"Hier ist kein Hundeklo!" steht unter anderem auf dem Zettel geschrieben, den Anwohner der Pregelstraße aus Protest gegen die zweckentfremdete Nutzung des Baumes dort befestigt haben. 	Fotos: meh
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"Hier ist kein Hundeklo!" steht unter anderem auf dem Zettel geschrieben, den Anwohner der Pregelstraße aus Protest gegen die zweckentfremdete Nutzung des Baumes dort befestigt haben. Fotos: meh

Ärgernis

„Hier ist kein Hundeklo!“ - Anwohner in Hattersheim gehen auf die Barrikaden

Der Kot von Vierbeinern nervt Anwohner der Pregelstraße - und die seit längerem ausgefallene Straßenbeleuchtung.

Hattersheim - Eigentlich ist die Pregelstraße eine typische Wohnstraße. Viele Wohnungen, etliche Bäume und Grünflächen in der Nähe und entlang zum Gleis-Übergang sowie zur Unterführung „Im Nex“. In den vergangenen Wochen gab es mehrere Beschwerden von Anwohnern der Pregelstraße, die eine defekte Straßenbeleuchtung und den durch Hundekot verunreinigten Grünflächen oder Umrandungen an den Bäumen zum Inhalt haben.

Hunde-Problem in Hattersheim: Straßenleuchten waren defekt

Manche Bewohner in der Siedlung finden sich in Dunkelheit in der Pregelstraße nur noch schwer zurecht. „Da ist es nachts stockfinster. Das ist ja auch für die Einsatzkräfte vom Roten Kreuz, von der Polizei oder von der Feuerwehr dann schwierig. Die müssen dann ja schon Lichtmasten auffahren, um da was zu sehen“, moniert eine Anwohnerin, die ihren Namen allerdings nicht in der Zeitung stehen sehen möchte. Seit einigen Wochen wären dort zwei Laternen ausgefallen, berichtete sie weiter. Auf Nachfrage des Kreisblatts bei der Stadtverwaltung erklärte eine Sprecherin, dass die Stadtwerke die für die Beleuchtung zuständige Tochter-Firma des Energieversorgers Süwag, der Syna, das Problem gemeldet habe.

Während dieses Problem schnell gelöst werden kann, geht es bei einer weiteren Beschwerde um die fehlende Einsicht von Menschen, genauer gesagt von Hundebesitzern. Das Problem sind nämlich unliebsame Hinterlassenschaften von Hunden. Dies ist nicht nur aus der Pregelstraße bekannt: Denn nicht gerade wenige Hundebesitzer haben beim „Gassi gehen“ mit ihren Vierbeinern so ihre Probleme. Denn die freien Flächen, die zu Verfügung stehen um Hunde darauf auszuführen, sind rar.

Wenig freie Flächen für Vierbeiner in Hattersheim

In den Wohnsiedlungen nehmen die Fahrbahnen, Parkplätze und Bürgersteige den meisten Platz ein. Freie Flächen, beziehungsweise Grundstücke, die nicht bebaut sind und auf denen Vierbeiner unbeschwert herumtollen könnten, sind nicht mehr viele vorhanden. Zumindest, wenn es um einen Radius geht, der sich in der Nähe der Wohnhäuser befindet. Da viele Hundebesitzer nicht weite Wege für das „Gassi gehen“ zurücklegen wollen, werden in der Siedlung meistens die gleichen Stellen aufgesucht, an denen die Hunde ihre großen oder kleinen Geschäfte verrichten.

So wird eben jede freie Grünfläche oder jeder Baum genutzt, damit der Vierbeiner seine Geschäfte erledigen kann. An der Pregelstraße hat das für Ärger gesorgt. Denn an einem Baum haben Anwohner einen DIN-A 4-großen Hinweiszettel befestigt. Die Verfasser machen darauf aufmerksam, dass bis in ihre Wohnung die Hunde-Hinterlassenschaften zu riechen sind. Das Verhalten der Gassi-Geher sei rücksichtslos meinen die Verfasser der Protestschrift. Dass der Urin sowie der Kot der Tiere für die Bäume nicht gerade wachstumsfördernd sind, dürfte bekannt sein.

Stadt kennt das Problem in Hattersheim

Bei der Stadt ist das Problem bekannt. Die Einsicht der Hundehalter sei notwendig, um Abhilfe zu schaffen, meinte eine Sprecherin der Stadtverwaltung dazu. Doch außer an der Pregelstraße gibt es an weiteren Stellen im Stadtgebiet mehr oder minder öfters Probleme mit den Hinterlassenschaften von Hunden. Sehr problematisch war die Situation vor einigen Jahren am Mainufer in Okriftel, an dem Vierbeinern die Mainwiese verunreinigten.

Mithilfe von Kontrollen, Schildern und bestimmten Markierungen konnte dies eingedämmt werden. Allerdings ist dieses Problem weiterhin bei allen größeren Flächen auf den Grünflächen und wegen am Mainufer existent. In der Nachbarstadt Flörsheim gab es ebenfalls schon Beschwerden wegen der Verunreinigungen des Uferbereichs durch Hunde. Im Internet hatten zuvor Tipps kursiert, in denen von einem „Hunde-Strand“ am Main geschrieben wurde. So etwas gibt es aber dort überhaupt nicht. meh

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