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Hattersheim: Handlungsdruck beim Thema Senioren

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Auch im Rentenalter gibt es viele Anforderungen, für die eine Beratung hilfreich sein kann. FOTO: dpa
Auch im Rentenalter gibt es viele Anforderungen, für die eine Beratung hilfreich sein kann. © picture alliance/dpa

Warum die FDP das Ziel verfolgt, die Verwaltung seniorenfreundlicher zu gestalten.

Hattersheim -Nicht erst seit dem Anstieg der Energiepreise und damit der Frage, wie das alles bezahlt werden kann, stehen Senioren im Fokus der Hattersheim Liberalen. Denn schon in ihrem Programm zur jüngsten Kommunalwahl hatte die FDP eine verstärkte Seniorenarbeit auf ihre Fahnen geschrieben, die sie in der Koalition mit CDU und Freien Wählern in die Waagschale werfen wollte. Dass das Thema Seniorenarbeit eigentlich in allen Kommunen ein wichtiges Thema ist, zeigt schon alleine die Alterspyramide in der Bundesrepublik. Es gibt immer mehr ältere Menschen in Deutschland, lautet da die schlichte Formel. Nun kommen in dem seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie von Krisen gebeutelten Deutschland so viele negative Ereignisse hinzu, dass ältere Menschen allmählich einen immer schwereren Stand haben. Nicht zuletzt auch wegen der Digitalisierung, die viele Ältere für ihren Alltag als Zumutung empfinden, sowie der überbordenden Bürokratie. Die Probleme gehen weiter in den Alters- und Pflegeheimen, die Probleme mit fehlenden oder zu wenig Personal haben und hört nicht zuletzt bei der oft im Alter eingeschränkten Mobilität auf. So ist es ein Fakt, dass Seniorinnen und Senioren mehr Beratungsbedarf denn je haben.

FDP-Fraktionschef Dietrich Muth beobachtet so zum Beispiel ein Projekt des Caritas-Verbands Main-Taunus in Okriftel. Francesco Continolo hat in dem Stadtteil vor einige Wochen seine Arbeit in Kooperation mit der katholischen Pfarrei Sankt Martinus Hattersheim begonnen. Mit Spannung verfolgten die Liberalen das im Mai gestartete Sozialraumprojekt im Kirchort Christ-König. Das Projekt setze sich für gute Lebensbedingungen im Stadtteil ein. Wie Caritas-Projektleiter Francesco Continolo bei dem Ferien-Fraktion-Gespräch mit Dietrich Muth verdeutlichte, solle das auf fünf Jahre angelegte Sozialraumprojekt speziell Okrifteler in schwierigen Lebenssituationen ansprechen, um sie besser in die Gemeinschaft zu integrieren. Wichtig seien ihm dabei bestehende Netzwerke, die konsequent ausgebaut werden sollten, erklärte Francesco Continolo.

„Wir werden im politischen Umfeld weiter darauf hinwirken, dass in Hattersheim ein funktionierendes Netz an vielfältigen Hilfsangeboten besteht, damit jeder den für ihn passenden Weg finden kann und Angehörige nicht überlastet werden“, sicherte Dietrich Muth dem Caritas-Projektleiter die Unterstützung der FDP-Fraktion bei dem Sozialraumprojekt zu.

Für die Stadtteile, so hatten es die Stadtverordneten einmütig beschlossen, soll herausgefunden werden, welche Anlaufstationen dort eingerichtet werden könnten. Für Dietrich Muth und seine Freidemokraten ist klar, dass dies mehr denn je künftig notwendig sein wird. Diese Meinung wird mit Fakten unterlegt: Rund 1300 Senioren wenden sich jedes Jahr an die Hattersheimer Seniorenberatungsstelle. Ein Großteil der Anfragen drehe sich um die Hilfe zum Ausfüllen aller möglichen Formulare, wie Jürgen Leichtfuß, Leiter der Seniorenberatung, der FDP-Ferienfraktion erläuterte. „Das verdeutlicht den Handlungsdruck, auch die Hattersheimer Verwaltung seniorenfreundlicher zu gestalten. Wir werden entsprechende Impulse in die Koalition einbringen“, kündigte Dietrich Muth an.

Konkret gehe es um die Verbesserung der Beratungsangebote speziell in Eddersheim und Okriftel. Aus diesen beiden Stadtteilen seien nämlich besonders viele Anfragen zu verzeichnen. Norbert Reichert, Vorsitzender des Hattersheimer FDP-Ortsverbandes, erinnert in diesem Zusammenhang an das eingangs erwähnte Kommunalwahlprogramm, mit dem die FDP in die Koalitionsverhandlungen gegangen war. „Gutes Älterwerden in unserer Stadt zu ermöglichen, ist ein zentrales Anliegen der Hattersheimer Liberalen“, wies der Vorsitzende noch einmal auf die FDP-Handschrift bei der Koalitionsvereinbarung hin.

Übrigens: Mit der „Ferien-Fraktion“ nutzt die Hattersheimer FDP-Fraktion üblicherweise die kommunalpolitische Sommerpause der Stadtverordnetenversammlung, um sich in den Stadtteilen über Sorgen und Nöte der Bürger zu informieren. meh

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