Wie bisher erhalten Besucher, die das Schwimmbad trotz der kühlen Temperaturen nutzen möchten, den Zutritt zu den jeweiligen Zeitfenstern unter Angabe ihrer Kontaktdaten. Archiv-FOTO: Nietner
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Wie bisher erhalten Besucher, die das Schwimmbad trotz der kühlen Temperaturen nutzen möchten, den Zutritt zu den jeweiligen Zeitfenstern unter Angabe ihrer Kontaktdaten. (Archivbild)

Gesundheitswesen

Corona-Regeln: Im Freibad gilt weiter die 3G-Regel

In Hessen gelten neue Vorgaben zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Welche Auswirkungen hat das im Land und in Hattersheim bei Frankfurt?

Hattersheim – Eines vorweg: Für die Besucher des Freibades am Schwarzbach, das noch bis Freitag, 17. September, geöffnet ist, ändert sich trotz der veränderten Corona-bedingten landesweit gültigen Einschränkungen nichts. Und es ändert sich auch nichts für die Besucher der öffentlichen Stadtverordnetensitzungen. "Sowohl im Hattersheimer Freibad für die letzten Öffnungstage, wie auch in den öffentlichen Sitzungen findet die 3-G-Regel weiterhin Anwendung", erklärte eine Sprecherin der Stadtverwaltung auf Anfrage des Kreisblatts.

Bekanntlich hat die hessische Landesregierung am Dienstag die angepasste Coronavirus-Schutzverordnung vorgestellt. Dabei wurde die Abkehr von der bisher maßgeblichen Sieben-Tage-Inzidenz als Orientierungsfaktor bekanntgegeben. Künftig soll vor allem die sogenannte Hospitalisierungsrate für Lockerungen und Einschränkungen im Land Hessen ausschlaggebend sein. Diese gibt an, wie viele Patienten innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner aufgrund einer Corona-Erkrankung auf eine Normalstation kommen.

Hattersheim bei Frankfurt: Hessen orientiert sich an neuem Corona-Wert

Maßgeblich ist zusätzlich außerdem die Belegung der Intensivbetten durch Covid 19-Patienten. Künftig sollen dann zwei Warnstufen gelten. Die erste Stufe tritt bei einem landesweiten Hospitalisierungswert von acht in Kraft, das heißt, sobald innerhalb von sieben Tagen acht Patienten pro 100.000 Einwohner auf der Normalstation eines Krankenhauses aufgenommen werden. Landesweit entspreche dies nach Angaben des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier in etwa 500 Patienten. Zusätzlich darf dabei die Gesamtzahl der Intensivpatienten, die wegen Covid 19 behandelt werden, höchstens 200 betragen. Die zweite Stufe tritt bei einem Hospitalisierungswert von 15, beziehungsweise einer Anzahl von 400 Corona-Intensivpatienten ein.

Welche Maßnahmen bei Erreichen der jeweiligen Stufe gelten sollen, hatte die Landesregierung noch nicht beschlossen. Derzeit liegt Hessen nach Auskunft des Sozialministers Kai Klose (Grüne) am Dienstag bei einer Hospitalisierungsrate von 2,5. Die Zahl der Covid-Intensivpatienten liege, so Klose weiter, bei 146.

Neue Corona-Maßnahmen: Die Auswirkungen auf Hattersheim und Hessen

Ein weiterer Beschluss des hessischen Kabinetts betrifft die sogenannte 2 G-Regel und bietet vor allem weitere Erleichterungen für geimpfte und genesene Personen. So sei es in bestimmten Bereichen nun möglich, fortan nur noch Kunden zu bedienen, die geimpft oder genesen sind. Ein Test reiche dann nicht mehr aus. Dort, wo die 2 G-Regel Anwendung findet, müssen dann keine Abstandsregeln mehr eingehalten und keine Masken mehr getragen werden. Ob die 2 G-Regel genutzt wird, kann allerdings das jeweilige Unternehmen oder das Geschäft selbst entscheiden. Entsprechend muss sich auch das Personal an die Vorgaben halten. Ausgenommen von dem 2 G-Optionsmodell bleiben Kinder unter 6, die keinerlei Nachweis benötigen. Kinder unter 12 Jahren können ihr Schul-Testheft nutzen.

Die neue Verordnung, die ab dem heutigen Donnerstag, 16. September, gilt, umfasst weitere Erleichterungen für Veranstaltungen. Ohne Genehmigung dürfen im Innenbereich nun bis zu 500 Personen an einer Veranstaltung teilnehmen. Dazu kommen Geimpfte und Genesene. Hier müssen die 3 G-Regeln weiterhin eingehalten werden. Für den Außenbereich gilt eine maximale Teilnehmerzahl von 1000 Personen, ohne dass die 3 G-Regel Anwendung findet.

Bürgermeister von Hattersheim (bei Frankfurt) unterstützt Corona-Plan von Hessen

"Mittlerweile ist ein Großteil der erwachsenen Bevölkerung in Hessen geimpft. Daher hat sich auch die Sicht der hessischen Landesregierung auf die pandemische Lage verändert und richtet sich nun mehr auf die Situation in den Krankenhäusern", erklärte dazu Bürgermeister Klaus Schindling (CDU). (red/meh)

Erst vor Kurzem kam es zu einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Hattersheim. 14 Bewohner und drei Pflegekräfte hatten sich infiziert.

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