dem Höhepunkt am Samstagabend zwischen 3000 und 4000 Besucher auf dem Platz waren. "Die Leute wollen sich einfach wieder sehen", sagt der Vereinsringchef. Auch die beteiligten Vereinen hätten ihm den positiven Verlauf bestätigt. Etwas Glück hatten die Ausrichter dabei natürlich auch, denn zu Beginn schien das Fest aufgrund von Unwettervorhersagen unter keinem guten Stern zu stehen. Okriftel blieb jedoch von schweren Gewittern verschont. Trotz Sturmwarnungen habe es am Sonntag "nur mal genieselt", sagt Pieter Oosterling.

Der starke Zuspruch führte am Samstag allerdings zu Stau an den beiden Essensständen. Wer nach dem Fassbieranstich am Samstag eine Bratwurst mit Pommes kaufen wollte, der musste sich eine Viertelstunde lang gedulden. Oosterling räumt ein, dass der Verkauf aufgrund des Andrangs an die Kapazitätsgrenzen stieß. "Dann muss der Besucher halt mal warten", so der kommissarische Chef des Vereinsrings. Man habe extra Wert darauf gelegt, Kasse und Essensausgabe aus hygienischen Gründen voneinander zu trennen. Hinter der viertägigen Erfolgsveranstaltung steckt jede Menge Arbeit.

Die Ausrichter vom Okrifteler Vereinsring können in diesem Jahr besonders zufrieden sein, weil sie das diesjährige Fest sehr kurzfristig auf die Beine stellen mussten. Erst nach einem Treffen mit dem Bürgermeister am 31. März stand fest, dass das 70. Wäldchesfest am gewohnten Termin stattfinden soll. Diese kurze Vorlaufzeit setzte die Verantwortlichen gehörig unter Druck. Eine Folge war der Verzicht auf einen Vormittag der Vereine in gewohnter Form. Normalerweise gehört die Bühne auf dem Festplatz am Montag den verschiedenen Gruppen der Okrifteler Vereine, die das Publikum mit ihren Vorführungen unterhalten. Diesmal traten jedoch nur die Brass-Band "Firebirds" sowie eine Jugendgruppe des Turnvereins Okriftel auf. Wegen Corona und der kurzfristigen Ankündigung sei vielen Aktiven keine Zeit geblieben, zu trainieren, erläutert Pieter Oosterling. Er hoffe jedoch, dass der Vormittag der Ehrenamtler in Zukunft zurückkehrt. "Wir machen ja ein Vereinsfest", betont der Okrifteler.

Oosterling ist als Vereinsvertreter seit 20 Jahren über den Vereinsring mit dem Wäldchefest verbunden. Die jüngste Auflage war jedoch sein erstes Fest in leitender Funktion, nachdem er den Posten des verstorbenen Vorsitzenden Wolfgang Deul übernommen hatte. Als Vorsitzender sei man während der vier Tage bei jedem Problem gefragt. "Es kommen mehr Baustellen bei dir an", sagt der Macher, der im Alltag einen Schornsteinfegerbetrieb leitet. Auch das Wäldchesfest sei ein Wirtschaftsbetrieb, stellt Oosterling klar.

Für viele Helfer dauerte der Einsatz auf dem Festplatz noch fast die gesamte Woche an. Gestern seien das Zelt für die Cocktailbar und der Tanzboden vor der Bühne abgebaut worden. "Jetzt lecken wir unserer Wunden", erklärt Oosterling lachend. Für den Auf- und Abbau würde sich der Vorsitzende noch mehr Freiwillige wünschen.

Pieter Oosterling ist offen für Veränderungen auf dem Festplatz. Wie die Platzaufteilung künftig aussieht, müsse innerhalb des Vereinsrings diskutiert werden, sagt der Chef. Davor steht jedoch die Neuwahl der Vorstandsposten an. Der Zweite Vorsitzende Oskar Hess und Kassiererin Astrid Terschüren wollen ihr Ämter nach langer Mitarbeit abgeben. Ein Termin für die zukunftsweisende Mitgliederversammlung stehe derzeit noch nicht fest, sagt Oosterling. Er wolle aber zunächst die Abrechnung des Festwochenendes abwarten. "Man muss ja auch was präsentieren", erklärt der Organisator. sas

Auch interessant

Kommentare