Mit gerichtlich festgesetzten Geldforderungen muss sich FWG-Chef Karl Heinz Spengler beschäftigen.
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Mit gerichtlich festgesetzten Geldforderungen muss sich FWG-Chef Karl Heinz Spengler beschäftigen.

Politik

Hattersheim: "Im Schweinsgalopp Versäumnisurteile erwirkt"

FWG-Vorsitzender Karl Heinz Spengler äußert sich zur juristischen Auseinandersetzung mit zwei Ex-Mitgliedern.

Hattersheim -Die Auseinandersetzung zwischen den zwei Kritikerinnen der Freien Wählergemeinschaft (FWG), Simone Wörner und Elisabeth Hofmann-Mathes, sowie dem Vorstand der als Verein organisierten Wählergemeinschaft geht in eine weitere Runde. Die beiden Frauen haben ihren Anwalt einen weiteren Schriftsatz erstellen lassen, der mehrere Vorwürfe wegen ihres Ausschlusses aus der FWG gegen den neuen Vorstand samt dem Vorsitzenden Karl Heinz Spengler erhebt. Einer der Vorwürfe lautet, dass ihnen nicht mitgeteilt worden sei, warum sie aus der Wählergemeinschaft ausgeschlossen wurden.

Nun nimmt erstmals der FWG-Vorstand dazu Stellung. In einer Mitteilung erklärt das Führungsgremium, dass bei der Mitgliederversammlung am 1. Juli der Ausschluss von Simone Wörner und Elisabeth Hofmann-Mathes erfolgt sein. "Beide waren zur Mitgliederversammlung ordnungsgemäß eingeladen und hatten Gelegenheit, zum Antrag auf Ausschluss Stellung zu nehmen. Beide nahmen an der Abstimmung teil, die als geheime Wahl stattfand", erläutert Karl Heinz Spengler. Einen Seitenhieb auf die beiden Kritikerinnen kann er sich dabei nicht verkneifen: "So weit zum ,undemokratischen' Verhalten des Vereins beziehungsweise des Vorstandes", meinte Spengler. Erst nach der Beschlussfassung der Mitgliederversammlung seien "die beiden Damen aufgefordert, den Versammlungsraum zu verlassen. Damit wurde der Beschluss vollzogen", erklärte der Vereinsvorsitzende weiter. Einen weiteren Vorwurf der beiden Frauen sieht Spengler ebenfalls entkräftet. "Die Behauptung, der Beschluss sei nicht rechtens, weil kein rechtsfähiger Vorstand bestand, ist irrig, weil das oberste Organ eines Vereins die Mitgliederversammlung ist, die letztendlich den Beschluss gefasst hat", definierte Karl Heinz Spengler seine Sicht der Dinge.

Der neugewählte Vorstand der FWG sei übrigens am 28. Juli diesen Jahres in das Register des Amtsgerichts ordnungsgemäß eingetragen worden, teilt der FWG-Chef, der bekanntlich hauptberuflich Erster Stadtrat von Hattersheim ist, weiterhin mit. Damit sei klar, so Spengler, dass also ein rechtsfähiger Vereinsvorstand existierte.

". . . um ihr Unwesen weiter zu treiben"

Auf die Art und Weise, wie die beiden Kritikerinnen des Führungsgremiums vorgehen, geht der neue FWG-Vorsitzende ebenfalls ein: "Die beiden Damen hätten sicher gerne einen Verein, der sich nicht wehren kann, um ihr Unwesen weiter betreiben zu können." Karl Heinz Spengler unterstellt den beiden Frauen, die Zeit der Corona-Krise, beziehungsweise die damit verbundenen gesetzlich vorgegebenen Einschränkungen für Versammlungen, gezielt für ihre Zwecke benutzt zu haben. "Sie haben die Corona-Lage unter den Auflagen der bundes- und landesgesetzlichen Regelungen eiskalt ausgenutzt und im Schweinsgalopp Versäumnisurteile erwirkt", kritisiert der FWG-Chef. Zum derzeitigen Stand der juristischen Auseinandersetzung meinte Karl Heinz Spengler: "Frau Simone Wörner und Frau Elisabeth Hofmann-Mathes beantragten über ihren Anwalt die Festsetzung eines Ordnungsgeldes. Dem hat der Verein über seinen Anwalt, beim Landgericht geht das nicht anders, widersprochen. Daraufhin sah sich die Gegenseite veranlasst, einen weiteren, sehr abstrusen, Schriftsatz in das Verfahren einzubringen." Ob nun vom Gericht gegen FWG-Verantwortliche ein Ordnungsgeld festgesetzt werde, sei noch offen.

Der Vorsitzende wies zudem darauf hin, dass Simone Wörner in den sozialen Medien einen Bericht im Hattersheimer Stadtanzeiger über die jüngste Mitgliederversammlung der FWG, "der wohl nicht in ihre Vorstellungswelt passt, nicht nur kritisiert, sondern das Presseorgan als Käseblatt bezeichnet, ganz in ihrem Stil". Der Okrifteler, der zu den Gründungsmitgliedern der FWG zählt, ist über das ständige destruktive Verhalten der beiden Frauen nicht mehr überrascht, wie er meinte.

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